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M 42 Orionnebel Zentrum
Verfasst: 03.03.2012, 13:09
von klausbaerbel
Das ist mein bisher bestes Bild vom Orionnebel.
Aufgenommen am 11.02.2012. Bei -11 Grad.
Mit Celestron C11 auf AS-GT.
Erstellt aus glaube ich 8 Einzelbildern.
Belichtungszeiten waren zwischen 30-60 Sekunden mit ISO 800-1600. EOS 600D direkt im OAZ.
Gestapelt, geschärft und Kontrast eingestellt mit Giotto.
Wie Ihr seht, habe ich ein gewaltiges Schärfeproblem.
Zum Einen hatte ich ein (wie ich zufällig festgestellt habe) gröberes Tubusseeing und generell muß ich die Justierung des Fangspiegels kontrollieren.
Weiterhin war der Steeltrack auch nicht exakt parallel.
Wenn ich diese Punkte abgearbeitet habe (Wenn denn endlich mal die Wettergötter ein Einsehen haben), bin ich mal gespannt, ob ich mit der Schärfe näher ans Optimum komme.
Aufgrund von Fotos mit dem C11, die ich bisher im Internet gesehen habe, scheint es nicht möglich zu sein, daß Spikes an Sternen zu sehen sein können.
Über Tips und Ratschläge würde ich mich sehr freuen.
Re: M 42 Orionnebel Zentrum
Verfasst: 03.03.2012, 14:12
von prokyon
Hallo Klaus,
ist doch gut geworden. Bei dieser Brennweite ist das Seeing bereits ein wesentlicher Faktor und es es viel schwieriger, schöne Sterne zu bekommen. Spikes sind nur möglich, wenn du eine Fangspinne hast, und die hat das C11 natürlich nicht.
Aber wenn du dein System noch ein wenig optimierst ist sicher noch einiges drin. Aber wie gesagt, du bewegst dich schon in einem recht ordentlichen Brennweitenbereich. Ein Reducer wär eine Alternative.
cs
Werner
Re: M 42 Orionnebel Zentrum
Verfasst: 03.03.2012, 16:42
von klausbaerbel
Hallo Werner,
Danke für die aufbauenden Worte.
Das hab ich ja davon, daß ich nicht glauben wollte, daß Astrofotografie schwierig ist.
Ja, die Brennweite ist wirklich, um es sanft auszudrücken, gigantisch.
Ich werde mir noch den Alan Gee II kaufen, um da etwas Linderung zu verschaffen.
Dazu kommt dann noch das Problem der Temperaturadaptierung. Das C11 passt sich ja nur sehr langsam an die Temperaturunterschiede an.
Was ist denn eine Fangspinne?
Da dies mein erstes Bild ist, daß ich hier eingestellt habe und es anfänglich in der Auflösung die ganze Seite ausgefüllt hat, wollte ich wissen, welches denn die optimale Auflösung für das Forum ist?
Gruß
Heiko
Re: M 42 Orionnebel Zentrum
Verfasst: 03.03.2012, 16:58
von prokyon
Hallo Heiko,
der Fangspiegel wird bei deinem Teleskop von der Schmidtplatte gehalten. Bei Newton Teleskopen übernimmt das die Fangspinne. Das ist das Kreuz vorn ander Öffnung. Das haben nur Systeme, die vorne offen sind. Und die Fangspinne erzeugt Beugungseffekte, die zu diesen Spikes führen. Eigentlich ein Störfaktor aber er wird von den meisten als ästhetisch wahr genommen. Refraktoren und SCs haben so was nicht.
cs
Werner
Re: M 42 Orionnebel Zentrum
Verfasst: 28.03.2012, 19:56
von klausbaerbel
Moin, moin zusammen,
eigentlich wird es jetzt unter der Woche zu spät dunkel für mich um noch im Garten mein Unwesen zu treiben.
Am Montag 26.03.2012 war aber die Wettervorhersage einfach zu gut und es war phantastisch klar.
Also habe ich es doch getan und bin ein wenig rausgegangen.
Ich habe mit dem Alan Gee 2 Telekompressor folgendes Einzelbild von M42 gemacht.
60 Sekunden, ISO 400, mit Digital Photo Professional etwas die Lichtverschmutzung gemindert.
Wenn ich die Zeit finde, werde ich die anderen Bilder mit diesem überlagern.
Gruß
Heiko
Re: M 42 Orionnebel Zentrum
Verfasst: 29.03.2012, 12:11
von DagobertW
Falls dir Spikes so gut gefallen, kannst du die aber auch leicht mit einem C11 herstellen, indem du einen dicken Faden oder Spagat kreuzweise vor die Öffnung spannst (auf der Seite halt mit klebeband am Tubus fixieren,nur ja net auf der Schmidtplatte anpicken

). Übrigens: Echte Spikes sind auch ganz gut zum scharfstellen - wenn die Spikes maximale länge erreichen an einem hinreichend hellen Stern, bist du im Fokus... selbe Grundlage wie bei der Bahtinov-Maske, die ist jedoch noch genauer.
Alternativ kann man Spikes auch mit einem Photoshop-Plugin im Zuge der EBV nachträglich reintun...
clear skies!
Marcus