ich meld mich jetzt auch wieder mal zurück, nachdem ich im Herbst leider arbeitsbedingt immer recht wenig Zeit, gerade für nächtliche, Hobbies habe.
Ich hab mir mittlerweile hier aus dem Forum (danke noch mal!) eine gebrauchte Atik 314L zugelegt und bin somit in die Welt der s/w-CCD eingestiegen. Ziel ist auf jeden Fall Schmalband, das sich aus der Stadt heraus am meisten lohnt, aber auch LRGB kann man trotz aller Widrigkeiten durchaus einsetzen, so wie auf dem first light, das ich euch zeigen möchte, nachdem ich die Atik gestern das erste Mal einsetzen konnte:

Daten: Skywatcher 80/510, HEQ5, Mgen+Sucher. Atik 314L mit SX el. Filterrad+Baader LRGB. 20x2 Min L, je 10x2 Min RGB. Flats (ge-masterbias-t), keine Darks. Aufnahme: Sequence Generator Pro. Bearbeitung: PixInsight (wobei ich natürlich noch viel zu lernen habe, da LRGB schon ganz was Anderes als eine DSLR-Bearbeitung ist). "Seeing" beim Fokussieren war übrigens so um 1,5 FWHM.
Eigentlich wollte ich den Pferdekopf noch mit drauf haben, aber das ist bei dem kleinen Chip selbst bei 510mm fast nicht zu schaffen und so möge man das überaus bekannte Objekt einmal für sich und aus einer anderen Perspektive sehen. Für mich erstaunlich ist der "Vorhang", der sich durch die Bildmitte legt, links wegen der "Dunkel"nebel wenige Sterne sichtbar, rechts viele. Ist auch irgendwie reizvoll - ist mir aber erst danach aufgefallen ääääh war natürlich so geplant!
Woher kommen die Spikes von Alnitak? Keine Angst, der Skywatcher kann nix dafür. Ich mache die Aufnahmen am Hausdach und Richtung Süden stehen einige höhere Pflanzen, von denen sich bei den letzten L-Frames ein Ast ins Bild gezwängt und Beugungserscheinungen verursacht hat (das schlimmste davon konnte ich übrigens bei der Integration mit Winsorized Sigma rausrechnen!). Ich wollte die L-Frames aber trotz allem nutzen. Nächstes Mal nehm ich die Gartenschere mit rauf .....
lg,
Martin