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 Betreff des Beitrags: Mond vom 19. August
BeitragVerfasst: 27.08.2018, 11:18  
Austronom
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Liebe Astrokollegen!

ich bin gerade in Kroatien auf Urlaub wollte eigentlich einige südliche Objekte aufnehmen, was aber wegen Wolken am Abend nicht funktioniert hat, habe ich mich mit den Bildern vom Mond gespielt. Trotz der niedrigen Höhe sind die Bilder relativ gut geworden. Einziger Wehrmutstropfen sind leichte Doppelkonturen, die leider schon nach dem Durchlauf durch AS entstanden sind. Geht leider nicht ohne. Ich hoffe die Bilder gefallen euch troztdem und Toni kann ein Auge zudrücken :-)
Ptolemaeus und Umgebung
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Hyginus Rille und Umgebung
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Alpental bis Nordpol
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CS Rudi

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LG Rudi

Celestron C11 XLT+Starizona Reducer 0,70x/0,75x/SW120/900ED+0,85x Reducer/SW80/600ED+0,85xReducer/EQ8pro/NEQ6 pro/Vixen GP-DX/Mgen2/Nikon D5100 mod./Zwo 290MC und 290MM/Star Adventurer


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 Betreff des Beitrags: Re: Mond vom 19. August
BeitragVerfasst: 27.08.2018, 11:43  
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Austronom
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Die sind toll, Rudi, die Details sind enorm.
Nur diese Doppelkonturen machen mich immer "scheanglat" - es wäre, als könten meine Augen nicht scharfstellen und das ist unangenehm. Wie man das verhindert, weiß ich leider auch nicht. Schärft man wenig, sieht man nicht die Details. Schärft man viel, macht es den Augen Probleme. ;)

Schärft man ohne Doppelkonturen, aber so, dass es nicht mehr natürlich aussieht (wie ich es zuletzt mit dem Mond getan hab!) dann empfinden es manche als "überschärft" (was im Hinblick auf "Natürlichkeit" absolut richtig ist, im Hinblick auf Detailreichtum aber auch nicht viel anders geht).

Letztlich muss man wohl die üblich Betrachtungsgröße eines Bildes als Maßstab nehmen. Also die Bilder herunterrechnen, wenn man nicht will, dass hineingezoomt wird, weil es dann u.U. nicht mehr brauchbar aussieht. Bei den "normalen" Fotos für Bücher und Kataloge hab ich mit dem Schärfen kein Problem. Da weiß ich, wie groß sie gedruckt werden! Beim online posten kann aber jeder zoomen, wenn er will. Und mal ist das Bild so riesig, dass das geht (Mosaik!), oder man müsste es eben herunterrechnen. Wie siehst Du das?

Außerdem hab ich hier auf meinen Macs (Apple) immer Retina-Bildschirme mit einer sehr hohen Auflösung. Ich seh also die Dinge hier anders, als ein "normaler" Windows-Screen-User. Und deshalb sehen auch die geschärften Bilder nicht gleich aus bei allen Usern...

lg
Niki

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Das Seeing ist zwar ausschlaggebender als das Equipment, aber das Equipment kann man sich aussuchen... :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mond vom 19. August
BeitragVerfasst: 27.08.2018, 12:13  
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Beim ersten Bild sind die Doppelkonturen nicht so stark ausgeprägt - das würde ich nehmen, da brauche ich kein Auge zudrücken... :wink:

Ja, die EBV bei Mond und Planeten ist nicht ganz trivial, wenn auch nicht so komplex wie bei DeepSky. Man muss halt einen Mittelweg finden zwischen Überschärfen (Rauschen oder Doppelkonturen) und zu matschigen Bildern. Und wenn das Seeing nicht gut genug war, nützt das alles nichts... :?

Aber Niki hat vollkommen recht: wahrscheinlich sollte man öfters die Bilder runterrechnen, damit man selber(!) nicht in Versuchung kommt, allzu weit hinein zu zoomen. 8)

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lG
TONI


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 Betreff des Beitrags: Re: Mond vom 19. August
BeitragVerfasst: 01.09.2018, 10:04  
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Hallo Niki und Toni!
Ich habe mir die Bilder nochmals kritisch angeshen. Wenn man maximal auf 100% vergrößerrt, dann sind die Doppelstrukturen fast nicht zu erkennen. Wenn man natürlich weiter hereinzoomt, dann sieht man jeden kleinen Fehler oder Ungenauigkeiten durch die Aufnahme. Bei den aktuellen Bedingungen bei einer Horizonthöhe von vielleicht 30 Grad bleibt wahrscheinlich wirklich nur die Variante herunterrechnen auf Bildschirmgrösse. Dann sehen die Bilder auch noch gut aus. LG Rudi

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LG Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Mond vom 19. August
BeitragVerfasst: 01.09.2018, 10:27  
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Austronom
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Hallo Rudi, Toni,

ich sehe bislang auch keine andere Möglichkeit, als die Bildgröße als letzten Schritt der Bildbearbeitung einzubeziehen. Interessanter Weise findet man sonst im Netz kaum etwas darüber, wie andere Kollegen das handhaben. Viele der Mondbilder haben Doppelkonturen und die Präsentation der Details scheint meist Vorrang gegenüber der Bildästhetik zu haben.

Ich habe als Grafiker sehr viele Bildbände gelayoutet und auch die CMYK Bilder bearbeitet und auf den Druckprozess (ISO Fogra...) und die Papiersorten (Gestrichen, maximaler Farbauftrag, Saugfähigkeit...) optimiert. Und ich weiß, wie ein Bild bei der Schärfung mit der "Unsharp Mask" im Photoshop aussehen muss. (Früher wurde tatsächlich reprotechnisch eine "unscharfe Maske" erzeugt, also eine Kopie des Bildes mitg leichter Unschärfe, die dann mit dem Original (dia) zusammenkopiert wurde und durch die Überlagerung des unscharfen Bildes kam es zu einer Kontrasterhöhung der Kanten.)

Diese Kontrasterhöhung wird im Photoshop heute pixelmäßig gerechnet, und man muss den Schärferadius und den Schwellwert und die Stärke dem Bild anpassen. Dazu MUSS ich im Photoshop auf die 100% Ansicht gehen, damit jedes Bildschirmpixel einem Bildpixel entspricht. Ich darf also hier weder verkleinern noch vergrößern. Das wäre so wie Over- oder Undersampling bei der Aufnahme eines Nachthimmels.

Also bei 100% im Photoshop wird geschärft, dann sieht man, was Sache ist. Im Print liegt die Ausgabeauflösung bei 300 dpi und im Web bei 72 dpi (bzw, ppi des Screens). Die in Photoshop eingegebene Auflösung spielt jedoch KEINE Rolle, solange ich nur am Schirm gucke. Erst bei der Verwendung eines Bildes in InDesign & Co, oder beim Druck wird das Bild mit 300 dpi kleiner ausgegeben, als dasselbe Bild mit 72 dpi. Die Anzahl der Bildpixel bleibt ja stets unverändert, ob man jetzt 300 oder 72 dpi als Auflösung festlegt.

Dies gilt auch für Astrofotos, die geschärft werden, ob mit Photoshop oder sonst einer Software. Ich muss bei 100% betrachten und schärfen, und die Ausgabeauflösung steht üblicherweise auf 72 dpi für screen. Insoferne müssten wir die endgültige Bildgröße letztlich so festlegen, wie wir das Ergebnis am Schirm sehen wollen. Wenn wir es mit zB 960 Pixel Breite auf eine Webseite stellen wollen, dann sollten wir das Bild auf diese Breite herunterrechnen.

Astrobin geht den Weg, eine Voransicht und dann eine "volle Auflösung" anzubieten. Auch hier bestimmt der Fotograf, wie groß sein Bild dargestellt wird durch Bildgröße und Auflösung. Fazit: meiner Meinung nach lebt die Bildästhetik von einer richtig festgelegten Bildgröße. Wer zeigen will, wie groß die machbare Detailfülle mit einem bestimmten Ferrohr und einer bestimmten Kamera ist, der darf hier nichts verändern und muss die maximale Auflösung gemäß der Chipgröße belassen. Nur so kann die erreichbare Schärfe und Detailfülle demonstriert werden. Dies hat aber für mich dann einen meßtechnischen Aspekt, keinen bildästhetischen. Beides ist letztlich gleichwertig, denke ich, man muss sich nur darüber im Klaren sein, was man mit seinem Bild zeigen will.

lg
Niki

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 Betreff des Beitrags: Re: Mond vom 19. August
BeitragVerfasst: 03.09.2018, 18:04  
Austronom
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Hallo Niki!
Mit deiner Anmerkung hast du vollkommen Recht. In Zukunft muß man sich wirklich überlegen, was ist das Ziel des Bildes und dementsprechend muß man auch die Auflösung wählen.
Lg Rudi

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