Einen größeren Newton zulegen.
in Pixinsight forum hat es einmal eine Diskussion gegeben wie man per Convolution Spikes an die Sterne kleben kann. Wäre mal interessant zu fragen ob man umgekehrt auch eine Deconvolution machen kann. Die Macher von PI sind da sehr kompetent.
Fragen kostet ja nichts.
Zum Filter; bei deinen Bedingungen (Großstadt) ist die Verwendung eines Filter grundsätzlich richtig. Dann bekommst du etwas mehr Kontrast zw Himmel und Motiv. Wenn du solche Filter an Motiven verwendest die breitbandig Licht reflektieren dann vernichtest du dir die Vorteile. Du schluckst Störlicht und Licht des Motivs ebenso. Die Frage bleibt, ob der Filter für deine Bedingungen das Quäntchen mehr bringt oder kaputt macht. Das kann man nur ausprobieren.
Zum Histogramm; solange das Histogramm des linearen Rohbildes schmal ist, dh wenn überhaupt, nur die Sterne der Sättigung gefährlich nahe kommen, könntest du m.M.n. ruhig mittig oder etwas darüber belichten. Da bist du auf jeden Fall noch im linearen Bereich und du holst das Maximum an Info raus, was du dem hellen Himmelhintergrund entsaugen kannst. So solltest du auch Rauschen abschwächen. Ist ein Bild so belichtet, dass das Histogramm weit links ist, bist du näher am Hintergrundsignal und das Aufspreizen würde dazu führen dass du auch das Rauschen stärker raufholst.
Stelle es dir so vor, dass du ein Bild mit Histogramm links quasi nur mit einer monoexponentiellen Funktion und ein Bild mit Histogramm mittig mit einer sigmoiden Funktion (s-förmige Kurve) spreizen kannst. Du hast mehr Selektivität wie du die Daten spreizen kannst.
zu den ISOs; wenn man kann, dann ist es immer gut die ISOs unten zu halten und länger zu belichten. Das erhöht die erreichbare Bittiefe des Bildes und sollte so Information konservieren.
Ich würde an deiner Stelle mit den ISOs runter, die Belichtungszeit so wählen, dass du bei der Histogrammmitte bist und für deine Bedingungen würde ich 9h als vergebene Liebesmüh ansehen. Da würden wie gesagt 2-3h auch reichen um das Ergebnis das du gezeigt hast zu erreichen. Ob mit oder ohne Filter wird nur das Experiment klären. Gilt aber natürlich nur für objekte mit kontinuierlichen Spektrum.
So würde ich die Sache sehen; falls die Kollegen da etwas zu korrigieren haben - bitte darum.
Lg, Christian