Am Abend vor dem Jahrhundertereignis klarte es auf, laut Prognosen ein gutes Zeichen
für den Venustransit am kommenden Morgen.
Meine bessere Hälfte meinte ich sollte doch zeitlich schlafen gehen wenn ich nächsten Tag so
früh raus muss.
Ich konnte es mir aber nicht verkneifen und wollte trotz noch fast volllem Mond ein wenig
Deep-Sky machen.
Messier 92 war der Kanditat:

8" TMB-Achromat mit Vixen 0.67 Reducer
QHY8 mit IDAS LPS V4 Filter
1h 8min bei 22 Frames
DSS, CCD-Stack, PS, PI
Als ich gegen 01:00 Uhr dann ins Bett ging und mir den Wecker auf 03:30 stellte dachte ich mir nur: "Du
Volltrottel, brauchst eh jede Minute Schlaf und jetzt haste nur ein paar Stunden."
Als dann der Wecker klingelte und auch noch der Mond ins Schlafzimmer schien war ich
putzmunter und voll motiviert!
Nach knapp 50min Fahrzeit war ich an unsrerem ausgemachten Beobachtungsort am Hochkogel im Mostviertel
angekommen und dem Himmelsspektakel mit dem Vorbeigang der Venus vor der Sonne stand nichts mehr im Wege.
Leider vereitelte dann die heranziehende Warmfront die Beobachtung des 3. und 4. Kontaktes, dennoch konnte
es die Freude um die Beobachtung des 2. Venustansits in meinem Leben keinen Abruch tun.

6" Bresser Phönix
Canon EOS 400da

