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NGC4725
Verfasst: 01.05.2011, 10:04
von Josef
Hallo Leute!
Man war das ein feuchter Tag gestern mit einem mächtigen Gewitter.
Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit wollte ich meine 350da näher kennenlernen.
Das Verstärkerglühen macht mir mächtig Probleme.
Hat da wer einen Tip?
Ich weiß, mit großen FH macht man keine DSLR Fotos, ich mach´s trotzdem!
Zum ersten weil ich einen habe

, und weils Spaß macht!
NGC4725:

8" TMB-FH Refraktor
Canon 350da
18x 5min
DSS/PS
Verfasst: 01.05.2011, 11:26
von AstroPegasus
Hallo Josef!
Sehr viele details in den Galaxien!
Super geworden.
Verstärkerglühen:
- Es ist jetzt keine gute Zeit für DSLR Aufnahmen. Viel zu warm.
- kürzere Belichtungszeit
- EOS 1000 verwenden, bei den neueren Modellen ist das Verstärkerglühen und Rauschen schon sehr viel besser geworden.
- mehr Darks
lg
Günther
Verfasst: 01.05.2011, 11:47
von Josef
Hallo Günther!
Danke für die Tips!
Darks habe ich diesemal 15 genommen, hat nicht unbedingt was gebracht.
Kürzer belichten werde ich mal probieren!
Verfasst: 01.05.2011, 18:31
von prokyon
Hallo Josef,
das ist das wichtigste, Spaß muss es machen! Deshalb bleib nur dran. Gegen das Verstärkerglühen helfen Darks oder bei der Auswahl des Bildausschnittes schon mitbegrücksichtigen und dann einfach wegschneiden. Im Winter bekommt man das leichter in den Griff.
cs
Werner
Verfasst: 05.05.2011, 00:23
von ilkr
Josef hat geschrieben:Darks habe ich diesemal 15 genommen, hat nicht unbedingt was gebracht.
Hallo Josef,
das wundert mich gar nicht. Eigentlich sollten die Darks - ungeachtet deren Anzahl - die Aufhellung durch den Verstärker beseitigen. Mehr Darks reduzieren nur das Rauschen, nicht aber die Aufhellung des Verstärkers oder anderer Inhomogenitäten.
Wenn Du weder Belichtungszeit oder Empfindlichkeit noch Aufnahmerhythmus der Darks verändert hast, kann nur ein Temperatureffekt die Aufhellung erklären. Du hast ja nicht zufällig die Darks bei kälteren Bedingungen aufgenommen?
Bei sehr kalten Bedingungen können Temperaturunterschiede zwischen den Astrobildern und den Darks von bis zu 5°C vernachlässigt werden, bei Temperaturen über 10°C sollte man nicht viel mehr als 2-3° Unterschied haben.
Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass eine kürzere Belichtung hier Abhilfe schafft. Aufgrund welcher physikalischer Erklärung?
Liebe Grüße
Reinhard
Verfasst: 05.05.2011, 12:19
von markusblauensteiner
Hallo,
irgendwo hab ichs schon mal angesprochen:
Im Buch "Digitale Astrofotografie" kommt man zu dem Schluss, dass bei den älteren EOS Modellen ein automatischer Darkabzug (gleich nach der Belichtung) dem Verstärkerglühen besser beikommt als extern aufgenommene. Warum genau, weiß ich nicht.
Bevor ich aber die Hälfte der Belichtungszeit herschenke, schneid ich lieber den Rand weg, das ist auch fix, für mich jedenfalls.
Bei neueren EOS Modellen sieht man kein Verstärkerglühen mehr.
Trotz allem ein schönes Bild, bis auf die blauen Säume, das wissen wir schon. Vor allem die Farbe dieser galaxie find ich schwierig, drum liegt sie auf meiner Platte im Dornröschenschlaf...
LG, Markus