IC5070

DeepSky Fotografie - Präsentation eigener Astrofotos
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ilkr
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IC5070

Beitrag von ilkr »

Hallo an alle,

nachdem Werner mit dem Pelikan so viel Pech hatte, möchte ich meinen Beitrag zu diesem Thema herzeigen, der vorige Woche entstanden ist.

(@Werner, mein Beileid, ich weiß, was das heißt: Ich habe einmal mit 400mm Brennweite auf Film zwei bei -10°C händisch nachgeführte 1-Stunden-Einzelbelichtungen ca.4° neben den Rosettennebel gehalten!)

Das selbe Setup wie bei NGC6992/95, aber guter Himmel und 18x10 Minuten. Dennoch etwas verrauscht, weil die großen, gleichmäßigen Flächen natürlich in dieser Hinsicht noch anspruchsvoller als beim Cirrus sind. Außerdem ist bei einer ungekühlten DSLR bei 18°C wohl nicht mehr zu erwarten. Ich werde noch ein paar zusätzliche Darks machen und versuchen, den Rauschpegel noch mehr zu drücken. Bis dahin meine vorläufige Version:

Bild
(152/760mm, EOS350Dmod., 18x10min)

Die größere Version ist nicht wirklich eine Augenweide (wie erwähnt, Rauschen und leichte Verwindung des Leitrohrs), möchte ich aber auch nicht verstecken:

http://ilkr.il.funpic.de/200908_Nebulae ... C5070g.jpg

Liebe Grüße
Reinhard
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Daniel_Guetl
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Beitrag von Daniel_Guetl »

Hallo Reinhard,

den Rauschpegel hast du meisterhaft gering gehalten. Stört eigentlich überhaupt nicht, selbst in der großen Version. Der Nebel kommt gut und die Sterne sind trotz großer Spikes sehr fein. Sieht nach einem runden Bild aus, gratuliere.

Viele Grüße

Daniel
Bild
Lateralus
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Beitrag von Lateralus »

Hi Reinhard,

ein schönes und kontrastreiches Ergebnis.
Ich befürchte um das Rauschen in den Griff zu bekommen müßtest du noch eine Nacht spendieren, ob es das Wert ist?

lg,
Michael

PS.: hast du eine Erklärung für die Verwindung? Immerhin war ja beim Cirrus nichts davon zu sehen.
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ilkr
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Beitrag von ilkr »

Danke für die aufmunternden Worte.

Ich muss schon sagen, ich hab das Bild nur auf meinem privaten, viel zu dunklen und zu harten Monitor angesehen, vielleicht bin ich auch zu kritisch. Ich kann Euch aber sagen, das 20x30 Print ist eine Augenweide! Michael, vielleicht sollten wir uns das nächste mal wieder bei mir treffen, da haben wir besseres Licht als im Hawidere...

@Daniel, mit den Spikes sprichst Du eine noch offene Baustelle an. Ich muss die Fangspiegelstreben in einer Richtung nachjustieren/geradebiegen, nämlich die nach RA beugt, d.h. in Dec ausgerichtet ist. Die macht nämlich Kometenschweife. Die andere ist perfekt nadelförmig. Werd noch etwa basteln müssen...

@Michael, das mit der Verwindung ist so eine Sache. Erstens ist der ST-4-Kopf für meinen Skywatcher OAZ mit 2 T2-Verlängerungen (!) mit seinen 300 g sehr schwer. Außerdem kann es natürlich sein, dass ich vielleicht eine Schraube nicht so heftig angezogen hab, wie beim ersten Mal, und außerdem spielt auch das Kabel eine Rolle. Ich denke, ich sollte wieder die Kabelhalterung an der Montageplatte aktivieren, die ich früher immer für meinen Willi (Einfuß) als Zugentlaster verwendet habe.

Der horizontnahe Helix, den ich in der selben Nacht nach 50 Minuten abbrechen musste, hat jedenfalls überhaupt keine Nachführfehler:

Bild

(Größer unter:
http://ilkr.il.funpic.de/200908_Nebulae ... C7293g.jpg)

Grüße
Reinhard
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AstroPegasus
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Beitrag von AstroPegasus »

Hallo Reinhard !

Ganz toll dein Pelikan Gratulation dazu !!!!

lg.
Günther
http://www.astropegasus.at/

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prokyon
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Beitrag von prokyon »

Hallo Reinhard,

ist doch wirklich sehr schön geworden! Das mit dem Rauschen ist im Sommer leider das Los der DSLR Fotografen.
Ich hab das Objekt gestern auch aufgenommen, es hatte ca. 15°C. Deshalb kenn ich das Problem zur Genüge. Meine Konsequenz ist dann meistens eine eher defensive Bildbearbeitung.

...und danke für dein Mitgefühl. :D Aber wie gesagt habe ich gestern, nachdemin die erste Enttäuschung verdaut habe, einen 2. Anlauf genommen und es hat geklappt.
Du kannst dir vorstellen wie gewissenhaft ich das Objekt eingstellt habe.

cs

werner
Ich liebe die Sterne zu sehr um die Nacht zu fürchten.

http://www.starrymetalnights.at
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Maverik83
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Beitrag von Maverik83 »

Servus Reinhard!

Ich finde das ein sehr gutes Ergebnis.
Dein Newton ist mittlerweile schon zur Fotomaschine geworden :wink:
Und 3 Stunden Belichtungszeit finde ich super - da kann man gegen das ärgste DSLR Rauschen schon was machen!
Ich zumindest, finds ok, so wie dus hinbekommen hast.

LG, Robert
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Alrukaba
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Beitrag von Alrukaba »

Noch ein Pelikan und etwas weiter unten ein Ringerl. Naja, Werners Version gefällt mir besser, er hatte aber vielleicht auch bessere Bedingungen

Alex
http://www.astrostation.at

Der größte Irrtum der Menschheit ist der Glaube intelligent zu sein.
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ilkr
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Beitrag von ilkr »

Hallo Alex,

560m im Bezirk Baden können sicher nicht mit 1000m im Gurktal mithalten, aber ich denke, das ist nicht alles. Viel macht dann natürlich die Optik aus (mit den Spikes kann man gegen einen Refraktor natürlich nicht an) und vor allem die Bearbeitung. Aber da bin ich konsequent minimalistisch, bei mir gibt es nur (ggf. linere Gradientenkorrektur und) Tonwert-/Farb-Bearbeitungen. Selektive Bearbeitung mit Masken, Rauschreduktion, etc. ist bei mir ein No-no.

Aber vielleicht bin ich da auch etwas zu sehr Purist...

Grüße
Reinhard
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Daniel_Guetl
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Beitrag von Daniel_Guetl »

Hallo Reinhard,

ja du bist zuviel Purist ;)

Vielleicht kommst du auch noch auf den Geschmack der selektiven Bearbeitung.

Viele Grüße

Daniel
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Lateralus
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Beitrag von Lateralus »

Daniel_Guetl hat geschrieben: Vielleicht kommst du auch noch auf den Geschmack der selektiven Bearbeitung.
Was verstehst du unter selektiver Bearbeitung?


lg,
Michael
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Daniel_Guetl
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Beitrag von Daniel_Guetl »

Hallo Michael,

Sternmasken, selektive Weich/Scharfzeichnung, Zonensystem...usw.

"the new astro Zone system for astro imaging" ist ein gutes Buch zu dem Thema.

Viele Grüße

Daniel
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Lateralus
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Beitrag von Lateralus »

Sternmasken, ok damit kann ich leben
selektives Schärfen, jederzeit
was ist das Zonensystem?

Sterne kann man schonmal ob ihres ungleich größeren Kontrastumfangs im Vergleich zum Nebel/Galaxie schonmal anders bearbeiten, da bin ich voll bei dir.

Wogegen ich mich mit Händen und Füßen wehre sind Sachen wie "der Nebel muß blau sein, also fange ich ihn mit dem Lasso ein und ziehe die Blausättigung für diesen Bereich hoch".

Der einzige Zeitpunkt bei dem bei meinen Bildern eine Operation nicht über das gesamte Bild läuft ist das Schärfen (ganz zum Schluß). Das wende ich nie auf Sterne sondern nur auf das Objekt an.

Dazu stehe ich und dafür lasse ich mich gerne an den Prangen stellen (kann mein Vorgehen aber jederzeit begründen ;-) )

lg,
Michael
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Daniel_Guetl
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Beitrag von Daniel_Guetl »

Hallo Michael,

das Zonensystem besagt dass man ein Bild in 4 unterschiedliche Helligkeitsstufen (dark, dim, middle, bright) einteilen soll, und jede dieser zonen unterschiedliche bildbearbeitung bekommt.

Ist sowas wie rauschangepasst bearbeitung, je besser das S/N ist umso stärker kann ich an den Reglern drehen/schärfen. Wenn ich das nicht für einzelne Teile des Bildes mache, sondern am ganzen Bild anwende, krieg ich in den dunklen Teilen Artefakte etc...

Mit der Farbkalibrierung hat das nix zutun. Farben werden einmal eingestellt und müssen dann für das ganze Bild stimmen.

Viele Grüße

Daniel

ps: ich bin da aber noch kein profi, ich bin grade beim durcharbeiten des buches (habs neu bekommen). Soweit ist es jeden Euro wert.
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Lateralus
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Beitrag von Lateralus »

Daniel_Guetl hat geschrieben: Ist sowas wie rauschangepasst bearbeitung, je besser das S/N ist umso stärker kann ich an den Reglern drehen/schärfen. Wenn ich das nicht für einzelne Teile des Bildes mache, sondern am ganzen Bild anwende, krieg ich in den dunklen Teilen Artefakte etc...
ok danke, dann ist das nichts für mich...
starhopper62
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Beitrag von starhopper62 »

Hallo Reinhard,

Glückwunsch zum fulminanten Ergebnis!
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