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Wie weit weg...

Verfasst: 27.05.2011, 04:02
von Harald25
darf der Leitstern eigentlich von dem zu fotografierenden Himmelsausschnitt sein, ohne das das guiding in die Hose geht?


Wolte die Atares Region mit meinem 250mm Objektiv knipsen.
Da diese aber sehr tief steht, wollte ich mir ein gewabbere ersparen und habe mit dem 80/600 auf Rasalhague im Schlangenträger geguidet.

defacto nix geworden. fraglich obs am Mistobjektiv, dem Horizont gewabbere des Aufnahmebereichs oder der Distanz Objekt zu Leitstern lag.

Verfasst: 27.05.2011, 07:00
von Daniel_Guetl
Hallo Harald,

der Leitstern sollte immer möglichst im Bildfeld sein, sonst gibts Bildfelddrehung und andere atmosphärische Refraktion.

Viele Grüße

Daniel

Verfasst: 27.05.2011, 10:52
von BernhardH
also bei aufgesattelter kamera muss man auch sehr auf kamera/leitrohrdrift aufpassen (außer die kamera ist bombenfest am fernrohr direkt drauf)

Siehst aber gleich indem du den leitstern im bildfeld der aufnahme-kamera positionierst

Hängt außerdem von der genauigkeit der pol-einstellung ab. wenn diese perfekt ist dann isses egal wo dein leitstern ist.

Ich denke wenn die poljustage so falsch ist dass ein objekt im kameragesichtsfeld ohne guiding sagen wir in 1min 5" abdriftet und die entfernung vom himmelspol x grad ist dann driftet das aufnahme objekt vom leitstern (das davon y grad entfernt ist) um y/x mal 5"/minute ab.

vielleicht ist das nicht ganz sauber weil wir uns ja auf einer kugeloberfläche bewegen und abhängig von RA position nur der cos/sin(RA) (jenachdem ob der fehler in azimut oder polhöhe ist) in den abdrift eingeht, aber zumindest ist es mit dieser größe beschränkt (weil sin(x)<1) würde ich sagen. oder zumindest wenn man sich am gleichen RA ort befindet stimmts ganz gut. Aber ich bin mir sicher ein diplomierter Physiker mag das gerne nachrechnen :)

LG Bernhard