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Re: Testbild

Verfasst: 26.07.2012, 09:10
von Johann_M
Hallo Reinhard,

das ist alles normal :)

Liebe Grüße,
Johann

Re: Testbild

Verfasst: 26.07.2012, 17:50
von klausbaerbel
Hui, na da hat aber einer wirklich Frust.

Und das nichtmal unbegründet.

Da weiß ich ja schonmal worauf ich mich in der Zukunft freuen darf. Denn einige Kleinigkeiten hatte ich ja auch schon erleben dürfen.

Zumindest weiß ich jetzt, daß ich da nicht alleine bin.

Ob sich da in Zukunft etwas bessern wird, bleibt abzuwarten. Ansonsten kann man eigentlich nicht viel mehr machen, als Erfahrungen auszutauschen und die Erlebnisse Anderer in die eigenen Überlegungen einfließen zu lassen, um das Rad nicht zweimal erfinden zu müssen.

Gruß
Heiko

Re: Testbild

Verfasst: 26.07.2012, 19:03
von prokyon
Hallo Reinhard,

ich kann deinen Frust sehr gut verstehen. Ein Freund von mir hat übrigens nach dem Einstieg in die CCD Fotografie (vorher mit Canon) nach einjährigem Kampf alles hingeschmissen.

Auch ich hatte viele derartige Probleme zu bewältigen. Du hast Recht damit, dass man im Handel in der Tat kaum sofort einsetzbares Equipment bekommt. Man muss ständig rumbasteln und optimieren. Ich hab eine Wohnung und somit keinen Platz für eine Werkstatt. Es kann ja nicht sein, dass ich ständig irgendwelche Teile in Auftrag geben muss.

Astrofotografie hat schon irgendwie was mit Masochismus zu tun. Deshalb gönn ich mir immer wieder Schaffenspausen. :wink:
Mein aktuelles Problem ist nach wie vor die Verkippung beim kleinen APO. Hab mir da so einen Neigeflansch gekauft (war auch nicht billig), aber das klappt gar nicht. Warte nun auf den 140er TEC (schon sehr lange übrigens), und hoffe, dass ich dort kein Verkippungsproblem mehr habe. Aber ich bin schon darauf eingestellt, dass es sicher wieder irgendwelche Überraschungen geben wird. Und auf meiner DMK sind Staubflecken am Chip, die ich nicht und nicht wegbekomme. Vermute schon, dass die zwischen Chip und Schutzglas sitzen.

Na ja. Du bist jedenfalls mit deinen Problemen sicher nicht allein. Kopf hoch und weiter machen. Du bist doch schon auf einem sehr hohen Niveau angekommen.
Was ist eigentlich der konkrete Auslöser für den Frustausbruch?

LG

Werner

Re: Testbild

Verfasst: 26.07.2012, 19:18
von Johann_M
klausbaerbel hat geschrieben: Ob sich da in Zukunft etwas bessern wird, bleibt abzuwarten. Ansonsten kann man eigentlich nicht viel mehr machen, als Erfahrungen auszutauschen und die Erlebnisse Anderer in die eigenen Überlegungen einfließen zu lassen, um das Rad nicht zweimal erfinden zu müssen.
Solange beim Zubehör (z.B. Gewindeadapter) keine Normung eingehalten wird, wird auch nix passen.

Früher gabs vorwiegend das M42x1 Gewinde, das paßte eigentlich immer. Wegen des manchmaligen Festfressens hat man dann lieber das M42x0,75 Gewinde verwendet und damit hat es sich auch schon.

Bei den M48x.. gibts bereits Probleme, von den kleineren Filtergewinden ganz zu schweigen. Was bei einem Teil wegen Übergröße noch nicht verschraubt werden kann, fällt bei einem anderen Teil bereits ins Gewinde hinein usw.

Glücklich sind wirklich diejenigen, die im Besitz von entsprechendem Werkzeug(maschinen) sind oder Freunde mit so einer Ausrüstung haben.

Viele Grüße,
Johann

Re: Testbild

Verfasst: 26.07.2012, 23:36
von nonsens2
Hallo Reinhard!

Ich sehe, dass mit dem Anspruch auf die Ausrüstung der Aufwand exponentiell steigt. Ich sehe mich bestätigt meine weitgehend russischen Verfahren weiterzuverwenden. Wenn ich hier meine Methoden beschreiben würde werden den meisten Astrophotospezialisten die Haare zu Berge stehen und sie werden meinen man bekommt keine geraden Bilder heraus. Also werde ich bis aufweiteres mit meiner an die Astrophotographie rudimentär angepasste visuelle Ausrüstung mit ihren Macken weiterverwenden. :wink: :wink: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: .
Auf jeden Fall fühle ich mit Dir und kann Dir bezüglich der Händler nur beipflichten. Mittlerweile bin ich wieder von Bestellungen über das Internet abgekommen, da Lajos eigentlich alles aus Deutschland besorgen kann und ich dadurch einen Physisch greifbaren Händler in der Nähe habe. In den 50ern hat man schon gewußt warum man sich auf Nahversorger verläßt und nicht alles kreuz und quer durch Österreich karrt. Die Sachen, die ich bis dato über das Internet bestellt habe waren fast ausschließlich für die visuelle Beobachtung und machten daher keine Probleme (Okulare, Bino,...). Einmal habe ich eine Schiene für meinen SCT bestellt, welcher laut der Anbieterseite für das Teil explizit gemacht wurde, und da passten die Bohrungen nicht. Ich mußte ich ein paar Mal mit dem Händler telefonieren und konnte zumindest habe ich länger Schrauben bekommen und konnte mit tricksen das Teil für meine Zwecke anpassen. Da die Gewichtsbelastung nicht so hoch ist konnte ich es mit drei anstelle von vier Schrauben montieren und es erfüllt seinen Zweck. Über Rücknahme kam vom Händler allerdings nie ein Wort und es handelt sich um einen renommierten Händler und nicht um eine Hinterhofbude.
Die einzige Methode das zu ändern besteht darin, dass keiner mehr etwas kauft bis alles passt. Ich weiß, dass das natürlich utopisch ist, da wir ja aktiv bleiben wollen.


CS aus Wien
Grüße Niki

Re: Testbild

Verfasst: 30.07.2012, 08:31
von tenuta
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Re: Testbild

Verfasst: 02.08.2012, 01:50
von M13
Hallo Reinhard,

ich (als noch immer Astrofoto-Newbie) kann deinen Frust sehr gut nachvollziehen. Ob es die EQ5 war, wo die DEC-Achse einfach nicht fürs Guiden hinzubekommen war (ich glaub, der ReiFu hat es jetzt aber doch noch halbwegs geschafft), oder meine beiden Maksutov-Newtons, zuerst von Meade, dann von TS, die beide völlige Reinfälle waren (glücklicherweise keine finanziellen, sondern nur für meine sicher bald grauen Haare) usw. usf.

Für mich gilt einfach: Gekauft wird bei Teleskop-Austria (ob es jetzt die Beratung im Vorhinein, die Produkte selbst oder das Service nach dem Kauf sind - ich kann nur absolut Positives berichten), selten mal direkt bei TS (von denen ich aber, obwohl meistens eh alles gepasst hat, nicht ein rundum positives Bild bekommen habe; z.B. wurde mein ausführliches Mail mit Anregungen und Beispielbildern bezüglich des 114er-Maksutov-Newtons völlig ignoriert und das Gerät wird höchstwahrscheinlich immer noch in demselben unbrauchbaren Zustand an Ahnungslose verkauft).

Du kannst aber gewissermaßen "beruhigt" sein, Reinhard. Auch in anderen Bereichen ist das leider nicht viel anders mit den Problemen, die man so durchstehen muss. Ich denke da z.B. an Musikinstrumente.
Dort ist es eigentlich auch so, dass du z.B. bei einer Klarinette riesiges Glück brauchst, dass unter zehn Instrumenten, die der Hersteller dir zum Testen anbietet, so zwei oder drei wirklich gute sind, wovon möglicherweise (aber nicht sicher) eine sehr gut ist (quasi einen musikalischen Strehl von 0.98 hat :D ).
Das heißt dann aber immer noch nicht, dass du ein ausgezeichnetes Instrument in der Hand hältst (quasi die Abzüge, die beim Strehl üblicherweise vorgenommen werden). Da gibt es immer noch genug für den Musiker selbst zu tun und manche Problemtöne mit dem Ansatz oder anderen Griffen auszugleichen o.ä., teilweise auch selbst am Instrument herumbasteln - und da reden wir von Instrumenten, die großteils um einiges teurer sind als z.B. eine Moravian 8300 (inkl. Filterrad und Filter), von einem der führenden Hersteller. Meine eigene Klarinette, ein Mittelklassemodell, kostete vor knapp 10 Jahren so ca. 4500 € Listenpreis (inzwischen 5200 €) und ich finde noch immer Dinge, die mich daran stören und die teilweise im Konzert zum Problem werden können. Die heutigen Instrumente sind, obwohl der Preis stark gestiegen ist, m.E. übrigens durchwegs schlechter in der Qualität.
Und dann musst du ständig mit den verfluchten Rohrblättern (die aufs Mundstück gespannt werden) kämpfen. Meistens schaut man, dass man so 3-4 gute beinand hat (mehr brauchbare sind in einem 10er-Packerl um ca. 30 € eh nicht drin), aber es braucht nur die Luftfeuchtigkeit etwas höher sein oder sonstige Umgebungseinflüsse, für die du selbst nichts dafürkannst, dann sind sie schon wieder nicht optimal und du kannst die Blätter nach einigen Auftritten wegwerfen. Vergleichbar mit einem TEC, durch den du mit Billigstokularen schaust...

Vielleicht tröstet dich mein (etwas lang gewordener) Text etwas?

lg,
Martin