Vielen Dank an alle für das tolle Echo! Der Hintergrund ist tatsächlich optimierungsbedürftig, die Ursache liegt aber nur teilweise an den Darks (Verstärkerglühen rechts unten). Das gesamte Restproblem hängt an den Flats! Die Aufhellung ist nämlich eine Vignette:
Die Ursache ist die Lichtquelle, ich habe nämlich mein Notebook verwendet. Das hat bis jetzt bei 60 bis 90 Minuten ganz gut funktioniert, aber jetzt, wo ich in immer tiefere Bereiche gehe, sieht man das Problem, dass ein Notebook-Display in Schrägsicht dunkler ist als von vorne. (Den noch deutlicheren Effekt in vertikaler Richtung kompensiere ich, indem ich das Notebook bei der Hälfte der Bilder um 180° drehe.)
Wenn also die Flats stärker vignettieren als die Astro-Aufnahmen, bekomme ich eine Überkorrektur und eine Aufhellung am Rand, genau das, was man an dem gepushten Bild erkennt.
Das bedeutet: Ab jetzt wird nur mehr mit der Flatbox gearbeitet, auch wenn sie etwas sperriger ist als der PC. Letztlich muss man aber schon sagen, eine DSLR wird nie die Chiphomogenität einer CCD erreichen, da muss man dann schon irgendwo realistisch bleiben...
Werner, nachträgliche Manipulationen sind verziehen, der Sohn von meiner Freundin hat auch gesagt, das rechts (M84/M86/NGC4388) sieht aus wie ein Gesicht.
Robert, ja, ich denke ich sollte vielleicht die GP-DX doch noch nicht in Pension schicken. Ein kleiner Tageslichtworkshop zur Justage des Deklinationsschnecken-Andruckes könnte mir nicht schaden. Honorare werden im Hawidere in Bieren ausgezahlt.
Und zu den vielen Nebelflecken, ja, das ist wirklich erstaunlich. Ich habe anhand von Zonenzählungen weit über 100 mehr oder weniger deutlich nebelige Objekte geschätzt.
Ich melde mich noch einmal, wenn ich mit einer ausgefeilteren Gradientenkorrektor fertig bin. Normalerweise versuch ich es auf minimalistisch, denn man kann sich mit Gradientenkorrektur auch gewaltige Verfälschungen einhandeln. Aber diesmal werd ich's einmal mit Korrekturprogrammen versuchen.
Liebe Grüße
Reinhard