Test mit der großen Tüte
Verfasst: 10.04.2010, 17:02
Hallo Leute!
Momentan lieg ich etwas im Streit mit meinem Equipment. Am Dienstag um 18:30 aus meinem Niederösterreichurlaub zurückgekert, wars unüblich schön. Also stand ich um 21:30 im Garten und probierte M51 mit dem 8". Leider liess mich das Dithern im Stich (bis auf die erste Aufnahme, wo ich dabeiblieb, da hats funktioniert). Aufnahmen für die Tonne. Mittwoch wars auch schön, also entschloss ich mich trotz Schlafmangel, endlich mal wieder meinen 13"f4,5 abzustauben und nach Ellbögen raufzufahren (der erste Einsatz seit August 2008!!). Nach der Fertigstellung meines OAG wollte ich auch mal Autoguiding mit dem Großen testen. 1750mm Brennweite in dieser Konfiguration sind aber kein Spass, habe ich feststellen müssen. Beim Kalibrieren für M51 machte es zing - und der Leitstern war weg, ich musste die Korrekturgeschwindigkeit beim Mgen auf 0,05 herunterregeln. Da der Paracorr die Brennebene um 20mm herauslegt und der OAG ja extra kurz ist, brauche ich auf meinem Gewindefokussierer eine 70mm-Verlängerung, und da hängt dann ein ziemlicher Hebel dran. Außerdem leidet der Bauer gegenüber an akutem Verfolgungswahn, er hat nämlich einen 350W-Halogenstrahler am Balkon montiert, der seinen Hof ausleuchtet und genau zu mir strahlt, seitdem irgendwer das Gestrüpp dazwischen gerodet hat. Der Strahler hat keinen Bewegungssensor, sondern tatsächlich eine Intervallschaltung und geht alle 5 Minuten für 5 Minuten an
. Jedenfalls hab ich mir beim Leitsternsuchen den zuvor eingestellten Fokus deftig verstellt und bin auch noch unter der Aufnahme mit meinen empfindlicheren Teilen gegen das Gegengewicht gerannt, weil ich das wegen der Blendung durch den Halogenstrahler nicht gesehen habe (Schnapsidee, wer streicht eigentlich Gegengewichte schwarz an). Die Guidinggrafik sah aus wie das EKG eines Herzkranken, und der leichte Wind tat sein Übriges, damit ich mit 14 unscharfen und etwas verwackelten M51-Aufnahmen um 1 heimfuhr. Ich muss da doch mal mit Leitrohr probieren, das mit dem OAG ist ziemlich nervig. Das, was von der Aufnahme noch zu retten war, gibts auf der Galerie: http://www.heiligkreuz.at/astro/galerie ... m=30&pos=3
LG
Martin
Momentan lieg ich etwas im Streit mit meinem Equipment. Am Dienstag um 18:30 aus meinem Niederösterreichurlaub zurückgekert, wars unüblich schön. Also stand ich um 21:30 im Garten und probierte M51 mit dem 8". Leider liess mich das Dithern im Stich (bis auf die erste Aufnahme, wo ich dabeiblieb, da hats funktioniert). Aufnahmen für die Tonne. Mittwoch wars auch schön, also entschloss ich mich trotz Schlafmangel, endlich mal wieder meinen 13"f4,5 abzustauben und nach Ellbögen raufzufahren (der erste Einsatz seit August 2008!!). Nach der Fertigstellung meines OAG wollte ich auch mal Autoguiding mit dem Großen testen. 1750mm Brennweite in dieser Konfiguration sind aber kein Spass, habe ich feststellen müssen. Beim Kalibrieren für M51 machte es zing - und der Leitstern war weg, ich musste die Korrekturgeschwindigkeit beim Mgen auf 0,05 herunterregeln. Da der Paracorr die Brennebene um 20mm herauslegt und der OAG ja extra kurz ist, brauche ich auf meinem Gewindefokussierer eine 70mm-Verlängerung, und da hängt dann ein ziemlicher Hebel dran. Außerdem leidet der Bauer gegenüber an akutem Verfolgungswahn, er hat nämlich einen 350W-Halogenstrahler am Balkon montiert, der seinen Hof ausleuchtet und genau zu mir strahlt, seitdem irgendwer das Gestrüpp dazwischen gerodet hat. Der Strahler hat keinen Bewegungssensor, sondern tatsächlich eine Intervallschaltung und geht alle 5 Minuten für 5 Minuten an
LG
Martin