Entstehung des Universums - Urknall?
Verfasst: 19.02.2013, 03:09
Liebe Community,
Da ich persönlich die Astronomie sehr interessant finde, und mich vor allem die Frage nach dem Ursprung des Universums immer schon interessiert hatte, habe ich vor Kurzem "Der große Entwurf" von Stephen Hawking und Leonard Mlodinow gelesen.
Dort heißt es, es wäre möglich, dass das Weltall aus dem Nichts, also ohne Einfluss eines Schöpfers aus sich selbst entstanden sein kann.
Wer sich für dieses Thema nicht interessiert, sollte jetzt das Thema schließen, was folgt ist nämlich theoretisch.
Ich habe 2012 maturiert und in einem meiner Spezialgebiete das Thema Universum bearbeitet und mich dabei in die Astronomie verliebt. Seitdem weiß ich, dass ich auch Astronomie studieren will.
Im Zuge meiner Recherchen bin ich auf die gängigste Theorie zur Entstehung unseres Universums gestoßen - die Urknalltheorie.
Um sie kurz zu erläutern - Das Universum dehnt sich bekanntlich aus. Und das sehr, sehr schnell. Alle Galaxien im Universum bewegen sich voneinander weg. Charles Lemaitre hieß der Mann (glaube ich, mag jetzt nicht googeln da Name unwichtig) der die Zeit berechnete, die das Universum brauchte, um die Größe des Universums auf ein Atom, das von Lemaitre benannte "Uratom" zu schrumpfen - knapp 14 Milliarden Jahre.
Andere Theorien besagen, dass dieses Uratom unendlich klein, unendlich dicht und unendlich heiß war. Das war der Zeitpunkt Null, also t0. Es gab absolut keine Zeit und keinen Raum. Deshalb kann man auch nie und nimmer herausfinden, was zu diesem Zeitpunkt war, da es einfach noch keine Zeit gab.
Weiter gehts mit der Entwicklung des Universums. Kurz gesagt "explodierte" dieses Uratom dann und breitete sich unvorstellbar schnell aus. Dabei hatte diese Explosion keinen Laut von sich gegeben, da etwas wie Schallwellen auch noch nicht existierten. Auch wäre kein Licht zu sehen gewesen. Erst in den ersten Bruchteilen einer Sekunde nach dem Urknall konnte es zu Kernfusionen kommen, die heute nur mehr im Inneren von Sternen stattfinden können. So wurden die ersten Elemente "geboren", wie Helium oder Lithium. Von da an nahm alles seinen Lauf. Aus gigantischen Nebeln bildeten sich Sterne, aus deren Überresten Planeten, und so mancher Planet "gebar" einen Trabanten, wie unsere Erde durch eine Kollision mit einem anderen Planeten unseren Mond. Die Sterne formten sich zu Galaxien und manche Galaxien zu Galaxienhaufen. Das Universum war geboren.
So sagt es in etwa die Urknalltheorie. Einen guten Bericht über den Urknall findet man auf wikipedia.org.
Einige Theologen fragen zu diesem Thema skeptische Fragen. Dass Gott die Erde an sich nicht geschaffen hat, sehen manche schon ein. Aber Fragen tauchen auf, wie "Warum kam es überhaupt zum Urknall?" Auch hier gibt es Theorien. In diesem Teilchen, dem Uratom, soll es zu einem Energiemaximum gekommen sein, und diese unvorstellbare Menge an Energie wurde in Form dieses Urknalles freigesetzt.
Im Gegensatz zu der Theorie steht die Schöpfungstheorie. Vor 10.000 Jahren etwa soll also Gott als Schöpfer in Erscheinung getreten sein, und Erde, Mond, Sonne, Universum, Ozeane, Landschaften, Elemente, Licht, Wetter, und alles was wir kennen erschaffen haben. Nachdem er die Erde als Planeten vollendet hatte, erschuf er Adam, den ersten Menschen. Da er extrem einsam war, entnahm Gott ihm eine Rippe und erschuf Eva, die erste Frau. Die beiden gebaren Söhne, unter anderem Kain und Abel. Gott erlaubte den Menschen alles, nur nicht, vom schönsten und fruchtbarsten Apfelbaum im Garten Eden zu essen. Und wie die Frauen so sind, hat die Eva mal schön kräftig zugelangt und wurde bestraft. Sie wurde verbannt, und von nun an konnte sie und ihre Nachkommen nur mehr unter Schmerzen Nachwuchs gebären. Weiters wurde das Schafgefühl auferlegt, und die bisher nackten Erdlinge kleideten sich fortan.
So wurde also die Welt und ihre Bevölkerung erschaffen.
Meine Theorie sieht so aus. Sie beruht aber nur auf amateurwissenschaftlichem Arbeiten und Forschen. Später, während oder nach meinem Studium, werde ich wohl die Fähigkeiten besitzen, sie auch mathematisch und physikalisch erklären zu können - oder sie eben verwerfen können.
Vor 10.000 Jahren soll Gott die Erde geschaffen haben. Jeder weiß, dass es bedeutend ältere archäologische Funde und Skelette gibt, zB Gesteinsproben oder der gute, alte "Ötzi". In dem Fall hat die Wissenschaft die Theologie und Theogonie für mich schon geschlagen.
Meiner Meinung nach gab es nie ein Uratom. Naja, das ist nicht ganz richtig. Es gab eines, allerding war es nicht unendlich heiß, dicht und klein. Klar war es extrem heiß, extrem dicht und extrem klein, aber nicht unendlich. Es fällt mir schwer, meine Theorie in Worte zu fassen, aber ich versuche es. Angenommen, es gab vor unserem Universum schon ein Universum. Und noch eines, und noch eines. Nun ja. Unser Vorgängeruniversum entstand gleich wie unseres. Es expandierte so wie unseres. Allerdings muss seine Beschaffenheit, also Temperaturen oder Druck nicht unbedingt gleich wie in unserem gewesen sein. Das ist aber irrelevant. Es expandierte also, bis die Gravitation im Inneren des Universums so groß wurde, bis die Expansion gehemmt und schließliche zu einer Kontraktion wurde, also von einer Ausdehnung zu einem Zusammenziehen. Dies geschieht wieder so lange, wie es sich ausdehnte, praktisch wird der Ablauf seit dem Urknall des Universums "zurückgespielt". So lange, bis das Universum wieder extrem klein, dicht und heiß ist. Das schrumpft dann so lange, und die Gravitation im Inneren des Atoms schrumpft mit seiner Masse ja auch, bis wieder ein Maximum an Energie vorhanden ist, dass die Einigkeit zwischen Raum, Zeit und Materie, wie sie in diesem kleinen Teilchen herrschte, wieder voneinander trennt und so ein neues Universum erschaffen wird.
In meiner Theorie muss man allerdings von einer Unendlichkeit des Raumes und der Zeit ausgehen. Aber warum nicht? Für mich sind sowohl Raum, als auch Zeit unendlich. Wir haben unser Universum. Das ist der uns bekannte und mit unseren Teleskopen teilweise sichtbare Raum. Teilweise deshalb, weil das Licht, das aus entfernteren Regionen des Alls zu uns stößt, noch unterwegs zu uns ist. Die Sonne ist 8 Lichtminuten von uns entfernt. Also benötigt das Licht von der Sonne, also im Endeffekt das Bild von ihr, acht Minuten, bis es unsere Erde erreicht. Wenn also die Sonne untergeht, und sie bei uns acht Minuten vor Eintritt in den Horizont noch sichtbar erscheint, wäre sie für einen Beobachter, der auf einem Planteten zwischen Erde und Sonne in gleichem Abstand mit einem Winkelmesser stünde, schon untergegangen. Einfacher - Würde die Sonne jetzt auf einmal "ausgehen", würden wir noch für acht Minuten von Licht versorgt werden. Bei Entfernungen von einigen Milliarden Lichtjahren ist es also üblich, dass wir Objekte sehen, die eventuell schon lange tot sind. Gleiches Beispiel - Wir beobachten einen Stern, der 10 Milliarden Lichtjahre entfernt ist. Also erreicht uns das Licht, dass er vor 10 Milliarden Lichtjahren absonderte. Also ist er in Wirklichkeit schon 10 Milliarden Lichtjahre weiter, also kann er mittlerweil ein schwarzes Loch, ein Pulsar oder ein weißer Zwerg sein.
Nun ja, zurück zu der Theorie. Unser Universum ist also nur ein Teil eines unendlich lange dauernden Vorganges, der Universen praktisch ein fürs andere Mal neu entstehen lässt, nur um sie dann wieder zusammenfallen zu lassen, woraufhin ein neues Universum entsteht. Solche Universen-Fäden muss man sich vorstellen wie eine Eisenkette, die aus vielen eisernen Ringen besteht. Wo der eine anfängt, hört der andere auf. Und auch von diesen Ketten gibt es unendlich viele, da ja auch Raum unendlich ist und Raum nur Teil eines Universums sein kann.
Ich habe jetzt einen halben Roman verfasst, und sollte es wissenschaftlich und theoretisch interessierte Hobbyastronomen, oder gar studierte Wissenschafter unter den Lesern geben, würde ich gerne einige Meinungen von Euch hören - Wie glaubt ihr, ist unser Weltall entstanden? Schön wäre es auch, wenn Ihr Worte über meine Theorie verlieren könntet!
Und selbstverständlich auch zum Thema Gott als Schöpfer. Über eine interessante Diskussion würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße
Lukas
Da ich persönlich die Astronomie sehr interessant finde, und mich vor allem die Frage nach dem Ursprung des Universums immer schon interessiert hatte, habe ich vor Kurzem "Der große Entwurf" von Stephen Hawking und Leonard Mlodinow gelesen.
Dort heißt es, es wäre möglich, dass das Weltall aus dem Nichts, also ohne Einfluss eines Schöpfers aus sich selbst entstanden sein kann.
Wer sich für dieses Thema nicht interessiert, sollte jetzt das Thema schließen, was folgt ist nämlich theoretisch.
Ich habe 2012 maturiert und in einem meiner Spezialgebiete das Thema Universum bearbeitet und mich dabei in die Astronomie verliebt. Seitdem weiß ich, dass ich auch Astronomie studieren will.
Im Zuge meiner Recherchen bin ich auf die gängigste Theorie zur Entstehung unseres Universums gestoßen - die Urknalltheorie.
Um sie kurz zu erläutern - Das Universum dehnt sich bekanntlich aus. Und das sehr, sehr schnell. Alle Galaxien im Universum bewegen sich voneinander weg. Charles Lemaitre hieß der Mann (glaube ich, mag jetzt nicht googeln da Name unwichtig) der die Zeit berechnete, die das Universum brauchte, um die Größe des Universums auf ein Atom, das von Lemaitre benannte "Uratom" zu schrumpfen - knapp 14 Milliarden Jahre.
Andere Theorien besagen, dass dieses Uratom unendlich klein, unendlich dicht und unendlich heiß war. Das war der Zeitpunkt Null, also t0. Es gab absolut keine Zeit und keinen Raum. Deshalb kann man auch nie und nimmer herausfinden, was zu diesem Zeitpunkt war, da es einfach noch keine Zeit gab.
Weiter gehts mit der Entwicklung des Universums. Kurz gesagt "explodierte" dieses Uratom dann und breitete sich unvorstellbar schnell aus. Dabei hatte diese Explosion keinen Laut von sich gegeben, da etwas wie Schallwellen auch noch nicht existierten. Auch wäre kein Licht zu sehen gewesen. Erst in den ersten Bruchteilen einer Sekunde nach dem Urknall konnte es zu Kernfusionen kommen, die heute nur mehr im Inneren von Sternen stattfinden können. So wurden die ersten Elemente "geboren", wie Helium oder Lithium. Von da an nahm alles seinen Lauf. Aus gigantischen Nebeln bildeten sich Sterne, aus deren Überresten Planeten, und so mancher Planet "gebar" einen Trabanten, wie unsere Erde durch eine Kollision mit einem anderen Planeten unseren Mond. Die Sterne formten sich zu Galaxien und manche Galaxien zu Galaxienhaufen. Das Universum war geboren.
So sagt es in etwa die Urknalltheorie. Einen guten Bericht über den Urknall findet man auf wikipedia.org.
Einige Theologen fragen zu diesem Thema skeptische Fragen. Dass Gott die Erde an sich nicht geschaffen hat, sehen manche schon ein. Aber Fragen tauchen auf, wie "Warum kam es überhaupt zum Urknall?" Auch hier gibt es Theorien. In diesem Teilchen, dem Uratom, soll es zu einem Energiemaximum gekommen sein, und diese unvorstellbare Menge an Energie wurde in Form dieses Urknalles freigesetzt.
Im Gegensatz zu der Theorie steht die Schöpfungstheorie. Vor 10.000 Jahren etwa soll also Gott als Schöpfer in Erscheinung getreten sein, und Erde, Mond, Sonne, Universum, Ozeane, Landschaften, Elemente, Licht, Wetter, und alles was wir kennen erschaffen haben. Nachdem er die Erde als Planeten vollendet hatte, erschuf er Adam, den ersten Menschen. Da er extrem einsam war, entnahm Gott ihm eine Rippe und erschuf Eva, die erste Frau. Die beiden gebaren Söhne, unter anderem Kain und Abel. Gott erlaubte den Menschen alles, nur nicht, vom schönsten und fruchtbarsten Apfelbaum im Garten Eden zu essen. Und wie die Frauen so sind, hat die Eva mal schön kräftig zugelangt und wurde bestraft. Sie wurde verbannt, und von nun an konnte sie und ihre Nachkommen nur mehr unter Schmerzen Nachwuchs gebären. Weiters wurde das Schafgefühl auferlegt, und die bisher nackten Erdlinge kleideten sich fortan.
So wurde also die Welt und ihre Bevölkerung erschaffen.
Meine Theorie sieht so aus. Sie beruht aber nur auf amateurwissenschaftlichem Arbeiten und Forschen. Später, während oder nach meinem Studium, werde ich wohl die Fähigkeiten besitzen, sie auch mathematisch und physikalisch erklären zu können - oder sie eben verwerfen können.
Vor 10.000 Jahren soll Gott die Erde geschaffen haben. Jeder weiß, dass es bedeutend ältere archäologische Funde und Skelette gibt, zB Gesteinsproben oder der gute, alte "Ötzi". In dem Fall hat die Wissenschaft die Theologie und Theogonie für mich schon geschlagen.
Meiner Meinung nach gab es nie ein Uratom. Naja, das ist nicht ganz richtig. Es gab eines, allerding war es nicht unendlich heiß, dicht und klein. Klar war es extrem heiß, extrem dicht und extrem klein, aber nicht unendlich. Es fällt mir schwer, meine Theorie in Worte zu fassen, aber ich versuche es. Angenommen, es gab vor unserem Universum schon ein Universum. Und noch eines, und noch eines. Nun ja. Unser Vorgängeruniversum entstand gleich wie unseres. Es expandierte so wie unseres. Allerdings muss seine Beschaffenheit, also Temperaturen oder Druck nicht unbedingt gleich wie in unserem gewesen sein. Das ist aber irrelevant. Es expandierte also, bis die Gravitation im Inneren des Universums so groß wurde, bis die Expansion gehemmt und schließliche zu einer Kontraktion wurde, also von einer Ausdehnung zu einem Zusammenziehen. Dies geschieht wieder so lange, wie es sich ausdehnte, praktisch wird der Ablauf seit dem Urknall des Universums "zurückgespielt". So lange, bis das Universum wieder extrem klein, dicht und heiß ist. Das schrumpft dann so lange, und die Gravitation im Inneren des Atoms schrumpft mit seiner Masse ja auch, bis wieder ein Maximum an Energie vorhanden ist, dass die Einigkeit zwischen Raum, Zeit und Materie, wie sie in diesem kleinen Teilchen herrschte, wieder voneinander trennt und so ein neues Universum erschaffen wird.
In meiner Theorie muss man allerdings von einer Unendlichkeit des Raumes und der Zeit ausgehen. Aber warum nicht? Für mich sind sowohl Raum, als auch Zeit unendlich. Wir haben unser Universum. Das ist der uns bekannte und mit unseren Teleskopen teilweise sichtbare Raum. Teilweise deshalb, weil das Licht, das aus entfernteren Regionen des Alls zu uns stößt, noch unterwegs zu uns ist. Die Sonne ist 8 Lichtminuten von uns entfernt. Also benötigt das Licht von der Sonne, also im Endeffekt das Bild von ihr, acht Minuten, bis es unsere Erde erreicht. Wenn also die Sonne untergeht, und sie bei uns acht Minuten vor Eintritt in den Horizont noch sichtbar erscheint, wäre sie für einen Beobachter, der auf einem Planteten zwischen Erde und Sonne in gleichem Abstand mit einem Winkelmesser stünde, schon untergegangen. Einfacher - Würde die Sonne jetzt auf einmal "ausgehen", würden wir noch für acht Minuten von Licht versorgt werden. Bei Entfernungen von einigen Milliarden Lichtjahren ist es also üblich, dass wir Objekte sehen, die eventuell schon lange tot sind. Gleiches Beispiel - Wir beobachten einen Stern, der 10 Milliarden Lichtjahre entfernt ist. Also erreicht uns das Licht, dass er vor 10 Milliarden Lichtjahren absonderte. Also ist er in Wirklichkeit schon 10 Milliarden Lichtjahre weiter, also kann er mittlerweil ein schwarzes Loch, ein Pulsar oder ein weißer Zwerg sein.
Nun ja, zurück zu der Theorie. Unser Universum ist also nur ein Teil eines unendlich lange dauernden Vorganges, der Universen praktisch ein fürs andere Mal neu entstehen lässt, nur um sie dann wieder zusammenfallen zu lassen, woraufhin ein neues Universum entsteht. Solche Universen-Fäden muss man sich vorstellen wie eine Eisenkette, die aus vielen eisernen Ringen besteht. Wo der eine anfängt, hört der andere auf. Und auch von diesen Ketten gibt es unendlich viele, da ja auch Raum unendlich ist und Raum nur Teil eines Universums sein kann.
Ich habe jetzt einen halben Roman verfasst, und sollte es wissenschaftlich und theoretisch interessierte Hobbyastronomen, oder gar studierte Wissenschafter unter den Lesern geben, würde ich gerne einige Meinungen von Euch hören - Wie glaubt ihr, ist unser Weltall entstanden? Schön wäre es auch, wenn Ihr Worte über meine Theorie verlieren könntet!
Und selbstverständlich auch zum Thema Gott als Schöpfer. Über eine interessante Diskussion würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße
Lukas