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M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 00:21
von Raphael
Nun ist es endlich soweit. Ich habe einen Astrobin-Account und habe gestern mein ersts Foto vom Orionnebel online gestellt.
Entstanden am 01.01. mit 59*50" = 48 Minuten Aufnahmedauer am 150er Newton auf EQ-5 Montierung ohne Guiding. Ich denke ich hätte vielleicht sogar etwas länger pro Frame belichten können.
Als blutiger Photoshop-Anfänger war ich beim Bearbeiten ziemlich unsicher. Außerdem bin ich mir nicht ganz sicher ob ich den Fokus wirklich gut erwischt habe.

Ich bin für jede konstruktive Kritik, die zu einem ersten Feinschliff meiner Fotos beiträgt, dankbar.

http://www.astrobin.com/279594/?nc=user

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 07:59
von Rev.Antun
Servus Raphael!

Nun was willst du mehr? Dafür das es dein erstes Foto war und du dir nicht gerade ein "leichtes" Objekt dafür ausgesucht hast ist es ja schon recht ordendlich geworden. Wo hast du aufgenommen?

Der ist visuell auch ein Leckerbissen :wink:

Gratuliere!

PS: Jetzt hast ein follower mehr :mrgreen:

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 10:36
von Raphael
Vielen Dank! Ja persönlich gefällt mir das Bild sehr gut. Meine Augen sind aber nicht geschult, ich weiß noch nicht so ganz genau worauf es ankommt, und was man als 'Profi' daran noch auszusetzen hätte.
Aufgenommen im Waldviertel Nähe Gmünd in meinem Garten. Wegen der Straßenbeleuchtung würde ich zwar noch etwas dunklere Plätze finden, bin dann aber aus Bequemlichkeit dort geblieben.

Ich muss gestehen, dass ich den Nebel visuell noch garnicht gesehen habe. Werde ich bei der nächsten Gelegenheit bestimmt nachholen :)

Danke für dein Feedback, freut mich dass es gefällt!

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 10:46
von Rev.Antun
Raphael hat geschrieben:Ich muss gestehen, dass ich den Nebel visuell noch garnicht gesehen habe. Werde ich bei der nächsten Gelegenheit bestimmt nachholen :)
:shock: Na dann aber hurtig, bevor du wieder ein Jahr warten musst :mrgreen:

Was die EBV anbelangt steh ich auch noch seeeehr am Anfang :wink:

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 13:41
von Überläufer
An den Spikes der kleinen Sterne sieht man, dass möglicherweise noch etwas beim Fokusieren drin ist. Es kann aber auch sein, dass ein Spikepaar nicht ganz parallel ausgerichtet ist.
Man merkt natürlich, dass Du nicht nachgeführt hast (etwas längliche Sterne schon bei relativ kurzer Belichtungszeit). Das Hauptmotiv verzeiht in diesem Fall aber viel - bei Kugelsternhaufen ist das z.B. anders.
Der Hintergrund ist etwas dunkel. Wenn Du mit Photoshop arbeitest, so hat sich ein Wert mit dem Pipettenwerkzeug von 20/20/20 für RGB etabliert. Der Kontrast zwischen den Farben ist auch etwas stark und die Farbsättigung etwas knallig. Die Übergänge sind da normalerweise etwas sanfter.
Andererseits: Ich hätte auch gerne so ein erstes Bild gehabt.

-Erich

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 13:49
von Josef
Hallo Raphael,

also ich hätte Luftsprünge gemacht wären meine ersten Fotos so ausgefallen!

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 13:53
von Rev.Antun
Überläufer hat geschrieben: Andererseits: Ich hätte auch gerne so ein erstes Bild gehabt.
Das Erich, ar auch mein erster Gedanke als ich das Bild sah ...

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 14:18
von markusblauensteiner
Hallo Raphael,

ich sehe das auch so - als erstes Bild (unbedingt aufheben!) ist das ein sehr respektables Ergebnis! Bravo, da ist ein guter Anfang gemacht!

Und weil wir auch gerne weiterhelfen und nicht nur schulterklopfen... :D :
Ich denke beim Fokus ist noch ein bisschen was drin - die Spikes wirken recht dick, und zwar alle vier, was ein bisschen gegen eine verstellte Fangspiegelspinne spricht. Ganz daneben warst du aber nicht!
Der Hintergrund ist etwas dunkel. Noch nicht beschnitten - das ist schon mal gut - aber meist werden Werte um 20/20/20 genommen, wie Erich schon schrieb.
Messen kannst du das in PS mit dem Pipettenwerkzeug. Mit F8 kommst du zu einem Infofenster - da drin stehen links oben die Helligkeitswerte jener Position, auf der die Pipette gerade steht. Natürlich - der dunkle Hintergrund versteckt das Bildrauschen. :D

LG, Markus

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 19:53
von Raphael
Vielen Dank euch allen!

Freut mich dass es in die richtige Richtung geht. :)
Für die Fokussierung werde ich mir wohl demnächst noch eine Bahtinov-Maske zulegen. Mit LiveView alleine ist das echt eine gefinkelte Sache.
Die ganzen hilfreichen Tipps werde ich in eine Neubarbeitung fließen lassen. Mal sehen was ich noch rausholen kann.

LG Raphael

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 10.01.2017, 21:37
von HHV
Servus Raphael!

Ein sehr guter Start in dieses Hobby. Nützliche Tipps haben dir die Vorposter ja bereits schon gegeben.
Dir weiterhin viel Spaß mit der Astrophotographie.

CS,
Michael S.

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 11.01.2017, 00:02
von tommy_nawratil
servus Raphael,

gratuliere das ist ein sehr schönes first Astrophoto!

Die Kollegen haben schon einiges gesagt an Vorschlägen,
ich möchte bur hinzufügen, man sieht daß es schon etwas viel geschärft ist.
Da ist weniger oft natürlicher.
Und zwotens empfehle ich dir, hol dir für deine 700D magic lantern.
Da kannst du das live view empfindlicher machen und siehst
schwächere Sterne fürs fokussieren. Mir hilft das immens.
Außerdem hast du dann einen internen Timer in der Eos für deine Aufnahmen.
http://www.magiclantern.fm/

nur weiter so!

lg Tommy

Re: M42 Orionnebel (1. Astrofoto)

Verfasst: 11.01.2017, 12:59
von Raphael
Hallo allerseits!

Also ich hab mich eurer Tipps angenommen und hab das komplette Bild nochmal neu bearbeiten, vom Stacken bis zur Feinbearbeitung. Es ist doch eine recht anderes Ergebnis rausgekommen.

Hier das Ergebnis (inkl. alter Version zum Vergleich):
http://www.astrobin.com/279594/D/?nc=user

Der Hintergrund ist nun etwas heller. Jedoch habe ich einen Gradient der von ca. 24/24/24 (direkt 'neben' dem Nebel) auf 9/9/9 (linke untere Ecke) geht. Den Gradient könnte ich zwar wegmachen, aber dann ist der Übergang zum Nebel so hart, dass es unnatürlich wirkt. Gibts dazu Vorschläge oder passt das schon so?
Außerdem habe ich versucht die Farben etwas natürlicher und nicht so knallig darzustellen und hab nicht ganz so stark geschärft. Die Farben gehen jetzt etwas besser ineinander über, wie ich finde.
Was mir wirklich extrem aufgefallen ist: Beim ersten Versuch dürfte ich schon in den Einstellungen in DeepSkyStacker den Hintergrund viel zu dunkel gemacht haben, weswegen noch etliche Randdetails verloren gegangen sind. Auf diese habe ich diesmal mehr Acht gegeben und man erkennt wirklich, dass die kleinen feinen Nebelausläufer doch erheblich mehr Details zeigen. Nachteil der Gschichte: Es wird eben bei der Bildbearbeitung in Photoshop dann schwieriger, diese Details zu erhalten, und gleichzeitig aber noch Verbesserungen zu machen. (in meinem Fall zb. die Hintergrundabtrennung vom Nebel auf der rechten Seite) Da wird einem immer klarer, wie schwierig sich der Weg zu einem 'professionellen' Astrofoto gestalten kann. :mrgreen:

Feedbacks jederzeit erwünscht 8)

Schönen Tag,
Raphael