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Nektar am Mond

Verfasst: 04.04.2012, 23:03
von nonsens2
Hallo zusammen!

Dieses Bild ist am 28.03.2012 um 21:45 entstanden. Die Nord-Süd Ausrichtung geht fast diagonal durch das Bild. Es zeigt als große Strukturen das Mare Nectaris, welches an der Ostseite von den Pyrrhenäen, an der Südseite vom Krater Frascatorius, im Westen von den Kratern Thephylus und Cyrillius und im Norden hat es einen Übergang zum Mare Tranquillitatis. Es hat einen Durchmesser von etwa 340km. Einsam und verlassen kommt mitten in der südlichen Hälfte der Krater Rosse, beannt nach Sir William Parsons Earl of Rosse, welcher mit seinem damaligen größten Spiegelteleskop, dem Leviathan, unter anderem die Spiralstruktur der Galaxien studierte. Dieser bietet einen durchmesser von 13km und eine Höhe von 2400m. Der Krater Fracastorius im Süden des Meeres stellt sich wie eine in das Nektarmeer mündende Bucht dar. Dieser wurde nach einem italienishcen Arzt 1478-1553 benannt. MIt 121km im Durchmesser ghört es schon zu den größeren Kratern des Mondes. Es handelt sich um einen mit Lava gefüllten Krater, welcher in der Nectarianischen Periode (vor 3,92 bis 3,85Mrd Jahren) entstanden ist. Im Uhrzeigersinn weiter am Meeresrand entlang gleich neben Fracastorius befindet sich der Krater Fracastorius E.Dieser kleine Krater mit einem Durchmesser von 13km liegt genau am oberen Horn des Hauptkraters. Gleich dahinter kommen der Trichter förmige H und der leich deformierte D zur Darstellung. Im Uhrzeigersinn weiter ist der nächste größere Krater der Krater Beaumont, benannt nach einem französichen Ingenieur für Minne, welcher eine Methode zur Datierung von Gesteinsschichten beschrieben hat. Ebenso wie Fracastorius zeigt er keinen Zentralberg, welcher offensichtlich durch die Lavafüllung verdeckt wurde. Von der Datierung her ist dieser Krater ein wenig älter als Fracastorius. Im Gegensatz dazu zeigen die beiden Krater Theophilus, benannt nach einem griechischen Philosophen aus dem 4. Jhdt pcn, und Cyrillus, ebenfalls ein griechische Philosoph, welcher im selben Zeitraum wirkte, deutlich ausgeprägte Zentralbere. Cyrillus ist der ältere der beiden, ebenfalls aus der nectarianischen Periode, und zeigt deuliche Verwitterungsspuren, Theophilus hingegen kommt deutlich klarer zur Darstellung und zusätzlich ragt er in Cyrillus hinen. Er wird in die erasthothenische Periode (3,2 - 1,1 Mrd Jahre) datiert. Beide messen ca. 100km im Durchmesser- Der dritte, darunter liegende, ebensogroße Krater Catharina, benannt nach einem in Alexandria wirkenden christlichen Märtyrer aus dem 3. Jhdt pcn, kommt aus derselben Zeit wie Cyrillus und zeigt ebenso deutliche Verwitterungsspuren. Vom östlichen Rand des Theophilus zum Krater Beaumont ziehend zeigt sich ein nicht benannter Bergrücken, an dessen Anfang sich zwei Dome zeigen. Im Uhrzeigersinn weiter liegt recht einsam der Krater Mädler. Dieser 28 km große Krater wurde nach einem deutschen Astronom aus dem 19. Jhdt benannt. Dieser ist ebenfalls ein recht junger Krater aus der erastothenischen Periode. Gleich der Richtung weiter folgend zeigt sich etwas im Meeresinneren der nur mehr in Umrissen erkennbare Krater Daguerre, ein sehr alter Krater aus der Prä-Imbrianischen Zeit (vor 4,55 bis 3,85 Mrd Jahren). Dieser ist fast komplett in den Lavamassen, welche das Mare Nectaris gebildet haben, abgesoffen. Ziemlich gegenüber von Theophilus erheben sich die Montes Pyrenaei, ein 250 km langer und etwa 3000 m hoher Gebirgszug, welcher nach den Pyrenaeen, einem Gebirgszug an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien benannt ist.

Bild


Aufgenommen mit dem LX-90 und der Alccd5 mit IR-Pass. Leider war das Seeing recht unruhig, so dass das Rohmaterial nicht besonders war. Hat beim Stacken sehr viele Artefakte gegeben welcher ich Herr werden mußte.
Viel Spaß beim Ausflug in das Nektarmeer.


CS aus Wien
Grüße Niki