Bei mir stehen in nächster Zeit einige Änderungen im Raum. Ziel ist der Aufbau eines Parallel - Teleskopsystems zur simultanen Belichtung der RGB und des L Kanals.
Für L wird ein 12" f/4 Newton zum Einsatz kommen, für RGB mein 5" f/5 Newton huckepack auf Spezialschellen montiert.
Also, die Teleskopwahl ist erledigt, als RGB-Kamera soll weiterhin meine SXV-H9 dienen. In der vergangenen "Schönwetterphase" (= 2 Nächte, aber mieses Seeing) hab ich getestet, wie sich die Kombination von 12" Lumianzen zu 5" RGBs verhält. Fazit ist, es klappt. Bei den Belichtungszeiten muss ich zukünftig im Auge behalten, genug Farbe zu belichten und die Luminanz in der Bearbeitung nicht aufs äußerste auszureizen.
Gesucht ist nun eine Kamera für die Luminanz. Im Frühjahr bei sehr kleinen Objekten (Galaxien) wird vermutlich auch die Farbe mit dem 12" belichtet.
Es läuft, wenn man sich die verfügbaren Chips so ansieht, auf den allgegenwärtigen 8300er oder aber auf einen Sony Chip mit kleinen Pixeln hinaus. Alle anderen Chips sind entweder unempfindlich (Kodak 2020), Non-ABG oder Vollformat.
Non-ABG würde ich sogar in Kauf nehmen, das Blooming fällt aber mit den Spikes zusammen (schlecht), und 45° Spikes mag ich nicht.
Die meisten Gedanken mache ich mir eigentlich um das Sampling, das beim 8300er mit knapp unter 1"/Pixel liegt und somit noch vertretbar wäre, bei den Sony Chips liege ich da bei 0,78"/Pixel.
So nebenbei hab ich ja auch noch das Problem, dass die Bildfelder der beiden Teleskope so halbwegs zusammenpassen sollten, ich will ja nicht die Hälfte wegschneiden.
Wie seht ihr die Sampling-Frage? Dramatisch, nicht so dramatisch oder bei langen Belichtungszeiten eh wurscht?
Die kleinen Pixel würden die Option "Luminanz im 2x2 Binning" eröffnen...
Ich könnte die ganze Sache nun mit einigen Freunden per Mail diskutieren, aber vielleicht kann ja noch jemand Nutzen aus der Diskussion ziehen.
LG, Markus