M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

DeepSky Fotografie - Präsentation eigener Astrofotos
derChronostat
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von derChronostat »

Servus,

so. soweit alles verwurstet.

Grober Workflow:
REGIM mit Standardeinstellungen - Registrieren, Kalibrieren, Stacken; danach G-V Kalibrierung
FITSWORK - böse Farbgradienten beseitigt und Histogramm-Tuning
PS CS3 - das Übliche, Carboni Tools (Sterne kleiner), Gradation, Hochpass für Kontraste, Farbreinigung

Bild

also die Fehler der D80 sind beseitigbar, aber man handelt sich Qualitätseinbussen ein.

Was mich nur wundert ist, dass mein Mini-M31 in der Weitfeldaufnahme bei weitem mehr Farbdifferenzierung vom Zentrum zum Rand hin zeigt, als dein Material. Verstehen tue ich das bis jetzt nicht. Vielleicht hat jemand eine Idee.

Lg, Christian
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starroom
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von starroom »

Hallo an alle , die sich daran versucht haben !


Wie man sieht, liegt es vermutlich hauptsächlich doch an der KAmera.

Obwohl durch versch. Bearbeitungstechniken und Anwendung versch. Programme, doch noch einges aus dem Rohmaterial herausholen lässt !
Dies bedarf jedocht schon einiges an astronomischer Erharung und viel Wissen in der EBV !
Kein Wunder , dass ich mir, als Anfänger dabei fast die Zähne ausgebissen habe.
Ich werde nächste WO schauen, dass ich die Kamera zum Fotofachhändler bringe u. eine neuere Firmware draufspielen lasse, vielleicht wird es dann besser. Nur, der Fehler , der vermutl. durch den Chipausbau passierte wird auch nicht mehr rückgängig geamcht werden können. :(

Ich werde dort auch gleich fragen , ob evtl. eine gebrauchte Nikon lagernd ist od. mal reinkommt. Dann lass ich mir erneut den Sperrfilter von Nikon direkt ausbauen (habe auch mal vor ca. 11/2 Jahren diesbezgl. nachgefragt, kostet ca. € 90,-).
Gesamtpreis vermutl. ca. € 350,-

:idea: Überlegung: Soll ich mir doch gleich eine gekühlte CCD zulegen ????? :roll:
(oder eine Canon- da benötige ich aber widerum - Netzteil u autom. Fernauslöser ).

Ich danke jdenfalls vorerst allen von Euch für das rege Interesse an der Bearbeitung und den vielen Tipps !!!

:P Gut dass es ein solches Forum gibt :P

CS

Christian
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prokyon
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von prokyon »

Hi Christian,

es muss ja eienen Grund geben, warum alle erfolgreichen DSLR Astrofotografen eine Canon verwenden. Nikon seh ich selten. Aber wenn du das Hobby noch länger und ernsthaft betreiben willst rate ich dir zu einer CCD. Das macht dann richtig Spaß und die Probleme, die du hier hattest gehören der Vergangenheit an.

cs

Werner
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von derChronostat »

Da muss ich Werner zustimmen. Die Unterschiede Nikon, Canon in Astro sind im Internet vieldisskutiert. Komme aus der Fotografie, hatte immer Nikonsystem und für Astro habe ich mir eine gebrauchte 20D gekauf und selbst umgebaut. Bin sehr glücklich damit. CCD ist natürlich eine andere Kategorie mit der, wenn es hart auf hart geht, DSLR nicht mithalten kann. Wenn man aber die unglaublichen Ergebnisse hier im Forum und in anderen Foren betrachtet (auch viele Schmalbandaufnahmen) dann guckst du so: :shock:
Viel fehlt nicht zu den CCDs. Für die nichtwissenschaftliche Anwendung natürlich!!!
Du musst halt in gewissen Bereichen der EBV mehr Wissen mitbringen - nämlich in den Bereichen der Korrektur der Unzulänglichkeiten von DSLR Kameras bzw deren Sensoren.
Ich möchte mit meinem Gerät auch normal fotografieren können, daher bin ich an DSLR gebunden. Stört mich aber überhaupt nicht. Ich weiß um ihre Schwächen und das wird einfach berücksichtigt.
Das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Viel Spaß beim Grübeln. :-)

Lg, Christian
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starroom
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von starroom »

Hallo Werner u Christian !

Ihr habt Recht; entweder wirds ne Canon oder ich mach den grossen Schritt Richtung CCD ?
Nur - der Preis ist heiß :wink:

Viele verwenden schon eine Morawian, die soll ganz gut sein. Eine Überlegung wäre auch die Sbig 8300C, wie sie Bernhar Hubl verwendet.
Aber ich müsste mich da vorher eingehenst reinlesen und informieren, was man nimmt; auf jedenfall wäre eine reine Farbkamera eher mein Ding, denn alle Kanäle einzeln aufnehmen u bearbeiten, das ist sicher eine gewaltige "Arbeit" !

Mal sehen, gut Ding braucht auch Weile....

LG

Christian
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von prokyon »

starroom hat geschrieben: denn alle Kanäle einzeln aufnehmen u bearbeiten, das ist sicher eine gewaltige "Arbeit" !
Dachte ich zuerst auch, ist aber nicht so. :wink:
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von starroom »

Werner - aber man muss die 3fache Belichtungszeit investieren, oder ?

Dafür wird vermutl. das Ergebnis noch besser sein, vorallem bei der Luminanz, denke ich :roll:
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von zirl »

Hi,

das mit der dreifachen Belichtungszeit ist eine Legende. Die CCD ist sehr empfindlich, meine Erfahrung ist eher dass sich die Belichtungszeit nicht verlängert hat. Wenn du so wie M31 ohnehin schon 7 Stunden belichtest wirst du kein Problem haben ;-) Ich rate dir zu einer SW CCD wenn du dir das schon überlegst. Mit zusätzlichen Schmalbandfiltern steht dir ein weites Betätigungsfeld offen und die Bildbearbeitung ist zwar anders aber auch zu erlernen und aus meiner Sicht um nichts schwieriger als mit DSLR im Gegenteil...
Es gibt mit der alccd8 aber auch relativ günstige OSC Kameras die auch nicht schlecht zu sein scheinen, wennst eine langfristige Lösung möchtest läufts aber m.E. auf eine SW raus...

LG

Bernd

PS: du kannst aber scheinbar auch in Pixinsight investieren das Ding scheint wunder vollbringen zu können wenn ich mir das Ergebnis ansehe :-)
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markusblauensteiner
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Re: M 31 mit DLSR Nikon D 80 (7 Std.40 min)

Beitrag von markusblauensteiner »

Hallo Christian,

auch ich hatte vor dem Umstieg Bedenken bezügl. der Belichtungszeiten - bis jetzt hatte nach aber nach jeder Nacht noch ein Farbbild zusammen. Dass es dann drei oder vier Nächte werden, liegt an der Exotik der Objekte - Schicksal.... :D

Ich habe halt einen großen Vorteil: ich muss nix aufstellen, einnorden oder sonst was. Ich kann mal eben vor einer Wetterfront auf die Sternwarte fahren und zwei Stunden Farbauszüge belichten. Bei mobilen sieht das anders aus, und wenn nur wenige Nächte im Jahr nutzbar sind, wäre eine OSC sicher eine Überlegung wert - mit Schmalband ist dann halt ziemlich Essig.

Die Verarbeitung der Daten ist bei DSLRs schwerer als bei Mono-CCDs, meine Meinung - wennst die Farbkanäle und die Luminanz mal verheiratet hast, kämpfst kaum mehr mit den daten. Bei der DSLR waren mindestens 50% der Bearbeitungsschritte zur Fehlerbeseitigung, bei mir jedenfalls. Tommy Henne zeigt aber eindrucksvoll, dass es mit viel Geduld sehr gut geht!

LG, Markus

PS: wenn ich so die Versuche der Kollegen mit deinen Daten sehe - puh....ein großes Problem scheint die kamera zu sein, und eines diese Gradienten, die mich bei einem dunklen Standort echt wundern. Wie gesagt, ich hab hier teilweise den Einfluss einer Fabrik (!), aber so was hatte ich noch nie. Da fällt mir nur mehr ein: Sucher der kamera abdecken, seitliches Streulicht vermeiden...
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