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NGC 6960

Verfasst: 28.09.2011, 23:17
von ilkr
Hallo an alle,

es hat ein wenig gedauert, bis ich die Zeit - und die notwendigen Außentemperaturen für die Dunkelbilder - gefunden habe, um die Rohdaten vom 28. August zu bearbeiten. Hier das Ergebnis mit meinem Standardequipment.

152/760mm Newton, Canon EOS350Dmod., 26 x 6 min von Nöstach, NÖ.

Bild

Größere Version hier:

http://ilkr.bplaced.net/201108_Autumn/1 ... C6960g.jpg

Die Farbe der Objekte (Sterne, Nebel) hab ich nach dem G0-Stern SAO 70456 abgeglichen, die ist so weit o.k. Der Hintergrund war aber relativ schwierig abzugleichen, weil der Staub vor der Schockfront ziemlich grünlich daherkommt. Wenn man versucht, das zu mäßigen, bekommt der Himmelshintergrund in der Blase wiederum einen ziemlichen Magentastich. Ein Himmelsgradient als Ursache ist auszuschließen, weil Wien im Osten lag und auf einer Vergleichsaufnahme der selbe Farbkontrast aufscheint:

http://ilkr.bplaced.net/200803_Highligh ... 60-95g.jpg

Das rot-grün-Differenzbild der Archivaufnahme zeigt den Farbkontrast vor der Schockfront:

Bild

Hat jemand dazu Ideen?

Grüße
Reinhard

Verfasst: 28.09.2011, 23:50
von derChronostat
Hallo Reinhard,

abgesehen von dem schönen Bild hast du ein paar sehr interessante Infos aufgeworfen mit denen ich mich im Moment auseinander setzen muss aber keine Ahnung davon habe. Hast du Literatur zu den Methoden mittels eines Stern eine Farbkalibrierung vorzunehmen?

Lg, Christian

Verfasst: 29.09.2011, 00:05
von markusblauensteiner
Hallo Reinhard,

ein sehr gelungenes Bild finde ich!

Die grüne Farbe in dem Eck kenne ich auch von anderen Aufnahmen dieses Objekts, müsste also echt sein.

LG, Markus

Verfasst: 29.09.2011, 17:35
von PatrickPinzgau
Hallo Reinhard,

mir gefallen deine Bilder immer sehr gut,du hast sehr feine Sterne,und sie nicht künstlich unterdrückt.
Für meinen Geschmack,würd ich die Sättigung ein wenig anheben,sonst aber ein tolles Bild,daß vorallem im Gesamteindruck überzeugt!

LG und CS

Patrick Hochleitner
_________________
www.photonhunter.at

Verfasst: 29.09.2011, 18:43
von zirl
Hallo Reinhard,

ich schliesse mich dem Urteil der Kollegen gerne an. Eine wunderschöne tiefe und sehr natürliche Version des Sturmvogels.

LG

Bernd

Verfasst: 29.09.2011, 23:32
von Tommy
Hallo Reinhard

Dein Sturmvogel gefällt mir auch sehr gut, feine Sterne und auch farblich gut gelungen.

LG
Thomas

Verfasst: 03.10.2011, 10:37
von starhopper62
Hallo Reinhard,

kann mich mit dem Lob den Kollegen nur anschliessen!
Saubere Arbeit mit einer tollen Sternabbildung und schönen Details in den Nebelregionen!

CS
Dieter

Verfasst: 03.10.2011, 21:36
von ilkr
An alle, denen's gefallen hat, danke für Eure netten Kommentare!

Patrick, Du bist nicht der erste, der mehr Farbe will, vielleicht drück ich bei einer Neubearbeitung noch ein wenig drauf. Ich bin, was Frabe betrifft eimmer etwas zu schüchtern... :oops:

Danke auch an Markus für den Kommentar über die Farbdifferenzen in den Zonen. Dummerweise hab ich auch Bilder in den Händen, die den Grünüberhang dort nicht so deutlich zeigen, daher meine Verunsicherung. Ich denke, da muss ich noch einmal hinterfragen, was da für spektrale Empfindlichkeit im Spiel war, etc...

Christian, ich kann Dir folgende Artikel im Netz referenzieren, die ich allerdings NICHT berücksichtigt habe:

http://astrophoton.com/tips/Farbbalance.pdf und
http://astrophoton.com/tips/B-V_Farbkalibrierung.pdf

Ich selbst nehme single-shot auf, kann also meine Belichtungszeit nicht schon bei der Aufnahme der spektralen Empfindlichkeit der Kanäle anpassen. Außerdem berücksichtige ich nicht den Spektraltyp, der ist nämlich für die Farbe irrelevant! Für mich zählt nur der B-V Farbindex. Ich habe einfach nur, nachdem ich einem sauberen Abgleich des Hintergrundes gemacht habe, die Mitten (den Lichthof) eines etwas helleren Sterns mit einem Farbindex von ca. +0.6m auf neutralgrau gebracht. Mehr ist nicht dahinter... :)

Liebe Grüße
Reinhard

Verfasst: 03.10.2011, 22:23
von prokyon
Hallo Reinhard,

was bei deiner Aufnahme auch wieder gut rauskommt und was ich bei meinen Bearbeitungen oft für einen Gradienten hielt: Der Strumvogle teilt den Himmelshintergrund im Bild in zwei völlig unterschiedliche Bereiche.

Bleib deiner Linie nur treu. Jeder soll seinen Stil haben, sonst wärs ja fad. :wink:

cs

Werner