Hier eine Bicolour Version des Pelikan-Nebels: Ha und OIII jeweils 300min belichtet innerhalb zweier Nächte.
Bei dieser Variante - wie auch bei der 3-Farben-Schmalbandmethode - kommen die Ionisationsstoßfronten der Gasnebel sowie Staubstrukturen und Dunkelnebel kontrastreicher hervor, als bei der herkömmlichen RGB-Variante. Das Hervortreten dieser physikalischen Phänomene (auch bedingt durch die Schmalbandfotografie) gefällt mir so an dieser Methode!

größer:http://www.nindascht.startime.at/AltaU1 ... ico_p4.jpg
Allgemein empfinde ich den Bereich des Pelikan-Nebels als einen sehr spannenden und vielgestaltigen Nebelbereich, indem sich dichte und dünnere Nebelpartien in allen Richtungen gegenseitig überlagern, hauchfeine Nebelfetzen durchziehen ebenso das Gebiet und auch bezüglich der Dichte sehr differenzierte Staubbereiche sind auszumachen.
Zu beobachten sind Dunkelnebel, Staubstrukturen, Bok-Globulen, OIII-, Ha-Emissionen und Ionisationsstoßfronten, welche entstehen, wenn das vom anregenden O-Stern heiße UV-Licht die dichteren Nebelmassen noch nicht durchdringt und ihren Rand dann hell aufleuchten läßt.
Der den Pelikan-Nebel anregende UV-Stern der Spektralklasse O muß in der Dunkelwolke LDN 935 liegen, welche Pelikan-Nebel und NA-Nebel trennt, da die Ionisationsstoßgrenze mit dem Elefantenrüssel (sowie auch the Great Wall des NA-Nebels) konvex zum LDN 935 orientiert ist.
Hier ein crop des Elefantenrüssels im Ha-Licht

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LG Norbert
