Sharpless 232, diffus und schwach
Verfasst: 30.01.2017, 14:07
Hallo Leute,
Sh2-232 (Sharpless 232) ist das größte, aber sehr schwache Mitglied einer Gruppe diffuser Nebel in Sternbild Fuhrmann, etwa 3 Grad von IC 405 und IC 410 (den Kaulquappen) entfernt. Die weiteren Mitglieder sind Sh2-231 und der hellste von allen Sh2-235.
Die Datengewinnung zog sich über drei Nächte und auch die Bearbeitung war knifflig, da der Nebelkomplex extrem schwachbrüstig ist. Besonders das [OIII]-Signal war so gut wie nichts und auch in [SII] war es nur dünn. Durch den dominierenden H-Alpha-Kanal stellte es sich als Problem heraus in der Hubble Palette irgendeine der typischen Farben herauszubekommen. Abhilfe schaffte das Tonemapping Verfahren, in dem die Kanäle ohne Sterne extrem gestreckt und kontrastverstärkt wurden. Immerhin konnte ich durch die kurzen RGB-Belichtungen die Sterne in der natürlichen Farbe hinzumischen, was das Ganze etwas bunter macht.
Der blaue Punkt mitten in Sh2-232 ist übrigens der planetarische Nebel PN G173.5+03.2.

Hier noch als Ergänzung eine Annotierte Bicolor Version:

Mit über 17 Std. wurde für Schmalband doch ziehmlich lange belichtet. Vergleichsbilder im Netz gibt es leider wenige in guter Qualität. Jetzt weiß ich auch warum. Wer sich für Einzelheiten der Session interessiert, hier gehts zum Blogeintrag: http://www.spaceimages.de/blog/sh2-232
http://www.astrobin.com/281938/
Sh2-232 (Sharpless 232) ist das größte, aber sehr schwache Mitglied einer Gruppe diffuser Nebel in Sternbild Fuhrmann, etwa 3 Grad von IC 405 und IC 410 (den Kaulquappen) entfernt. Die weiteren Mitglieder sind Sh2-231 und der hellste von allen Sh2-235.
Die Datengewinnung zog sich über drei Nächte und auch die Bearbeitung war knifflig, da der Nebelkomplex extrem schwachbrüstig ist. Besonders das [OIII]-Signal war so gut wie nichts und auch in [SII] war es nur dünn. Durch den dominierenden H-Alpha-Kanal stellte es sich als Problem heraus in der Hubble Palette irgendeine der typischen Farben herauszubekommen. Abhilfe schaffte das Tonemapping Verfahren, in dem die Kanäle ohne Sterne extrem gestreckt und kontrastverstärkt wurden. Immerhin konnte ich durch die kurzen RGB-Belichtungen die Sterne in der natürlichen Farbe hinzumischen, was das Ganze etwas bunter macht.
Der blaue Punkt mitten in Sh2-232 ist übrigens der planetarische Nebel PN G173.5+03.2.

Hier noch als Ergänzung eine Annotierte Bicolor Version:

Mit über 17 Std. wurde für Schmalband doch ziehmlich lange belichtet. Vergleichsbilder im Netz gibt es leider wenige in guter Qualität. Jetzt weiß ich auch warum. Wer sich für Einzelheiten der Session interessiert, hier gehts zum Blogeintrag: http://www.spaceimages.de/blog/sh2-232
http://www.astrobin.com/281938/