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Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 24.03.2012, 11:45
von Roman1977
Halli Hallo
Gestern hatten wir endlich mal das Vergnügen mit dem MGEN.
Ihr werdet euch jetzt sicher sagen da sind aber immer noch Eier zu sehn.
Das stimmt !!
Man beobachte aber die Sterne Links im Bild und Rechts.
Und den einen Runden in der Mitte.
Ich bin mir ziemlich sicher das da die Balancierung schuld war.
Es musste alles sehr schnell gehn.
Weil Wolken aufgezogen sind.
Bei dem mittleren Stern erkennt man schon das der MGEN nachgeführt hat.
Das Bild ist jetzt noch immer nicht perfekt, denn in erster Linie ging es bei dieser
Belichtung um den Umgang mit dem MGEN.
Die Belichtungszeit : 7 x 4 Minuten
Achja ein Flugzeug ist uns auch durchgeflogen bei der Belichtung

Re: Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 24.03.2012, 12:12
von zirl
Hi Roman,
das nächste kapitel ist endlich aufgeschlagen ,-) Freut mich das es erste Erfolge gibt. Nachdem die Sterne nicht übers ganze Feld in die gleiche richtung verzogen sind sind die "Eier" normalerweise auch nicht auf einen Nachführfehler zurückzuführen.
Hilfreich wäre es wenn du solche Bilder ein bisschen größer einstellen könntest da man dann die Sternabbildung besser beurteilen kann.
Nachdem die Sterne speziell in den Ecken sehr verzogen aussehen die erste Frage: verwendest du einen Komakorrektor und hältst du den korrekten Abstand Korrektor - Chip ein? Längliche Sterne können bei sehr langen Belichtungen auch wegen der Bildfelddrehung bei ungenauer Einnordung auftreten, bei 7*4 min glaub ich das aber nicht. Für mich sieht das ehrlich gesagt nach Koma aus
LG
Bernd
PS: hab mir gestern nostalgischerweise meine Erstlingswerke angesehen und glaub mir da schauen deine Fotos um welten besser aus, also optimistisch bleiben

Re: Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 24.03.2012, 12:15
von markusblauensteiner
Hallo Roman,
na siehst du, am Ende wird alles gut! Ist doch schon einiges drauf auf dem Bild, schön!
Zu den Eiern fällt mir ein: abgesehen von verschiedenen teleskopseitigen Ursachen wie Verbiegungen, Korrektorabstand,...kann auch eine Bildfelddrehung die Ursache sein. Die äußert sich dann so, dass man einen perfekt runden Stern hat (den Leitstern), alle anderen drehen sich um diesen. Der Effekt wird um so stärker, je länger man das Einzelbild belichtet. Abhilfe schafft genauere Einnordung.
Überprüfen kann man das in Fitswork recht gut - dort kann man die Bilder auf den Bildrand, nicht auf Sterne, überlagern. Hat man dann einen runden Stern und sonst konzentrische Strichspuren -> vermutlich Bildfelddrehung.
LG, Markus
Edit: ...Bernd hatte schnellere Finger...

Re: Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 24.03.2012, 13:44
von Roman1977
Hallo Bernd,
Bin schon wieder zurück.
Waren schnell einkaufen.
Ich hab vergessen zu schreiben, das der MGEN gestern in einer Achse immer sehr stark ausgeschlagen hat.
Es war leider nicht ersichtlich in welcher.
Vielleicht war auch das schuld dran.
Wie gesagt es war alles Ruckzuck aufgestellt und nichts ordentlich ausbalanciert.
Genordet war es laut " Karl " sehr gut.
Das hat er uns nämlich auch nochmal erklärt.
Das hatten wir auch immer falsch gemacht ** Anfänger Pech **
Aso ja bevor ich's vergess, einen Komakorrektor haben wir drauf auf der EOS.
Und zwar den Baader Koma Korrektor.
Kann der auch verstellt sein ???
Ich stell Dir nach dem essen mal eine Einzelaufnahme rein,
Original natürlich damit Du es in Großformat siehst.
Soooo, essen steht auf dem Tisch.
Bis gleich dann.
@ Markus,
ich antworte Dir dann eh auch gleich

Re: Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 24.03.2012, 14:07
von Roman1977
Sodala Markus, bin zurück.
Macht ja nix, doppelt hällt besser.
Hab ich es oben nicht verstanden, lese ich es unten nochmal
Mit der Bildfelddrehung meint ihr da, das es so aussieht als würden sich die anderen Sterne um den in der Mitte drehn ???
Hab heute zu meiner Frau schon gesagt, wenn man das Bild etwas genauer betrachtet,
schaut es so aus als würden sich die anderen um den einen drehn.
Wenn man diesen Eindruck hat, handelt es sich dan um eine Bildfelddrehung ??
Ich hab Bernd oben eh geschrieben, ich stell dann mal ne Einzellaufnahme,
unbearbeitet natürlich rein.
Damit ihr die Sterne besser erkennt.
LG
Roman
Re: Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 24.03.2012, 14:43
von zirl
Hi Roman,
es gibt einen genauen Abstand den du mit dem Korrektor einhalten musst, sprich der Abstand vom Korrektor zum Chip der Kamera muss relativ genau passen. Soweit ich mich recht erinnere sind das 55mm zwischen dem Ansatz des Gewindes vom MPCC und dem Chip. Wenn der nicht passt kann der Korrektor dasBild auch massiv verschlimmern. Ehrlich gesagt tipp ich nach Betrachtung deines größeren Bildes darauf... Andererseits ist es merkwürdig dass dieser Effekt bei deinen kurzbelichteten Aufnahmen nicht eintritt. Hast du das Setup genau gleich aufgebaut?
LG
Bernd
Re: Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 24.03.2012, 15:21
von markusblauensteiner
Hallo Roman,
hats geschmeckt?
Ja genau, alle Sterne "drehen" sich um einen Stern. Aber nicht um irgendeinen, sondern um den ausgewählten Leitstern. Der muss also nicht zwingend genau in der Mitte liegen. Der Effekt wird umso stärker, je länger die Bilder EINZELN belichtet werden (d.h. die Drehung wird im Einzelbild immer stärker sichtbar) und je größer das abgebildete Feld ist - außen ist es stärker als innen, wie bei Strichspuraufnahmen. (Man könnte so sagen: eine Strichspuraufnahme hat eine gewaltige Bildfelddrehung, aber eine gewollte

) Das könnte auch erklären, warum man das an den kuzbelichteten Bildern nicht sieht.
Ich glaube, dass auch eine Bewegung zwischen Leirohr, Leitsucher uä. und dem Aufnamheinstrument ähnliches hervorrufen kann, weiß ich aber nicht genau (die Probleme hab ich nicht, dafür andere).
Normalerweise sollte aber eine gewissenhafte Einnordung mit justiertem Polsucher ausreichen, um das zu vermeiden.
Noch eine Idee: wenn du Photoshop hast, kannst du auch dort die Bilder übereinanderlegen und schauen, ob du Strichspuren bekommst. PS legt ja auch nur die Bilder als ganzes übereinander und richtet nichts an Sternen aus.
LG, Markus
Re: Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 24.03.2012, 16:15
von Roman1977
Hii Bernd und Markus,
Weis grad nicht was ich schreiben soll.
Ich werde einfach das Gefühl nicht los das das vom aufstellen kommt.
Die Montierung war nicht in der Waage.
Es war nichts ausbalanciert und der MGEN hat in einer Achse extrem ausgeschlagen.
Ich glaub auch nicht das es Perfekt fokusiert war.
Es wurde über LiveView ohne Bathinov Maske fokusiert.
Weil es schnell gehn musste, wurde so ziemlich alles
falsch gemacht was man nur falsch machen kann.
Wir wissen jetzt wenigstens wie der MGEN funktioniert.
Beim nächsten mal wird das wieder genau aufgstellt.
Dann bin ich mir 100%ig sicher das die Aufnahmen besser werden.
Wenn nicht, wird das Teil verkauft, und ich kauf mir das Hubble Teleskop

Re: Unser erstetes Langzeit belichtetes Bild
Verfasst: 27.03.2012, 16:26
von starhopper62
Hallo Roman,
gut gelungen für den ersten Versuch mit dem MGEN.
Jetzt geht es nur noch um das Feintuning beim Setup und dann brav Daten sammeln für ein exorbitantes Ergebnis.
Nur weiter so, deine Lernkurve ist ja mehr als steil!
CS
Dieter