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Re: Ursa Minor - the Polar Spur
Verfasst: 24.07.2016, 10:44
von klausbaerbel
Hallo Tommy,
Ha!
Vielen Dank für den Link. Etwas in der Art brauche ich, um es nachvollziehen zu können.
Winrar konnte die Datei anstandslos verarbeiten. Problem war nur, daß sie sich in Workspace2 schreibt und da mußte ich erstmal drauf kommen.
Interessant, wie viele Samples Alejandro setzt. Samplegröße lässt er unangetastet. Aber die Tolerance ist brutal.
OK. Hab ich mir gemerkt.
Ich habe auch mal Division bei dem Beispiel probiert. Das macht dann aber ein ganz böses Ergebnis.
Meistens nutze ich auch, nach Deinem Tip, Division. Das Ergebnis ist da nie so gravierend unterschiedlich, wie bei diesem Beispiel.
Naja, es ist halt eine Ausprobiergeschichte.
Bei meinem derzeitigen Unternehmen habe ich mit DBE kein passendes Resultat erzielen können und habe ABE die Arbeit machen lassen.
Es ist ja immer die Frage wo man die Samples setzt und ich bin dabei noch nie dahinter gekommen, wo ich setzen muß, um was zu erreichen.
Mir fehlt da einfach der Durchblick, was ein Sample bewirkt.
Besonders dann, wenn eigentlich kein Hintergrund existiert und alles nur aus Sternen und Nebel besteht.
Und wieder komme ich zu Deinem Stopsample.
Kannst Du das bitte mit einem Screenshot verdeutlichen? Ich verstehe nicht, wie Du das meinst.
Einfach nur ein Sample daneben setzen erweitert ja, nach meinem Verständnis, nur den Bereich der verändert wird.
Liebe Grüße
Heiko
Re: Ursa Minor - the Polar Spur
Verfasst: 24.07.2016, 13:59
von tommy_nawratil
hallo Heiko,
ein Sample sagt dem Programm, wie hell der Hintergrund an dieser Stelle ist.
Es wird danach dann der Modell Hintergrund berechnet, der dividiert/subtrahiert wird.
Du mußt also die Samples so setzen, daß sie in Gebieten sind wo du überzeugt bist,
daß dort eine ähnliche Helligkeit gegeben sein muß. Wenn du einen so starken Gradienten
im Bild hast, daß du das anfangs gar nicht beurteilen kannst, dann setze einmal
wenige Samples in die Extrem Bereiche, damit das einmal ausgeglichen wird.
Dann erst setzt du dir richtigen Samples, und speicherst das Icom am Desktop.
Nun die grobe DBE rückgängig machen und den so gewonnenen Sample Satz
darauf anwenden. Wenn auch das nicht wirklich gehtm wie ich das hier beim polaren Cirrus hatte,
dann den Prozeß mehrstufig durchführen und immer bessere Sample Sätze gewinnen.
Dann ist auch eine Referenz Aufnahme als Bodenstation hilfreich, hier zB vom IRAS Satelliten.
Das Stop Sample begrenzt einen Prozeß der sich sonst zu weitreichend auswirkt.
Sagen wir, du verwendest Curves und setzt einen Punkt in die Mitte und ziehst die Helligkeit runter.
Aber du willst nicht, daß der Hintergrund dunkler wird. Da setzt du zwei oder drei Punkte in die
Nähe des Hintergrundes, alle mit Werten zb 0,08/0,08, 0,10/0,10 0,12/0,12
So erreichst du daß die original Werte dort nicht angetastet werden, die Kurve dort die original Gerade ist,
und der Curves prozeß dort nicht wirkt. Das wären dann die Stop Samples bei den Curves.
Bei der DBE kann das Modell sich auch zu weitreichend auswirken, zB wenn scharfe Grenzen mit kleinflächigen Gradienten behandelt werden.
Da setzt du genauso Samples in Bereiche daneben, welche dem Programm sagen: Dort ist die Helligkeit X.
Wenn das der allgemeinen mittleren Hintergrund Helligkeit entspricht, zieht es dann dort nichts ab weil es weiß "aha, dort passt das eh schon".
lg Tommy
Re: Ursa Minor - the Polar Spur
Verfasst: 24.07.2016, 14:28
von klausbaerbel
Hallo Tommy,
Der Tipp, erst mal grobe Gradienten zu entfernen um die richtige Samplesetzung erkennen zu können ist prima.
Ich habe bisher immer DBE mehrfach angewendet, auch wenn Samples noch rot markiert waren.
Zu den Stopsamples muß ich leider sagen, daß ich es einfach nicht verstehe.
Wenn ich nicht so weit weg wohnen würde, wäre ich jetzt im Auto auf dem Weg zu Dir, um mir das mal live anzusehen.
Denn, wenn ich da sagen wir mal, einen dunklen Fleck im Bild habe der da nicht hin gehört und ich in den Fleck und auch drumrum Samples setze, wird auch der Bereich drumrum, den ich garnicht antasten will mit behandelt.
Bisher habe ich mir in solchen Fällen einfach eine Maske zurecht gestempelt und die Bilder dann so gemischt, wie ich es eigentlich mit DBE erreichen wollte.
Alles sehr zeitaufwendig.
Liebe Grüße
Heiko
Re: Ursa Minor - the Polar Spur
Verfasst: 24.07.2016, 16:29
von tommy_nawratil
hallo Heiko,
dann machst du außen in den helleren Bereich 10 Samples rund um den Fleck,
und ein, zwei, drei Samples in den Fleck. Dann denkt das Programm "hoppla ein dunkler Fleck"
und macht das Modell um ihn auszugleichen. Im Verhältnis 1/10, 2/10, 3/10.
Wenn du 10 Samples rein und 10 draussen setzt, wird es auf gleiche Helligkeit nivellieren.
Normal hat man ja 50-100 Samples verteilt im Bild und nur ein paar im dunklen Fleck.
Hier ist ein Beispiel für Stop Samples in Curves:
Sowas würde man nehmen, um fette Sternhalos selektiv zu reduzieren.
Die mittleren Helligkeiten werden abgesenkt, und die hellen bleiben in etwa.
Die dunkleren Helligkeiten bleiben unverändert, weil dort drei Samples
die Kurve zwingen, die original Gerade einzunehmen. Das sind die Stopsamples.
Wären es nicht drei, wäre dort auch eine leichte Kurve.
Effekt. Der Sternhalo wird abgesenkt und unten nahtlos in den Hintergrund überblendet.
Dazu müssen die Stopsamples so gesetzt werden, daß die Kurve knapp über dem Hintergrund
mit dem Absenken beginnt. Natürlich arbeitet man mit Maske, damit nur Sterne betroffen sind
und keine Nebel abgesenkt werden, die auch in diesem Helligkeits Bereich sind.
In PI siehts genauso aus:
lg Tommy
Re: Ursa Minor - the Polar Spur
Verfasst: 24.07.2016, 18:26
von klausbaerbel
Hallo Tommy,
Ja bei Curves ist mir das klar. Das mache ich ja schon ein Weilchen auf diese Weise.
Nur bei DBE will es nicht klappen.
Beispielsweise habe ich mal versuchsweise Samples um und in einen dunklen Bereich gesetzt.
Resultat war, daß das ganze Bild grün wurde und der dunkle Bereich alles nur nicht das wurde, was ich wollte.
Ich muß schon Samples im ganzen Bild verteilen. DBE scheint sonst zu denken, daß im Rest des Bildes zu viel rot und blau aber zu wenig grün ist.
Mir ist das einfach nicht gelegen. Um nicht zu sagen zum Mäuse melken.
Liebe Grüße
Heiko
Re: Ursa Minor - the Polar Spur
Verfasst: 25.07.2016, 01:29
von tommy_nawratil
hallo Heiko,
"Ich muß schon Samples im ganzen Bild verteilen.
DBE scheint sonst zu denken, daß im Rest des Bildes zu viel rot und blau aber zu wenig grün ist."
Ja genau, jetzt hast du begriffen was Stop Samples in Bezug auf DBE bedeuten
lg Tommy
Re: Ursa Minor - the Polar Spur
Verfasst: 25.07.2016, 16:27
von klausbaerbel
Hallo Tommy,
Also quasi aus Versehen.
Aber davon abgesehen, könntest Du das ja, wenn nochmal so ein Workshop stattfindet, der verfilmt wird, das explizit ansprechen und vorführen.
Das wird bestimmt alle sehr interessieren. Insbesondere mich.
Liebe Grüße
Heiko
Re: Ursa Minor - the Polar Spur
Verfasst: 28.07.2016, 17:37
von markusblauensteiner
Hallo Tommy,
gratuliere dir zum kleinen Wagen mit Zugabe! Sehr cooles Bild, das wird echt selten fotografiert (ist ja nicht grell...

).
Die Beschreibungen zur Bearbeitung sind auch hilfreich, besonders wenn man sich mal so was auf die Liste gesetzt hat!
LG, Markus