Diese Nacht war endlich wieder mal Hochrindl Time! Das Wetter besserte sich überraschend und Michael und meine Wenigkeit begaben sich auf den in unserer Region wahrscheinlich besten Beobachtungsplatz.
Nach einem kleinen Missverständnid trafen wir uns dann auch. Ich wollte unbedingt fotografieren, kämpfte aber die ganze Zeit nur mit Schwierigkeiten. Das Guiding wollte einfach nicht klappen
Daneben widmete sich ein entspannter Mitstreiter mit seinem treuen Refraktor den Doppelsternen. Das war gut für mich, denn so konnte ich mich mit einem Blick durch dieses Fernrohr immer wieder entspannen und meine Troubles kurz vergessen. Unglaublich, welche mir völig unbekannten Doppelsterne präsentiert wurden.
Ich wollte trotzdem nicht aufgeben und unbedingt irgendein Foto von dieser genialen Nacht mitnehmen. Ein letzter verzweifelter Versuch war die Aufnahme der Region im Schwan mit dem 50mm Objektiv. Angesichts der Misserfolge wurde ich was die Brennweite betrifft sehr bescheiden.
Hier das Resultat: (350d mod., Canon 50 f/1.4 bei F/2.5, 13x180s bei ISO 800)

Man sieht den Bereich vom Nordamerikanebel bis hin zum Cirrus Nebel Komplex.
Und hier noch in groß http://www.prokyon.startime.at/Bilder/Cygnus_large.jpg
Leider war die Abbildung des Objektives am Rand nicht gut, deshalb sind die Bilder beschnitten. Das nächste Mal werde ich noch etwas mehr abblenden.
Aber nach dieser Aufnahmenserie verließ mich mein Mitstreiter und ich beobachtete noch ein wenig mit meinem kleinen Dicken (Skywatcher 102/500
Es war eine Freude, mit so einem Richfield Gerät (und 2" Okular) die Cirrus Region mit OIII Filter zu betrachten. Den Nordamerikanebel habe ich visuell noch nie so deutlich gesehen!!!
Ein Higlight war auch der Spaziergang durch den Schützen und die Milchstraße dann weiter nach Norden. Man sieht so viele Objekte, und alle mit Details!!! Lagunen-, Trifid-, Omega-, und Adlernebel - einfach ein Traum. Und dann noch die vielen Sternhaufen.
Zum Abschluss gab ich mir dann nochmals M13 im Pentax mit dem 4mm Okular. Immer wieder überraschend, was der kleine Kerl leistet.
Wenn ich nun den Skywatcher und den Pentax vergleiche, so punktet der Skywatcher mit der großen Lichtstärke, die Objekte sind einfach heller. Der Pentax hingegen ist bezüglich Schärfe überlegen (welch Überraschung
Die Beobachtung macht aber mit beiden kleinen Refraktoren sehr viel Spaß.
Um ca. 3.15 Uhr begann es zu dämmern und so trat ich die Heimfahrt an. Im Gurktal war Nebel, das entlockte mir nur ein verschmitztes und zufriedenes Grinsen.....
cs
werner