Hallo Bruno,
wenn alle schön sachlich schreiben würden wär das ganze viel einfacher, aber ich versuchs mal:
Wir sind ja auch hier bei den AMATEURastronomen Wink
Wenn dich das so stört, solltest vielleicht mit der NASA oder ESA kommunizieren und nicht mit uns "Amateuren"....
Auch Amateure profitieren vom Wissen der Profis. Es ist sehr viel einfacher sich durch die schön dargestellten Papers der Profis zu informieren als sich durch 100 verschiedene Aussgen in Foren zu quälen und Halbwahrheiten filtern zu müssen.
Es stimmt schon was du sagst. Rechnerisch kommt 2MP heraus - praktisch werden dennoch am PC 4MP im fits Format abgespeichert.
Wenn ich meinen KAF8300 2x2 binne (war ich nie mehr tue weils nix bringt) wird bei mir ein 2MP Bild abgespeichert. ein 4MP bild wäre 1x2 Binning.
Vielleicht möchte ich ja nur meine Belichtungszeiten etwas kürzer halten, oder einfach nur die richtige Pixelscale für das vorherrschende Seeing wählen und nicht 15 Teleskope mitnehmen.
Das möchte ich so mal nicht dastehen lassen, weil ein Anpassen der Pixelscale mit Binning eigentlich keinen Sinn macht, denn hier lieferst du ja schon die Antwort in dem du Mischa zietierst:
Ein 2x2-gebinnter Pixel hat zwar die 4-fache Fläche, aber er registriert nicht mehr Fluss als 4 ungebinnte Pixel. Der einzige Unterschied besteht in der Tatsache, dass das Ausleserauschen in dem gebinnten Pixel halb so hoch ist wie das zusammengenommene Ausleserauschen der 4 ungebinnten Pixel. Dies bedeutet, dass eine gebinnte Aufnahme schneller hintergrundlimitiert wird, was aber nur unter sehr dunklem Himmelshintergrund effektiv einen Unterschied bedeutet. Sind sowohl die gebinnte als auch die ungebinnte Aufnahmen hintergrundlimitiert, so findet sich bei nachträglichem Software-binning des ungebinnten Bildes kein Unterschied zwischen den beiden.
Was an dem Absatz ist unklar? Die Definition für Hintergrundlimitiert liefert Mischa dir auch. Ich kann dir garantieren dass eine CCD Aufnahme bei unserem Österreichischen Landhimmel spätestens nach 180-300 Sekunden hintergrundlimitiert ist. Wozu binning? Wennst es unbedingt haben willst aufgrund des Abbildungsmaßstabes, kannst es nachher immer noch in der Software machen, aber du kannst dir mal die ungebinnten Rohdaten aufnehmen und anschaun, ob nicht doch noch mehr auflösung rauszuholen wäre.
Und sogar das Gegenteil deiner Aussage ist zu lesen - sind gebinnte und ungebinnte Aufnahmen gleichermaßen hintergrundlimitiert, ist nach einem softwaremäßigen 2x2 Binning der 1x1 Aufnahme praktisch kein Unterschied zur 2x2 Binning Aufnahme festzustellen.
Ja warum machts dann einen Sinn weniger Auflösung aufzunehmen? Ich kann softwareseitig alles einstellen...eventuell willman sich ja mal an Deconvolution probieren.
Ich nehme mit der s/w Kamera immer alles im selben Mode auf. Außerdem gewinnt nicht jeder seinen Luminanzkanal mit einem L-Filter......
Über Schmalband sprechen wir hier nicht. Es geht um LRGB. Schmalband braucht wieder extra Betrachtungen, da es z.B. bei einem 7nm Halpha Filter nichtmal nach 30min zu einer Hintergrundlimitierten Aufnahme kommt.
Wenn das Seeing 3 Bogensekunden beträgt - was willst du dann mit einer Pixelscale von 1,3 Bogensekunden pro Pixel im 1x1 Binning anfangen??
Und sag jetzt nicht mehr Auflösung rausholen!!
Doch! Wie machen das Johannes Schedler und Stefan Bienneweis bei Brennweiten jenseits von 4 Metern? Schonmal was von Deconvolution gehört?
Mein Tipp dazu ganz klar - Komm von deinem hohen Roß runter und spar dir deine überheblichen Aussagen uns "Amateurastronomen" gegenüber bzw. denk mal über deine schreib/denkweise nach. So ein Astrogott bist du auch wieder nicht, wenn ich mir deine astrofotografischen Wunderwerke so ansehe....
Immer schön sachlich bleiben. Wir sind hier ja net bei Astronomie.de. Beleidigungen müssen nicht sein.
Was für mich zählt ist Praxis und das, was unterm Strich "sichtbar" an Ergebnis rauskommt und ich kann dir garantieren, daß ich nicht alleine mit so einer Sichtweise dastehe.....
Viele Wege führen zum Ziel, aber wenn jemand nach der Theorie zu Abbildungsmaßstab/Pixelgröße/Brennweite fragt, dann will ich dass dieser jemand sachlich informiert wird, und nicht dass "aber ich mach des so, und des geht irgendwie auch" Aussagen dem präsentiert wird. Schon aus Fairness halber.
Und wenn du uns schon als "Amateure" bezeichnest - Was bist denn dann bitte du???....????....????
Amateur. Hab ich was anderes geschrieben? Ich schrieb oben "nicht mit Amateuren diskutieren" - damit schließe ich mich ein, hab euch ein Paper hochgeladen (wurde das gelesen?), weil ich net durch meine Aussagen eventuell den Inhalt der Sache verfälschen wollte. Mischa Schirmer ist kein Amateur, den darf man zu dem Thema auch heranziehen.
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Hallo Dieter,
Hallo an Alle,
hier eine kleine Anregung meinerseits zur Astrofotografie!
Grundsätzlich würde ich einmal von dem Standpunkt ausgehen, wie weit meine Geldbörse reicht um folgendes zu erreichen:
1. Standort mit dunklem Himmel
2. Equipment um gute Astrofotografie betreiben zu können
3. Wetterbedingungen an meinem Standort
4. Kamerawahl
Also wenn man mal davon ausgeht wie viele klare Nächte wir an unserem Standort haben (z.B. Umgebung Wien waren es vor zwei Jahren an die 35 brauchbaren Nächte) und ich muss sehr lange belichten für ein gutes Ergebnis, summiert sich die Dauer bis zum Endergebnis bei manchen Objekten auf 2 - 3 Jahre.
Ob es dann für den Einzelnen mit seiner Ausdauer und Hartnäckigkeit so weit reicht und das Endergebnis auch dann wirklich so überwältigend ist, steht dann auch noch in Frage, denn es bedarf wieder sehr guter EBV-Kenntisse um auch das Letzte aus der gewonnenen Belichtungszeit herauszuquetschen.
Also ist der Kompromiss von under- oder oversampling mit kompensieren des Seeings eine theoretische Frage aber praktisch muss ich zuerst alles Andere wie oben beschrieben auch miteinbeziehen.
D'accord! Ich hatte den Eindruck dass es in diesem Thread eher um theoretische Betrachtungen geht, daher müssen wir die ganze Bandbreite mit einbeziehen (Im Paper sind alle Einflüsse notiert). Dass Praxis/Geldböse/Theorie/Wetter nicht 2 Paar sondern 4 Paar Schuhe sind, kann glaubich jeder der sich schonmal intensivst damit beschäftigt hat denken.
Meiner Meinung nach müssen wir aus dem uns gegeben das optimale in der kürzesten Zeit heraußholen, und dazu schadet es nicht sich auch die Theorie zu dem Thema zu geben, um zu wissen, welcher Faktor was wie beeinflusst. Dass ich diese Informationen nicht allein aus der Praxis ableiten kann muss uns auch klar werden.
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Hallo Alexander,
Aber eines möchte ich schon sagen zu Daniel !
Wir sind alles Amateure , den wenn ich Profi wäre würde ich damit Geld verdienen.!
Ich habe es schon mal hier geschrieben SW Fotos kann ein jeder machen ! Aber Farbe ins Bild reinzubringen nicht ein jeder , und du Daniel stehst an der großen Leiter leider noch ganz unten.
Bemüh dich in Zukunft mit deinen Aussagen gegenüber aller Kollegen.!!
Das ist sicher hier im Forum nicht ok irgend jemanden pers. anzugreifen.
Man kann und soll auch jedes Thema kritisieren oder Gratulation aussprechen ,aber Deine blöde Art kommt nicht gut an.
Das wir alles Amateure sind steht außer Frage. Wenn dir meine aktuelle Farbgebungstechnik (zu sehen in NGC281 auf meiner Homepage) nicht zusagt kannst du mir gerne per email oder PN oder im dazugehörigen Thread im Forum eine Anmerkung hinterlassen. Kritik wird bei mir ja immer sehr konstruktiv aufgenommen. Was meine "blöde Art" angeht, würde ich das als "ehrlich" bezeichnen, mir gefällts nicht, ich seh Potential, ich schreib es. Keine "mei is des schön", es gibt hier Leute im Forum die schreiben zu jedem Bild "Super" "toll" "Wahnsinn". Brauch ich ehrlich gesagt nicht. Ich will Kritik die mich voranbringt. Du hast früher meine Farben kritisiert, ich hab darauf reagiert (sogar neues Teleskop gekauft) die Bearbeitungstechnik umgestellt....usw...mir hats ja auch nicht gefallen. Jetzt bin ich mit meinen Farben zufrieden. Aber wie gesagt, für Kritik jederzeit offen. Ich stell auch gerne anderen Leute meine Rohdaten zur Verfügung wennsie der Meinung sind da noch viel mehr rausholen zu können. Man lernt ja nicht selten auch voneinander.
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Hallo Werner
Zu Pixel, Auflösung usw. will ich noch anmerken:
Wir hier wollen alle Pretty Pictures machen. In diesem Falle ist die Rechnerei bzgl. der optimalen Pixelgröße zweitrangig.
Ein Pretty Picture ist es dann wenn ich das erreicht habe was ich will. Jeder setzt hier jer andere Maßstäbe. Für mich ist es ein absolutes Kriterium dass ein Stern rund sein sollte (Flattener, Guiding). Damit kämpfe ich schon lange. Aber hier spielt auch der Abbildungsmaßstab eine Rolle. Ein Stern der nur auf einen Pixel fällt ist...ein Pixel, also viereckig. Mag ich nicht. Persönliche Meinung. Jetzt interessiert mich die Theorie wieviel Pixel ich in mein Seeing-Sternscheibchen packen muss damit das Rund dargestellt wird. Ein Theoretischer Weg um für mich zu einem "Pretty Picture" zu kommen. Du willst das große Feld und dir sind die kleinen Sterne nicht so wichtig, dann spielt das für dich natürlich keine Rolle. Für dich noch interessiert ist eventuell die Starlight (Vollformat und 7,4my pixel):
http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... 4-2mm.html
Während der Artikel gut anfängt und das Problem ausreichend beschreibt verwässert sich des bis zum Schluss irgendwie. In meinem Paper ist das viel zutreffender formuliert und der Informationsgehalt ist ungleich höher. Harry Nyquist täte sich im Grab umdrehen wenn er den Artikel lesen würde.
ausnahmsweise hier mal Wikipedia (Nyquist-Shannon-Abtasttheorem):
Das Abtasttheorem besagt, dass ein kontinuierliches, bandbegrenztes Signal, mit einer Minimalfrequenz von 0 Hz und einer Maximalfrequenz fmax, mit einer Frequenz größer als 2 · fmax abgetastet werden muss, damit man aus dem so erhaltenen zeitdiskreten Signal das Ursprungssignal ohne Informationsverlust (aber mit unendlich großem Aufwand) exakt rekonstruieren und (mit endlichem Aufwand) beliebig genau approximieren kann.
Hierzu das Bild aus dem Artikel von Starizone den Werner verlinkt hat:
Eine lineare Interpolation in diesem Fall durczuführen ist natürlich sehr gewagt (entspricht nicht dem Gedanken von Nyquist)...schon klar dass es dann nicht funktioniert. Wenn ich da einen Spline durchlege schaut des ganz anders aus.
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Hallo Bruno (wiedermal)
Ein typischer fall von zu wenig Belichtungszeit und noch verbessserungswürdiger Bildbearbeitung bzw nicht optimaler Aufnahmetechnik aufgrund der Horizontnähe.
Was man aus oversampelten Aufnahmen rausholen kann zeigt dieses Beispiel und alle Astrofotos von Leuten die mit Pixel Scales jenseits von 0,6" arbeiten, siehe zb. Johannes Schedler):
http://www.princeton.edu/~rvdb/images/d ... DLnew.html
Dass dass ziemlich "Advanced" Bildbearbeitungstechniken sind ist mir klar, aber jeder der mit Brennweiten ab 1500mm arbeitet sollte sich darüber Gedanken machen wie er denn nun die Auflösung aus den Bildern rauskitzelt. Was bringts mir wenn ich 2meter Nachführen muss, und dann erstwieder 2x2 Binne und das Bild Auflösungstechnisch gleich aussieht wie jemand der mit 1meter und 1x1 binning aufnimmt? Damit Deconvolution optimal arbeiten kann braucht man übrigends leichtes Oversampling, also mindestens 3 Pixel im Seeing.
Sollte sich jetzt noch jemand beleidigt fühlen darf er mir gerne ne PM schreiben oder am nächsten Teleskoptreffen ein Schnapsal mit trinken, ich bring an guten mit
Viele Grüße
Daniel