Einstieg in die Astrofotografie

DeepSky Fotografie - Präsentation eigener Astrofotos
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PatrickPinzgau
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Beitrag von PatrickPinzgau »

Hallo Robert,

Mir gings ähnlich wie dir ,Dieters Homepage ist eine Augenweide ;-)

Im September ist kein Problem,derzeit bin ich wenn das Wetter passt sowieso am fotografieren,außer ich hab in der Firma irgendwelche Extra-Aufräge!

Schau dir mein Equipment an,ich hab ja auch erst im Sept.2009 angefangen die Rolldachhütte zu bauen,wollte zuerst eigentlich visuell weiterbeobachten und ein 16 Zoll
Martini....und hab dann den Weg zur Fotografie eingeschlagen.

Seit Mai dieses Jahres hab ich mein Setup komplett ,man muß ja nicht alles gleich komplett haben und irgendwas fehlt sowieso immer! Nur macht es halt mehr Spaß wenn der Krempel läuft,sei dir bewußt das auch Frust dazugehört und wir alle machen fast immer kleine Fehler,den perfekten Abend gibts selten!




LG Patrick
zinglerm
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Beitrag von zinglerm »

Hallo Robert!

Diese Frage würde mich auch interessieren.....sind die Bildunterschiede beim Fotografieren zwischen Newton und APO groß?

Sind APO schärfer? Dafür Newton lichtstärker?

Ich hänge mich einfach bei deinem Thread mit an.... :D
Liebe Grüße
Markus
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tommy_nawratil
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Beitrag von tommy_nawratil »

hallo Markus,

ich antworte mal als Newton-Verwender: Die Unterschiede für Fotografie im Primärfokus sind hauptsächlich in der Lichtstärke, den Spikes und der FWHM zu sehen.

Newtons sind lichtstärkerum 1-2 Blendenstufen, also brauchen bei gegeber Brennweite halb oder viertel so lang für die selbe Photonenanzahl bzw sammeln entsprechend mehr Photonen bei gleicher Belichtungszeit.

Newtons machen Spikes.

Newtons haben durch die Obstruktion einen etwas stärkeren ersten Beugungsring, was den Stern eine Spur fetter macht. Auch Tubusseeing macht den Stern fetter. Den Löwenanteil hat immer das Seeing, aber die Probleme addieren sich leider auf.

Newtons muss man justagemässig in Schuss halten, aber das weisst du eh.

Apos machen einen etwas feineren Sternpunkt, leiden weniger unter Tubusseeing, sind bei gleicher Objektivgrösse schwerer, sind in der Regel lichtschwächer, haben keine Spikes.

Beide Syteme brauchen Korrekturelemente um gute Sternabbildung über den ganzen Chip zu haben. Kontrastmässig wird der Apo immer etwas die Nase vorn haben, aber durch Velourauskleidung holt der Newton sehr stark auf.

...und natürlich der Preis, das ist auch ein Unterschied.

lg Tommy
zinglerm
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Beitrag von zinglerm »

Danke Tommy!

Das heißt, bei jedem System muß man wohl abstriche machen.

Es ist mitunter auch persönlicher Geschmack - oder?

Danke nochmals.

Liebe Grüße
Markus
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Daniel_Guetl
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Beitrag von Daniel_Guetl »

Hallo Markus,

Geschmack, ja des triffts. Ich mag Newtons schon, aber mobil über holprige Feldwege mag ich damit net fahren. In einer Sternwarte könnt ich mir nen Newton Astrographen gut vorstellen, mobil ist mir aber mein Apo der stoßfest verpackt in seiner Transportkiste lagert viel lieber! Ist zumindest für mich eines der wichtigsten Kriterien gewesen bei der Wahl des Gerätes. Zusätzlich kommt noch die vorliebe dazu, was man denn gerne aufnehmen möchte. Wennma eher auf die großen und schwachen Nebelgebiete steht, dann ist Brennweite bis maximal 800mm angesagt, hier gibts in der Apo Kategorie deutlich mehr Auswahl. Ein weiteres Kriterium war für mich auch ein flugreisetaugliches Gerät zu haben dasma mal im Handgepäck nach Namibia mitnehmen kann, das erfüllt mein Apo sehr gut. Ein verleichbarer Newton...undenkbar. Wer gerne nebenbei ein schnellspechtelgerät haben will das nicht zu kompliziert ist findet im Apo halt ein universalgerät, mit dem man nicht soviel sieht wie im newton, dafür sehr ästetisch, nadelfeine punkte. Das ist mir persönlich wichtiger als viel vom Objekt zu sehen (viel sehen tu ich eh auf den Fotos).

Was ich eigentlich sagen will: sollte man sich wirklich überlegen, der Aspekt wie einfach ein Gerät von A nach B zu transportieren ist und wie schnell es dann einsatzbereit ist, ist incht zu verachten.

Viele Grüße

Daniel
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rorma
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Beitrag von rorma »

Hallo Daniel,
Hallo Markus,


diese Argumente sind natürlich auch wichtig, obwohl ich sicher von meiner Rolldachhütte aus agieren werde - ist womöglich einmal eine Session im Gebirge nicht auszuschließen.

War diese Woche in Filzmoos auf der Sulzerschneid, sind dann am Abend noch in einer Hütte gesessen und habe mir dann natürlich den Sternenhimmel mit einem Feldstecher zu Gemüte geführt und dabei gedacht - hier kommt nur Equipment in Frage welches zu transportieren auch wäre.

LG und CS Robert
"Erwarten Sie nicht, beim Schauen schon zu sehen. Sehen ist eine Kunst, die erlernt werden muss!"
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