Hallo Freunde,
hatte ein ziemliches AHA-Erlebnis, nachdem ich nach längerer Pause wieder etwas aktiver in Sachen Astronomie geworden bin.
Habe bisher meine Jupiteraufnahmen offenbar komplett falsch bearbeitet und mit Extremschärfungen in Registax Details aus Viedos holen können, mit denen ich niemals gerechnet hätte.
SW deshalb, da ich meine DMK72 endlich einmal wirklich am Planeten bei ganz gutem Seeing testen wollte und ich keine Farbfilter habe ( bisher ). Nebenprodukt war viel Mond....
C11, IR-pass im Focus, 2000 von 3000 Bildern gestackt.
Ist schön wenn wieder mal ein Knopf aufgeht, gell? Bei mir machen die Registax wavelets grüne Säume, daher nehm ich lieber die aus Avistack. Das macht mir auch ganz ausgezeichnete Jupiters - wenns Seeing passt
eine noch etwas heftigere Variante hänge ich noch an. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt.
Avistack werde ich noch gründlich vergleichen, habe ich in letzter Zeit kaum verwendet.
Empfehlen ist immer so eine mehrschneidige Sache. Kurz zusammengefasst, das Preis-leistungsverhältnis in Relation zu den sonstigen - überteuerten - Preisen passt meiner Meinung nach.
Nachteil: rolling shutter, wenn was wackelt, dann gibt es Verzerrungen im Bild. Da mir der Vergleich mit einem CCD eigentlich fehlt - hatte eine DMK 21, die mich nicht so wirklich überzeugt hat - und die ToUcam, hier nur soviel, dass ich mit dem rolling shutter eigentlich keine Probleme habe.
Die kleinen Pixel ersparen eine Barlow, somit keine zusätzlichen Fehler im System, rauschen relativ wenig, aber die Empfindlichkeit mag sonst besser sein, wenn die Pixel größer sind.
Wenn das Seeing passt, ist kein Binning eindeutig besser als Nachvergrößern.
Die volle Auflösung nütze ich nicht mehr, da die Dateien zu groß werden und die Bearbeitung sehr kompliziert wird, viele Artefakte und Stackingfehler. Optimal sind für mich 1600x1200, geht noch mit der Framerate und auch beim Bearbeiten. Was super ist, im 4xbinning einzustellen und zu zentrieren und dann ohne Binning, am Mond eben 1600x1200 und am Planeten 640x480.
Im Vergleich zu meiner bisherigen Kombi mit TAL 2xBarlow und der OpticstarPL130 sind die Unterschiede auf den ersten Blick gering, aber im Detail, zB an der Rille im Alpental, ist die Auflösung ohne Barlow doch besser und zarter.
Die zwar möglich Belichtung von 30 Sekunden ist allerdings sinnlos.
Gain über 20 ist ebenfalls sinnlos, da dann vertikale Streifen im Summenbild auftauchen, ist aber auch nicht nötig.
Für Mond gut und Planeten auch gut, allerdings muss ich erst noch sehen, wie ich mit Farbfiltern zurecht komme.
Die angegebenen Framraten sind zumindest mit meinem PC nicht zu erreichen, aber immer noch schneller, als mit der PL13( cmos 1280x1024 )
Danke an alle fürs Interesse
lg Herwig
Zuletzt geändert von herwig am 21.10.2011, 20:26, insgesamt 1-mal geändert.