Saturn mit Skywatcher MN 190
Verfasst: 02.03.2012, 04:54
Hallo!
Eigentlich wollte ich ja noch schnell ein Deepsky-Testfoto machen, nachdem der Mond UND die Wolken so halbwegs weg waren, aber dann kamen schon wieder aus allen Richtungen neue Wolken daher und da das ganze Zeugs schon am Dach stand und ich nicht unverrichteter Dinge wieder abziehen wollte, hab ich kurzfristig umdisponiert:

Aufnahmedaten: Skywatcher Maksutov-Newton 190/1000, ScopiumCam mit 2,5x Barlow, Bearbeitung mit Giotto.
Leider kann es mit dem fantastisch kontrastvollen Eindruck, den ich selbst bei diesen Seeingbedingungen von Saturn durch den MN190 hatte, keinesfalls mithalten. So hab ich diesen Planeten noch nie gesehen! Dieses Teleskop ist im Vergleich mit allem, wo ich bisher durchgeschaut habe, optisch einfach der Wahnsinn. Auch mechanisch wurde der OAZ inzwischen deutlich verbessert und gefällt mir vor allem auch wegen des "getrennten" fotografischen und visuellen Auszugs (also man kann z.B. für Deepsky den eigentlichen Auszug immer auf der Canon-Position festgeklemmt lassen und mit dem visuellen Auszug-im-Auszug das Objekt suchen; danach einfach visueller Auszug ganz rein, Canon draufschnallen, Mikrofokus anpassen und fertig).
Für weitere Beobachtungen, insbesondere Mars hätte ich noch gerne erlegt, war leider aufgrund der sich rapide verschlechternden Wetterbedingungen keine Zeit mehr - wirklich schade.
Also ein Topgerät, da kann man ja nur glücklich sein. ABER, und dieses Aber bricht mir das Herz: Dieser MN ist schlicht und ergreifend zu schwer für die HEQ5. Mein Verstand wusste das schon vorher, aber dem glaubt man ja nix, wenn man "verliebt" ist
Das Gerät mit Rohrschellen und Prismenschiene selbst hat laut Waage ca. 12,5 kg, würde noch Canon + Sucher + Mgen dazukommen -- das ist einfach zu viel. Man hat's sogar schon beim Planetenfotografieren gemerkt, dass das Paar einfach nicht harmoniert -- dieser MN hat sich eine EQ6 oder besser verdient. Fazit: Ich muss das Leihgerät wieder zurückgeben und das fällt mir wirklich nicht leicht!
Übrigens habe ich ein wunderbares neues Aufnahmeprogramm für die Webcam gefunden: SharpCap ( http://sites.google.com/site/rwgastro/sharpcap ) - einfach genial, werd nix Anderes mehr verwenden. Sehr empfehlenswert!
Mit den Stackingprogrammen hab ich nach wie vor kein Glück. Avistack lässt sich unter meinem Windows 7 nicht mal (mehr) ausführen (Fehlermeldung beim Start), Registax stürzt mitten beim Stacken ab und Giotto funktioniert zwar im Prinzip, ist aber für mich sehr umständlich aufgebaut (hält sich an überhaupt keine User Interface-Standards, wirklich mühsam) und viele Dinge, die man brauchen würde, tun einfach nicht (z.B. reinzoomen zum RGB-Ausrichten, häufige Abstürze beim Schärfen). Da fehlt mir irgendwie ein PixInsight-Analogon, also ein Programm, zu dem man in jeder planetaren oder lunaren Situation bedenkenlos greifen kann. Daher kann ich aus Planetenbildern einfach nix rausholen. Es wäre sicher noch mehr in den Rohdaten.
lg,
Martin
Eigentlich wollte ich ja noch schnell ein Deepsky-Testfoto machen, nachdem der Mond UND die Wolken so halbwegs weg waren, aber dann kamen schon wieder aus allen Richtungen neue Wolken daher und da das ganze Zeugs schon am Dach stand und ich nicht unverrichteter Dinge wieder abziehen wollte, hab ich kurzfristig umdisponiert:

Aufnahmedaten: Skywatcher Maksutov-Newton 190/1000, ScopiumCam mit 2,5x Barlow, Bearbeitung mit Giotto.
Leider kann es mit dem fantastisch kontrastvollen Eindruck, den ich selbst bei diesen Seeingbedingungen von Saturn durch den MN190 hatte, keinesfalls mithalten. So hab ich diesen Planeten noch nie gesehen! Dieses Teleskop ist im Vergleich mit allem, wo ich bisher durchgeschaut habe, optisch einfach der Wahnsinn. Auch mechanisch wurde der OAZ inzwischen deutlich verbessert und gefällt mir vor allem auch wegen des "getrennten" fotografischen und visuellen Auszugs (also man kann z.B. für Deepsky den eigentlichen Auszug immer auf der Canon-Position festgeklemmt lassen und mit dem visuellen Auszug-im-Auszug das Objekt suchen; danach einfach visueller Auszug ganz rein, Canon draufschnallen, Mikrofokus anpassen und fertig).
Für weitere Beobachtungen, insbesondere Mars hätte ich noch gerne erlegt, war leider aufgrund der sich rapide verschlechternden Wetterbedingungen keine Zeit mehr - wirklich schade.
Also ein Topgerät, da kann man ja nur glücklich sein. ABER, und dieses Aber bricht mir das Herz: Dieser MN ist schlicht und ergreifend zu schwer für die HEQ5. Mein Verstand wusste das schon vorher, aber dem glaubt man ja nix, wenn man "verliebt" ist
Übrigens habe ich ein wunderbares neues Aufnahmeprogramm für die Webcam gefunden: SharpCap ( http://sites.google.com/site/rwgastro/sharpcap ) - einfach genial, werd nix Anderes mehr verwenden. Sehr empfehlenswert!
Mit den Stackingprogrammen hab ich nach wie vor kein Glück. Avistack lässt sich unter meinem Windows 7 nicht mal (mehr) ausführen (Fehlermeldung beim Start), Registax stürzt mitten beim Stacken ab und Giotto funktioniert zwar im Prinzip, ist aber für mich sehr umständlich aufgebaut (hält sich an überhaupt keine User Interface-Standards, wirklich mühsam) und viele Dinge, die man brauchen würde, tun einfach nicht (z.B. reinzoomen zum RGB-Ausrichten, häufige Abstürze beim Schärfen). Da fehlt mir irgendwie ein PixInsight-Analogon, also ein Programm, zu dem man in jeder planetaren oder lunaren Situation bedenkenlos greifen kann. Daher kann ich aus Planetenbildern einfach nix rausholen. Es wäre sicher noch mehr in den Rohdaten.
lg,
Martin