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M56 - ein Sternhaufen in einem Haufen Sterne

Verfasst: 09.08.2010, 01:31
von tommy_nawratil
hallo beinander,

nach den Nebelfetzen ist heute ein Kugelsternhaufen aus der Pipeline gekugelt. Diesmal habe ich Sättigung und Bearbeitungsagressivität etwas zurückgenommen, trotzdem man sieht vor lauter Sternen den Haufen kaum: So heftig gehts eben zu in der Milchstrasse.

Daten: 10" Newton auf EQ6Pro, Canon 450da 40x3,5 Minuten ohne Filter, Synta Komakorr, MGEN am Leitrohr zum Guiden, Bearbeitung in DSS und PS.

Bild

grösser:
http://lh3.ggpht.com/_BEYVUto1COg/TF85o ... 12_10N.jpg

Für EInsteiger: Der Kugelsternhaufen M56 befindet sich im Sternbild Leier, auf etwa halbem Weg zwischen den "Füssen" der Leier und dem Doppelstern Albireo im Schwan. Er befindet sich in etwa 33000 Lichtjahren Entfernung, wir sehen ihn also durch die Scheibe der Milchstrasse hindurch. Dadurch, und weil er von der Scheibenmaterie etwas verdunkelt wird, zählt er nicht zu den ganz spektakulären Objekten, kann aber in mittelgrossen Instrumenten bereits zum Teil in Sterne aufgelöst werden. Er ist ein durchaus lohnendes Beobachtungsobjekt in der Sommermilchstrasse.

lg Tommy

Verfasst: 09.08.2010, 08:38
von martinhelm
Hallo Tommy
Schönes Bild! Dein Arbeitstempo macht einen fast nervös :))
lg
martin

Verfasst: 09.08.2010, 08:44
von Josef
Hallo Tommy,

kann mich Martin nur anschließen, schläfst Du auch noch irgendwann? :lol:

Verfasst: 09.08.2010, 09:12
von starhopper62
Hallo Tommy,

konntest du gestern doch das Wolkenloch nützen!

Schönes Ergebnis, aber du kennst mich ja, deswegen kleiner Denkanstoss, mit Flats hättest du die Aufhellung in der Bildmitte ausgeglichen :wink:

Verfasst: 09.08.2010, 12:36
von tommy_nawratil
hallo Dieter und alle,

aber die Aufhellung in der Mitte ist doch der Sternhaufen... ;-)

Danke für eure netten Rückmeldungen! Das Foto habe ich gestern so nebenbei "entwickelt", es wurde am 12.Juli aufgenommen, damals war keine Zeit zum Bearbeiten. Gestern abend hatte ich gegen Fotografieren entschieden und war mit meinem 14" Gassi bis es diesig wurde, der musste auch mal raus :-) Ich brauch das Licht auch live auf meiner Netzhaut.

Zum Flatten: Mit einer kleinen Hilfsebene, einer extremst aufgezogenen Tonwertkorrektur, kann ich mir die Ungleichmässigkeiten im Hintergrund sehr gut sichtbar machen, das Flatten und Gradienten beseitigen mit meiner neuen Methode dauert so nur ein paar Minuten. Die LE-Folie vom Gerd Neumann ist aber schon auf der Bestell-Liste und dann wird fleissig verglichen werden. Ich bin überzeugt dass mit echten Flats sehr gute Ergebnisse erzielt werden, dann habe ich eben eine gute Methode gegen Gradienten gefunden.

lg Tommy

Verfasst: 09.08.2010, 16:28
von Alrukaba
Servus Tom!

Ich kann mich den anderen nur anschließen, einfach toll

Alex