Beobachtungsbericht vom 20. November 2009
Verfasst: 23.11.2009, 21:56
Wenn das letzte Mal auch schon wieder fast zwei Monate her war, war es wieder die gleiche Prozedur. Es war wieder mal Freitag und es war wieder mal unser öffentlicher Tag auf dem Hochbärneck. Meinen Aufruf am Wochenanfang folgten E-Mails, SMS und Anrufe. Obwohl, am Freitag wäre alles beinahe noch abgesagt worden, da es bis zum Abend ordentlich herumzog.
Kurz nach ½ 8 war ich auf der Alm und um es gleich mal vorwegzunehmen, das Seeing war, um es mit den Worten des breiten Volkes auszudrücken, schlicht und ergreifend Scheiße. Jupiter sah aus, als hätte ihn ein ahnungsloser Künstler hin gemalt, ohne Farbe, ohne Details. Io und Ganymed, welche kurz vor einer Bedeckung, links von ihm standen, sahen aus wie die beiden Schatten bei „Lilly Marlen“. Europa und Kallisto standen rechts von ihm. Die Sterne waren nicht Punkte sondern Kleckse. Auch wenn sich das Seeing im Laufe der Nacht leicht besserte, gebe ich diesmal nur eine 3, gelegentlich eine 2. Auf Jupiter waren später tatsächlich Wolkenbänder zu erkennen und die beiden, schon sehr nahe zusammen stehenden Monden sahen zeitweise aus wie Nadelstiche. Kurz vor deren Untergang konnte ich aber nicht erkennen, ob die Bedeckung schon begonnen hatte oder nicht. Auch die Plejaden glichen eher Tupfen auf einem nicht allzu dunklen Hintergrund. Schuld war der Föhn, gepaart mit leichten Hochnebel. Wir hatten im Laufe der Nacht +13° - +10°. Als ich rauffuhr zeigte es mir unten in Scheibbs +4° an, dazu war es leicht windig. Die Durchsicht war nicht so schlecht. Die Milchstraße zog sich detailreich von Ost nach West und indirekt konnte man Sterne etwas schwächer als 6 mag. erkennen.
Jetzt muß man schon fast denken, ich wäre allein auf der Alm gewesen, war ich natürlich nicht. Mit von der Partie waren Kurt, Roman, Gerald, Franz und Wolfgang. Franz hatte kein Gerät mit und war damit unser einziger Gastspechtler und Wolfgang probierte eine Kamera aus, wofür der Pferdekopfnebel herhalten mußte.
Die Lust, mir etwas Neues zu suchen ist mir aber auf jeden Fall vergangen und so machten die üblichen Verdächtigen wieder Mal die Runde. Obwohl, als ich mir h&chi suchte, fiel mir im Sucher ein verwaschener Fleck auf, welchen ich als Tr 2 identifizierte. Die Andromeda Galaxie, samt Begleiter, durfte natürlich auch nicht fehlen. In Kurtls neuen APO waren auch zwei Staubbänder erkennbar. Mirachs Geist gehört für mich auch schon fast zum Standard, genauso wie M 33. Dann machte mich Mira neugierig, die hat ja nächstes Monat wieder mal ihr Maximum. Aber auch sie war eher ein roter Farbklecks als ein roter Punkt. M 1 kam später, dank hoher Stellung am Himmel, ganz gut rüber, ebenso NGC 7331 im Pegasus, den ich beim letzten Mal schon verbissen gesucht hatte. Kurt hatte schließlich M 74 im Visier, ehe sich alle auf den großen Orionnebel stürzte. Bei längerer Betrachtung zeigten sich viele Details in M 42, M 43 und den drei NGC Objekten. Gelegentlich blitzte auch Komponente F im Trapez auf. Wesentlich schwächer, aber auch schön anzusehen war M 78. Tief im Süden suchte ich mir M 79, einen Kugelhaufen im Hasen. Nicht gefunden hab ich R – Lepus. Entweder lag es am schlechten Seeing oder er hat gerade sein Minimum an Helligkeit. Weiß jemand, wie hell der zur Zeit ist? Nicht gefunden hab ich auch NGC 1535 im Eridanus, aber für den hab ich ja noch den ganzen Winter Zeit. Leicht zu finden war dafür Omikron Eridani mit seinen weißen Zwerg als Begleiter. Schöne Doppelsterne sind auch Alamak in der Andromeda, mit ihren blauen Begleiter und Kastor in den Zwillingen, ein schönes Dreifachsystem.
Endlich stieg der Mars über den Horizont, aber noch waren da noch keine Einzelheiten zu erkennen. Ich holte mir als nächstes die Krippe ins Okular und Gerald suchte ganz verbissen NGC 7662, den blue Snowball. Warum der so heißt, konnte ich mir durch Kurt´s APO ansehen, der ihn dank Goto schneller hatte, eine schöne blaue Scheibe. Aber auch Gerald war schließlich erfolgreich.
Den Abschluß bildete allgemein der rote Planet. Wenn man ihn länger betrachtete, war auch die Polkappe und einige Farbunterschiede auszumachen. Um 4tel nach 1 packten wir zusammen und fuhren nach Hause.
Alles in allem war es schön wieder mal über den Himmel zu wandern und hoffe, dass die Bedingungen beim nächsten Mal wieder besser sind.
Benutzte Geräte:
Kurt hatte seinen neuen Triplet APO im Gepäck mit 152 mm Öffnung und 1200 mm Brennweite.
Gerald schaute mit seinem Dublett APO mit 120 mm Öffnung und 900 mm Brennweite
Roman schaute mit seinem Dobso mit 300 mm Öffnung und 1500 mm Brennweite
Ich hatte meinen Fh 102 mit 1000 mm Brennweite aufgebaut
Kurz nach ½ 8 war ich auf der Alm und um es gleich mal vorwegzunehmen, das Seeing war, um es mit den Worten des breiten Volkes auszudrücken, schlicht und ergreifend Scheiße. Jupiter sah aus, als hätte ihn ein ahnungsloser Künstler hin gemalt, ohne Farbe, ohne Details. Io und Ganymed, welche kurz vor einer Bedeckung, links von ihm standen, sahen aus wie die beiden Schatten bei „Lilly Marlen“. Europa und Kallisto standen rechts von ihm. Die Sterne waren nicht Punkte sondern Kleckse. Auch wenn sich das Seeing im Laufe der Nacht leicht besserte, gebe ich diesmal nur eine 3, gelegentlich eine 2. Auf Jupiter waren später tatsächlich Wolkenbänder zu erkennen und die beiden, schon sehr nahe zusammen stehenden Monden sahen zeitweise aus wie Nadelstiche. Kurz vor deren Untergang konnte ich aber nicht erkennen, ob die Bedeckung schon begonnen hatte oder nicht. Auch die Plejaden glichen eher Tupfen auf einem nicht allzu dunklen Hintergrund. Schuld war der Föhn, gepaart mit leichten Hochnebel. Wir hatten im Laufe der Nacht +13° - +10°. Als ich rauffuhr zeigte es mir unten in Scheibbs +4° an, dazu war es leicht windig. Die Durchsicht war nicht so schlecht. Die Milchstraße zog sich detailreich von Ost nach West und indirekt konnte man Sterne etwas schwächer als 6 mag. erkennen.
Jetzt muß man schon fast denken, ich wäre allein auf der Alm gewesen, war ich natürlich nicht. Mit von der Partie waren Kurt, Roman, Gerald, Franz und Wolfgang. Franz hatte kein Gerät mit und war damit unser einziger Gastspechtler und Wolfgang probierte eine Kamera aus, wofür der Pferdekopfnebel herhalten mußte.
Die Lust, mir etwas Neues zu suchen ist mir aber auf jeden Fall vergangen und so machten die üblichen Verdächtigen wieder Mal die Runde. Obwohl, als ich mir h&chi suchte, fiel mir im Sucher ein verwaschener Fleck auf, welchen ich als Tr 2 identifizierte. Die Andromeda Galaxie, samt Begleiter, durfte natürlich auch nicht fehlen. In Kurtls neuen APO waren auch zwei Staubbänder erkennbar. Mirachs Geist gehört für mich auch schon fast zum Standard, genauso wie M 33. Dann machte mich Mira neugierig, die hat ja nächstes Monat wieder mal ihr Maximum. Aber auch sie war eher ein roter Farbklecks als ein roter Punkt. M 1 kam später, dank hoher Stellung am Himmel, ganz gut rüber, ebenso NGC 7331 im Pegasus, den ich beim letzten Mal schon verbissen gesucht hatte. Kurt hatte schließlich M 74 im Visier, ehe sich alle auf den großen Orionnebel stürzte. Bei längerer Betrachtung zeigten sich viele Details in M 42, M 43 und den drei NGC Objekten. Gelegentlich blitzte auch Komponente F im Trapez auf. Wesentlich schwächer, aber auch schön anzusehen war M 78. Tief im Süden suchte ich mir M 79, einen Kugelhaufen im Hasen. Nicht gefunden hab ich R – Lepus. Entweder lag es am schlechten Seeing oder er hat gerade sein Minimum an Helligkeit. Weiß jemand, wie hell der zur Zeit ist? Nicht gefunden hab ich auch NGC 1535 im Eridanus, aber für den hab ich ja noch den ganzen Winter Zeit. Leicht zu finden war dafür Omikron Eridani mit seinen weißen Zwerg als Begleiter. Schöne Doppelsterne sind auch Alamak in der Andromeda, mit ihren blauen Begleiter und Kastor in den Zwillingen, ein schönes Dreifachsystem.
Endlich stieg der Mars über den Horizont, aber noch waren da noch keine Einzelheiten zu erkennen. Ich holte mir als nächstes die Krippe ins Okular und Gerald suchte ganz verbissen NGC 7662, den blue Snowball. Warum der so heißt, konnte ich mir durch Kurt´s APO ansehen, der ihn dank Goto schneller hatte, eine schöne blaue Scheibe. Aber auch Gerald war schließlich erfolgreich.
Den Abschluß bildete allgemein der rote Planet. Wenn man ihn länger betrachtete, war auch die Polkappe und einige Farbunterschiede auszumachen. Um 4tel nach 1 packten wir zusammen und fuhren nach Hause.
Alles in allem war es schön wieder mal über den Himmel zu wandern und hoffe, dass die Bedingungen beim nächsten Mal wieder besser sind.
Benutzte Geräte:
Kurt hatte seinen neuen Triplet APO im Gepäck mit 152 mm Öffnung und 1200 mm Brennweite.
Gerald schaute mit seinem Dublett APO mit 120 mm Öffnung und 900 mm Brennweite
Roman schaute mit seinem Dobso mit 300 mm Öffnung und 1500 mm Brennweite
Ich hatte meinen Fh 102 mit 1000 mm Brennweite aufgebaut