Seite 1 von 1

Orion Widefield - im Lichtsumpf von Wiener Neustadt

Verfasst: 15.02.2017, 08:13
von Rev.Antun
Grüß Euch!

Na endlich kann man wieder auf die Photonenjagt gehen :mrgreen:

Hab mal vom Balkon aus - zum fortfahren war ich nach der Arbeit ehrlich gesagt schon zu faul :cry: - Orion in Angriff genommen, solang er no da ist :D

Mit dem 35mm Objektiv bin ich gestartet, und nach 12sec Belichtung bei ISO 800. Sind solche Aufnahmen trotz allem DSS tauglich :roll:

Mir wär es ja egal wenn die Lichtverschmutzung drauf ist, eben gerade deshalb - sozusagen als "so schauts aus" - würd dann sogar noch die umliegenden Häuser dazunehmen um das ganze noch anschaulicher zu machen.

OHNE Filter natürlich :wink:

Sind da Darks dann trotz allem erforderlich?

Bild

Re: Orion Widefield - im Lichtsumpf von Wiener Neustadt

Verfasst: 15.02.2017, 16:21
von Tramal
ich würd sagen es kommt immer drauf an worauf du hinaus willst..

die Häuser als Kontext könnt ich mir gut vorstellen
dann wird's aber mit Stacken mehr Aufwand - weil du müsstest wohl den Horizont/Häuser ausschneiden und nachher wieder zusammensetzen
außerdem ziehen die Sterne schon leicht - d.h. eventuell auf 1600 ISO gehen und dafür stacken?

Re: Orion Widefield - im Lichtsumpf von Wiener Neustadt

Verfasst: 15.02.2017, 20:37
von iamsiggi
Rev.Antun hat geschrieben: Mit dem 35mm Objektiv bin ich gestartet, und nach 12sec Belichtung bei ISO 800. Sind solche Aufnahmen trotz allem DSS tauglich :roll:
Du hast doch einen Nachführung ? - Ich würde mit ISO runter und dafür länger belichten. Aufs Histogramm (Hintergrundpeak) schaun, dass es nicht wesentlich über 30% hinausgeht, denn sonst vergibt man zum hellen hin ja viel Dynamik.
Rev.Antun hat geschrieben: Sind da Darks dann trotz allem erforderlich?
Das geht ja bei so kurzen Belichtungen ja ruck zuck ...... die 10 sind ja schnell gemacht!

Und aus solchen Bildern kann man sicher einiges rausholen.

Hier hab ich mal ein paar Roh (OOC JPG) als Test hinterlegt....... dann hast Du einen Eindruck wie bei mir ein Bildchen aussieht vor bearbeiten (natürlich dann aus RAW - aber das nimmt ja Flickr nicht):
https://flic.kr/s/aHskU6P4xa

Siegfried

Re: Orion Widefield - im Lichtsumpf von Wiener Neustadt

Verfasst: 16.02.2017, 08:42
von Rev.Antun
Danke schon mal!

Hab gestern mit dem Bild des Tages Schöpfer geplaudert - der hat mit ISO 6400 gearbeitet - aber bei weit weniger "Lichtverschmutzung"

->> http://www.astrobin.com/282547/#c170876

Re: Orion Widefield - im Lichtsumpf von Wiener Neustadt

Verfasst: 17.02.2017, 14:08
von iamsiggi
Rev.Antun hat geschrieben:Danke schon mal!

Hab gestern mit dem Bild des Tages Schöpfer geplaudert - der hat mit ISO 6400 gearbeitet - aber bei weit weniger "Lichtverschmutzung"
Die Frage ist halt, ob Dir das jetzt weiterhilft....

Du hast einen bestimmten Himmel und mit dem musst Du vorlieb nehmen. Bei Belichtungen im Sekunden Bereich wirst Du gerade mal die wirklich hellen Teile des Orion Nebel drauf haben, der Rest ist einfach (bis auf die Sterne) nicht da, weil er im Hintergrund untergeht.

Natürlich kannst Du ISO heute relativ gnadenlos hinaufdrehen, aber die Objekte verschwinden dann halt mehr und mehr im Rauschen und du musst wegen des hellen Hintergrunds der Lichtverschmutzung dann wieder die Belichtungszeit zurücknehmen.

Irgendwann hilft es auch nicht 60 oder mehr ultrakurzbelichtete Bilder zu stacken, wo nichts oder so gut wie nichts ist, ist halt nichts. Noch dazu gerade am Anfang der Bildbearbeitung erschwert ein schlechtes Ausgangsmaterial so extrem, dass man nie auf einen grünen Zweig kommt.

Nimmst du einen Filter, dann sieht das zwar wohl besser aus, was Hintergrund betrifft, aber wenn man dann mal kritischer ist, was Farben betrifft bekommt man ein Problem mit dem "Weißabgleich". Denn da fehlen einfach einige Spektrale Bereiche.

Ich nehme mal an, du willst sowas herausbekommen: (ist auch mit dem Normalobjektiv ohne modifizierte Kamera)
http://astrob.in/279191/0/

Dann wird dir wohl oder übel nichts übrigbleiben als es außerhalb der starken Lichtverschmutzung mit Nachführung zu versuchen. Bei Lichtstarken Objektiv solltest du dann schon mal auf 1-2 Minuten Belichtungszeit pro Bild kommen. Das ist dann die Ausgangsbasis.

Wie Du wohl schon mitbekommen hast, ist es alles sehr komplex. Man kann herum tüfteln, die technischen Unzulänglichkeiten mit technischen Mitteln erschlagen zu wollen, aber ob man da am Weg dahin auch nur ein brauchbares Bild bekommt würde ich mal bezweifeln.
Und meiner Meinung nach braucht man zumindest etwas, wo man sieht, dass es weiter nach oben geht und was ist dazu besser geeignet, als zu sehen, wie sich seine Astrofotos verbessern.

Von daher einfach mein Rat: Mal die Basic's angehen: Einnorden, Scharfstellen, Nachführung hinbekommen und Bilder machen.
Da gibt es genügend Probleme zu lösen und Erfahrungen zu sammeln, bis alles funktioniert, aber mit den ersten richtig belichteten Bildern (Scharf, runde Sterne und der Hintergrund bei ca 20-30% vom schwarzen Bereiche weg) kann man sich mit der EBV beschäftigen.

Man sagt zwar gerne: "Der Weg ist das Ziel" Ist aber Blödsinn: Denn das Ziel ist das Ziel! ...und in diesem Fall: einigermaßen herzeigbare Bilder zu bekommen.
Heißt aber nicht, dass man die kleinen Erfolge am Weg nicht genießen sollte, denn die treiben einem vorwärts...

Soviel aus meiner Sicht nach 2,5 Jahren Astrofotografie.

Siegfried

Re: Orion Widefield - im Lichtsumpf von Wiener Neustadt

Verfasst: 17.02.2017, 14:35
von Rev.Antun
iamsiggi hat geschrieben: Ich nehme mal an, du willst sowas herausbekommen: (ist auch mit dem Normalobjektiv ohne modifizierte Kamera)
http://astrob.in/279191/0/

Dann wird dir wohl oder übel nichts übrigbleiben als es außerhalb der starken Lichtverschmutzung mit Nachführung zu versuchen. Bei Lichtstarken Objektiv solltest du dann schon mal auf 1-2 Minuten Belichtungszeit pro Bild kommen. Das ist dann die Ausgangsbasis.
Nein, sondern eben soweit geht den Sternenhimmel und soweit möglich die Stadt/Häuser im unteren Teil des Bildes. Brennweite max 35mm - ich weis ned einfach. Und in dem Fall geht es mir wirklich darum die Lichtverschmutzung auch auf dem Bild zu haben - eben deshalb. Ansonsten brauch ich das Zeugs eh nicht.
iamsiggi hat geschrieben: Mal die Basic's angehen: Einnorden, Scharfstellen, Nachführung hinbekommen und Bilder machen.
Da gibt es genügend Probleme zu lösen und Erfahrungen zu sammeln, bis alles funktioniert
Da hast du recht, ich kann mich noch gut erinnern wie ich herumgerätselt hab wie verdammt stellen die eigentlich ihre Optik scharf? Nun nachgefragt, und siehe da - kein Problem mehr damit gehabt;)

Das Einnorden - ohne Hilfsmittel war schon grundsätzlich eh kein Problem, hab am Anfag halt nur ein "bissale" länger gebraucht dafür. Belichtungen mit 15min+ waren schon voriges Jahr kein Problem mehr ...

Jetzt wart ich nur mehr auf ein besseres Wetter, seit letztem Jahr ...

Danke für deine Unterstützung.