Habe heute ein paar Wolkenlücken zur Sonnenfotografie nutzen können. Leider war das Seeing nicht das gelbe vom Ei und so war das Scharfstellen ein gewisses Lotteriespiel. Dazu kommt noch, dass ich das erste Mal die Alccd5 auf die Sonne gerichtet habe (natürlich mit Objektivfilter). Irgendwie wird sie mit dem Gradienten der Sonne nicht fertig. Desto näher zum Zentrum, desto ausgebrannter die Fläche. Hier muß ich noch mit der Belichtung nachbessern (1ms, 4% Gain). Das nächste Mal (wenn keine Wolken am Himmel sind) werde ich die Bilder mit dem Schmalbandfilter machen. Hier ist das Beste, was ich herausbekommen habe.
Auf diesen Aufnahmen zeigen sich die vertikalen Streifen, welche schon Reinhard vor einigen Wochen beschrieben hat. Auf den Mondaufnahmen waren sie nicht zu sehen.
yep das sieht schon gut aus, die tief stehende Sonne wabert was das Zeug hält.
Die Kamera ist gegen Helligkeitsvariationen wesentlich empfindlicher als das Auge, man muss hat schauen dass die Sonne im Zentrum nicht ausgebrannt ist. Ich nehm immer 1ms Belichtungszeit und regle die Helligkeit mit gain. Bei der Bearbeitung muss man dann selektiv
die Helligkeit regeln, mach ich meist per Gradationskurven und Zonenmaske. So 2-3 Kurven/Zonenmasken reichen meist um alles zu zeigen.
Alle Entrauschung und Helligkeitsbooster muss man immer weghakeln im Menü der AlCCD5, zumindest an der Sonne. Vielleicht gehen so auch die senkrechten Streifen weg, denn bei mir sind die nicht zu sehen. Ich lasse die Sonne auch immer ein bissl wandern, sozusagen ein Dithering.
Scharfstellen ist immer ein Gefrickel, ich achte bei der Sonne immer auf maximales Detail bei den Sonnenflecken.
@Reinhard: Ich verwende ein altes ASUS Eeepc Netbook (2. Generation) zum Aufnehmen. Das Teil hat einen 10" Monitor. Zum Scharfstellen suche ich mir ein Kontrastreiches Objekt (in diesem Fall einen deutlichen Fleck), vergrößere die Voransicht auf 200% und stelle über den Helikalauszug in exzessiver Kleinarbeit (auf ruhige Momente wartend) solange scharf bis ich zufrieden bin. Zum Finish verwende ich den Wavelet Filter von Registax. Mit den AVI´s der Alccd5 kommt die Version 6 bestens zurecht. Wenn ich die DSLR Bilder stacke (hier verwende ich zum Scharfstellen Liveview mit dem Netbook zusammen mit dem Helikal Auszug) liefert die Version 5.1 (diese Version kann zusätzlich die CR2 direkt verwerten)die besseren Ergebnisse. Die Schärfung der DSLR Bilder führe ich allerdings mit Fitswork durch.
@Tommy: Danke für die Tips. Ich werde bei nächster Gelegenheit (heute liegen bei mir ca. 15cm Neuschnee und es schneit lustig weiter (alles schön weiß) (Astronomie) durchführen.