Diesmal habe ich den Gebirgszug der Apeninnen bildlich festgehalten. Namensgeber dieses Gebirgszuges sind die Apeninnen, welche den Stiefel Italiens auf einer Länge von 1500 km durchziehen. Auf dem Mond ist dieser Gebirgszug nur 950 km lang, allerdings auch diese Strecke möchte ich nicht zu Fuß gehen. Die Höhe von 5400 m ist auch nicht zu verachten.
Lunographisch trennen die Apeninnen das Mare Imbrium vom Mare Vaporum von südwest nach nordost verlaufend. Im Verlauf findet man mehrere Gipfel, welche teilweise Eigennamen tragen. Von links unten beginnend (beim Krater Erastothenes) ist direkt nach dem Schmalen Grat, dort wo der breite Bergrücken beginnt, der Mons Wolff, ein 3500 m hohes und 35 x 35 km großes Massiv. Der Kante des Mare Imbrium folgend stößt man an der Stelle, wo das Mare Vaporum in den Bergrücken vordringt, an den Mons Ampere, ein etawas kleineres Massiv und gleich daneben der Mons Huygens, welcher etwas größer ist und mit 5400 m deutlich höher. Auf dem Bild werfen beide recht prominente Schatten und sind daher recht gut auszumachen. Im weiteren Verlauf stößt man auf den Mons Bradley, ebenfalls in der Größenklasse des Mons Wolff, mit dem etwas östlich gelegenen 22 km messenden Krater Conon, dessen westlicher Kraterrand leider deutlich überbelichetet ist. Am Ende des Gebirgszuges findet man noch die beiden Gipfel Mons Hadley Delta und Mons Hadley. Im Bereich des Ersteren ist die Mission Apollo 15 gelandet. Leider kann man die Landefähre aus dem Bild nicht ausmachen, allerdings kann man ansatzweise die Rima Hadley erkennen, neben der sie gelandet sind. Von dort in Richtung des Kraters Archimedes ziehend liegt ein 30 km langes Vorgebirge, welches Promontorium Fresnel getauft wurde. In dem Vorgebirge kann man eine Furche erkennnen, die Pyroclastic Rima Fresnel erkennen. Dahinter liegt der Krater Archimedes, der größte Krater auf dem Bild. Unterhalb des Vorgebirges findet sich eine Ebene, welche Palus Putredinis (stinkender Sumpf) getauft wurde.
Der Krater Archimedes ist eine 83 km im Durchmesser messende Ringebene, dessen Einschlagbecken soweit mit Lava gefüllt ist, dass die Zentralberge darin abgesoffen sind. Der Krater im Osten ist Autolycus und am Bildrand kann man noch Reste des Kraters Aristillus erkennen.
Das schwarze Loch am Anfang der Apenninnen ist der 58 km große Krater Eratosthenes, dessen Kraterrand angeleuchtet wurde. Die Ebene unterhalb des Eratosthenes mit den Verwerfungen heißt Sinus Aestuum.
Alles in allem handelt es sich hier um eine sehr interessante Region bei der man immer wieder etwas neues zu erzählen findet aber um Euch nicht vom Lesen abzuschrecken lasse ich es gut sein. Bei Gelegenheit werde ich Detailbilder der Gegend machen und diese natürlich wieder beschreiben.
Im Anhang noch ein Link zu einem Bild von der NASA aus der Region vom LRO mit Beschriftungen.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... _-_WAC.JPG
Und hier das Bild:

Leider hat es ein wengerl gedauert, da ich mit der EBV, besonders mit dem Stacken zu kämpfen hatte und derzeit noc heinige Bilder in der Warteschleife hängen.
CS aus Wien
Grüße Niki