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M106 & NGC 4217
Verfasst: 07.04.2017, 09:47
von dreambaker
Hallo Leute!
Hier mal mein Versuch über M106 und Co. von einem extrem dunklen Platz im Waldviertel (Wiesmaden)....
Daten: 37 x 300s, ISO 800, Bias, Flats
Newton 200/1000, AZ-EQ6, Canon 60Da, MGEN Autoguider...
EBV: Pixinsight, Photoshop
Ich hab dazu 2 Fragen:
1.) Sieht jemand die Verkippung rechts unten (Sterne sind Eier, im Rest des Bildes aber ok). Hat diese Verkippung auch mit den Doppelspikes NUR bei den unteren Spikes zu tun??
Hat das auch schon jemand gehabt?
2.) Ich will den Hintergrund dunkler machen, wenn ich den linken Histo-Regler nach rechts ziehe, fängt es auf einmal zu rauschen an.
Ich schaff es weder im PI noch in PS dieses Rauschen sinnvoll zu bekämpfen....Gibts da ein Heilmittel???

Re: M106 & NGC 4217
Verfasst: 07.04.2017, 09:50
von dreambaker
Ach ja. Ich bin da Bernhard aus dem W4

Re: M106 & NGC 4217
Verfasst: 07.04.2017, 10:35
von HHV
Servus!
Bei Verkippung kann ich nicht helfen, habe wohl selber das Problem - aber wenn schon nicht Histogramm - probier' doch mal die Gradiationskurve.
Evtl. einen Hauch zuviel Rot/Gelb in den Galaxien, aber ansonsten feine Details und ein schönes Feld.
LG,
Michael S.
Re: M106 & NGC 4217
Verfasst: 07.04.2017, 11:39
von Nabucco
Hallo Bernhard,
schöne Aufnahme, aber die Farbbalance ist etwas zu gelblich. Wenn Du im PI die Colour Calibtation machst, dann wird es von den Farben
natürlicher. Zumindest habe ich das an Deinem JPG gesehen. Wenn Du dann noch etwas mit der LocalHistogramEquilization spielst
bekommst Du noch etwas mehr Struktur in die Galaxis.
Ich sehe bei Deinem Bild eine Verkippung von Oben nach Unten (um die horizontale Achse).
Es habe beide untere Ecken "Eiersterne", die Oberen sind Rund.
Und verbreiterte Spikes haben alle Deine Sterne, nur bei den hellen kast Du sie in einen Doppelspike auflösen. Das kommt aber nicht
von einer Verkippung.
Aber trotzdem schönes Bild.
LG Klaus
Re: M106 & NGC 4217
Verfasst: 07.04.2017, 11:40
von Santa_Claus
Hallo Bernhard,
eine Variante für den Hintergrund in PS:
> mit der Pipette bei min. 31 Pixel Radius Farbe des Hintergrundes aufnehmen
> leere Ebene einfügen
> Ebene mit dieser Farbe füllen
> Ebenenoption von normal auf Differenz setzen
> mit dem Regler für die Deckkraft nachjustieren
Zum Bild ansich muss ich mich Michael anschliessen, top, aber etwas zu warmer Farbton, zumindest am Eizo und auf meinem Handy.
Eventuell mit Lichter/Tiefenmaske mit Histo-Ebene z.B. Blaukanal den Lichterregler ziehen.
Ich brauch definitiv mehr Brennweite

.
Grüße,
Claus
Re: M106 & NGC 4217
Verfasst: 07.04.2017, 13:57
von tommy_nawratil
hallo Bernhard,
sehr schöne und tiefe Aufnahme der M106 und Begleiter, super Details hast du auch drin! Bravo!
Die Farbe finde ich auch zu warm getönt, da würd ich nachregulieren.
Der Aussenbereich der M106 ist nautral bis eher bläulich, wie Spiralarme auch.
Rauschen: Normal wird das Rauschen stärker, wenn man den Hintergrund heller macht,
aber nicht wenn man ihn dunkler macht...??? Insofern weiss ich nicht was du meinst.
Verkippen: Es handelt sich mit ziemlicher Sicherheit nicht um Verkippung des Chips,
sondern um ein Justageproblem. Dazu zieh dir mal die systematische Anleitung rein,
welche ich speziell für Photonewtons gemacht habe - wie man die Abbildung im Feld hinbekommt:
https://teleskop-austria.at/information ... Primer.pdf
lg Tommy
Re: M106 & NGC 4217
Verfasst: 07.04.2017, 15:12
von klausbaerbel
Hallo Bernhard,
Ich habe festgestellt, daß alle EOS mit dem Chip rechts unten eine ganz leichte Verkippung haben.
Das sieht man besonders gut bei Objektiven und offener Blende.
Deine Verkippung schaut mir dafür aber etwas zu stark aus.
Dreh doch mal bei Testaufnahmen die Kamera um OAZ und guck, ob die Verkippung mitwandert.
Dann kannst Du das etwas eingrenzen.
Liebe Grüße
Heiko
Re: M106 & NGC 4217
Verfasst: 08.04.2017, 08:57
von markusblauensteiner
Hallo Bernhard,
an erster Stelle muss unbedingt das Lob stehen - das Bild gefällt mir ausgezeichnet!
Vielleicht ist es, wie schon angesprochen, ein bisschen zu gelb, aber es waren ja auch warme Tage..
Dein erster Test könnte sei, die Kamera im OAZ zu drehen - dreht sich der Fehler mit, sitzt das Problem hinter dem OAZ. Bleibt er, liegt das Problem davor und Tommy hat recht.
LG, Markus
Re: M106 & NGC 4217
Verfasst: 13.04.2017, 15:20
von dreambaker
Ich danke euch allen für die Ideen und Tipps! Das mit der Verkippung werde ich mir genauestens anschaun.
@Tommy: Hab mir mal dein Skriptum über die Justage durchgelesen und werde so bald wie möglich den Newton danach checken.
Jetzt hoff ma auf besseres Wetter, Freunde!
LG, Bernhard