hier ein Nordamerika/Pelikan Komplex mit dem Canon 200L bei Offenblende f/2,8 auf Eos600da,
ca 3h in 2min Subs nachgeführt auf Polarie. Hatte das schnell aufgestellt und laufen lassen während ich mit der CCD rumspielte
Habe versucht die H-Alpha Strukturen gut rauszuarbeiten. Die Sternabbildung ist bei f/2,8 nicht mehr so nadelfein,
aber Signal hatte erste Priorität. Die Polarie arbeitete tadellos und es gab keinen Ausschuss.
Sehr gut eingefangen den Nordamerikanischen Kontinent.
Unglaublich viele Details sind schon auf dieser Aufnahme zu sehen.
Bin schon gespannt was Du mit der 8300 gemacht hast!
Ich hatte mit dem Objektiv experimentiert, da es leider im Naturzustand eine leichte Verkippung ausweist.
Rechts unten hatte ich immer Österreichfahnen, also der Rotkanal "blutete" links und rechts aus
dem Sternscheibchen aus. Daher ein Papierl untergelegt, das ist jetzt weg, nun sind aber die Farbkanäle übers Feld
leicht gegeneinander verzerrt. Das führt zu den weicheren Sternscheibchen. Abblenden würde da übrigens nicht helfen.
@ Heiko: Ja ich habe das lineare Bild mit multiscale median transform entrauscht, im Moment mache ich das gerne wie folgt:
5 Ebenen, aber nur bei Ebene 1 amount 1 und Thresh 1,5 und Ebene 2 amount 0,5 und Thresh 1.
Bei den Ebenen 3,4,5 ist amout auf Null. Aber die Regler für adaptive stehen so 1,4 0,8 0,3 0,2 0,2.
Das wirkt auch wenn amount Null ist. Zuerst wird das Bild geklont und aufgezogen um eine Maske zu generieren.
Diese Maske wird schon so mit MMT entrauscht, damit das Rauschen der Maske sich nicht abbildet.
Dann Maske aufs Bild und invertieren um die hellen Bereiche zu schützen. Nun dieselbe MMT, mit leicht varrierten Werten
aufs Bild anwenden. Schwaches Signal soll nicht verloren gehen, und keine "Löcher" im entrauschten Bild entstehen.
Das geht nur wenn man auch Ebene 5 einbezieht, soweit ich gesehen habe.
Ist mir das fertige Bild zu glatt, dann mixe ich gerne per PixelMath mit dem nicht entrauschten Bild.
Das spart später künstlichen noise einzuführen, was viele Fotografen offenbar machen damit
der Hintergrund nicht unglaubwürdig aussieht.
Danke für Deinen Tip bezüglich MMT. Hab ich alles genau notiert und wird demnächst probiert.
Warum verwendest Du einen Clone als Maske und nicht Starmask? Wegen der Nebel?
Bei meinem 200er haben die Sterne allesamt rote Ausläufer am Rand. Aber komplett rundrum. So als würde der Abstand zum Chip nicht so genau passen. Oder es liegt am CLS.
Durch das Glas ändert sich da ja sicherlich was.
Starmask verwende ich hier nicht, weil ich auch die helleren Nebelbereiche schützen will.
Tut ausserdem nicht was ich will, das tool. Noch nicht.
Das 200L kann Rot und grün nicht gleichzeitig perfekt fokussieren, es hat einen leichten Farbfehler.
Darum sind die Sterne im R Kanal fett wöhrend sie im G Kanal fein sind.
Unabhängig vom verwendeten Filter.
tommy_nawratil hat geschrieben:
Starmask verwende ich hier nicht, weil ich auch die helleren Nebelbereiche schützen will.
Tut ausserdem nicht was ich will, das tool. Noch nicht.
Hallo Tommy,
Das hatte ich vermutet. Dafür ist Starmask nicht so geeignet.
In solchen Fällen erzeuge ich Masken mit RangeMask und Starmask und kombiniere die mit Pixelmath.
Einen Clone Hochziehen geht zwar schnell aber ist nicht so deckungsintensiv, wie ich es gerne hätte.
Inzwischen komme ich nach großen Anfangsschwierigkeiten mit Starmask ganz gut zurecht. Aber es dauert halt seine Zeit. Der Maskenbau verschlingt bei mir den Hauptteil der EBVzeit.
Aha, daher kommt also das Problem mit den rot ausufernnden Sternen. Da muß ich mal drauf achten, wie ich denm vorbeugen kann.