M71

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Überläufer
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M71

Beitrag von Überläufer » 06.11.2018, 21:41

M71 war eigentlich als Test für meine Kollimation gedacht.
Hab dann aus den Daten das hier zusammengstellt.
Beim Bügeln des Hintergrundes sind ein paar Falten hineingerutscht, dafür ist es eines der wenigen eigenen Bilder, bei denen mir der Ausschnitt gefällt.

Bild

Durch zu viel Herumgefummel habe ich die History meiner Bearbeitung von L verloren. Mehrere Versuche, es nochmal ähnlich hinzubekommen sind gescheitert. Dafür bin ich gescheiter.

Um zur Kollimation zurückzukommen:
Ich habe nach wie vor Astigmatismus bei meinem Newton. Wenigstens konnte ich das Dank Tommys Anleitung zweifelsfrei erkennen, da die Sternlängung beim Durchgang durch den Fokus um 90° schwenkte. Das Gute daran ist, dass es offensichtlich keine negativen Erscheinungen genau im Fokus gibt und ich das andererseits dazu benutzen kann, den Fokus genau zu treffen.
Der Asti ist viel kleiner geworden als vorher. Der Trick dabei war, dass ich bei der Einstellung des Fangspiegels auf dessen Schatten geachtet habe, um die Drehung des Fangspiegels richtig einzustellen. Die "Ovalität" lässt sich sehr gut beurteilen (das Einrichten ist dann aber eine Frickelei, wie ich finde). Zusätzlich habe ich mit Filzstift die Fangspiegelmitte und den Offsetpunkt markiert. Was bei meinem System auffällt, ist, dass der Laser ca. 1-2 mm von der Längsachse des Fangspiegels entfernt auftrifft, als ob die OAZ-Achse an der Tubusachse vorbeizielt. Bisher habe ich es nicht geschafft, den Fangspiegel so einzustellen, dass der Asti (der von ihm verursacht ist), verschwindet. Wenn man die Flatsanalyse von PI verwendet sieht man, dass das Helligkeitsmaximum genau im Zentrum ist, dass aber die Verläufe nach Dunkel asymmetrisch sind. Ich könnte damit leben, wenn nicht der SII-Filter den Fokus so weit verschiebt, dass wieder eine Sternlängung sichtbar wird. Das kann man zwar theoretisch softwartechnisch einstellen. Doch muss das 100% passen. - Langsam glaube ich, dass ich einen Rekord im langsamsten Lernen der Kollimation aufstelle.
Für LRGB, denke ich, lass ich das einmal so stehen. Aber so ist es: Man interessiert sich für Astronomie und lernt Optik (seufz!).
FWHM war zum Aufnahmezeitpunkt nicht besonders (ich sage nur Hochwasser in Kärnten), was ja auch zu runderen Sternen verhilft, aber das ist eine andere Geschichte.

Über das Objekt im Pfeil brauche ich wohl nichts zu sagen. Dadurch, dass es nahe an der galaktischen Ebene ist, war die Farbkalibrierung nicht so einfach. Dass es lange nicht klar war, dass es ein Kugelsternhaufen ist, kann man bei Wikipedia nachlesen.

-Erich

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