Guten Morgen!
Seit 12 Monaten betreibe ich nun Deep Sky Astrophotographie (zumindest versuche ich es) und da sind bei einer 36MP SLR natürlich hunderte Gigabyte an Daten angefallen.
FRAGE - was hebe ich nun (abgesehen von den Lights, eh klar) noch auf?
Ich habe tatsächlich noch alle einzelnen Dateien, also alle Flats usw., die ich an jedem Beobachtungsabend NEU gemacht habe, bzw. alle Bias usw. Dateien.
Es sollte ja die Masterflats und Masterbias reichen aufzuheben?! Damit ergibt sich die nächste FRAGE - Deep Sky Stacker legt ja bequeme Masterflat, Masterbias an, würde es mir was bringen, ehe ich nun die einzelnen Daten lösche, Masterflat und Masterbias ERNEUT via nunmehr vorhanden PIXINSIGHT berechnen zu lassen?
Wie geht das dort? So einfach wie in DSS ja leider nicht...PI scheint ja nicht einmal RAW-Dateien aus der SLR zu erkennen, akzeptiert nur .fits Dateien....bzw. kennt PI keine "DarkFlats".
Daher meine Bitte an euch mir da etwas Licht ins Dunkel zu bringen, Empfehlungen zu geben wie ich da am geschicktesten verfahre, damit ich dann nicht mehr benötigte Dateien löschen kann.
LG und CS,
Michael S.
Flats, DarkFlats und Bias-Dateien, was archivieren?
- markusblauensteiner
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Re: Flats, DarkFlats und Bias-Dateien, was archivieren?
Hallo Michael,
sobald du experimentieren möchtest und Bilder neu reduzieren möchtest, sei es in PI oder sonst wo, wirst du wohl alle Rohdaten, also auch Bias,..brauchen. Oder zumindest das Masterbild aus dem jeweiligen Programm. Die Gretchenfragen sind ja "stacke und bearbeite ich die Bilder jemals ein zweites Mal?" und "Was kommt vielleicht nach PI - möchte ich dort alte Daten nochmals durchrechnen lassen?"
Vielleicht ist zippen eine Option, zumindest ein bisschen Platz zu sparen?
Ich habe alles doppelt - auf zwei externen Platten. Eine ist dabei die Notfallplatte, da liegen nur die Summenbilder, die Lights und die fertigen Ergebnisse.
Dass PI keine DarkFlats kennt glaub ich sofort (Flat-Dark = Dark, passend zum Flat = im Regelfall einfach das Bias).
LG, Markus
sobald du experimentieren möchtest und Bilder neu reduzieren möchtest, sei es in PI oder sonst wo, wirst du wohl alle Rohdaten, also auch Bias,..brauchen. Oder zumindest das Masterbild aus dem jeweiligen Programm. Die Gretchenfragen sind ja "stacke und bearbeite ich die Bilder jemals ein zweites Mal?" und "Was kommt vielleicht nach PI - möchte ich dort alte Daten nochmals durchrechnen lassen?"
Vielleicht ist zippen eine Option, zumindest ein bisschen Platz zu sparen?
Ich habe alles doppelt - auf zwei externen Platten. Eine ist dabei die Notfallplatte, da liegen nur die Summenbilder, die Lights und die fertigen Ergebnisse.
Dass PI keine DarkFlats kennt glaub ich sofort (Flat-Dark = Dark, passend zum Flat = im Regelfall einfach das Bias).
LG, Markus
Re: Flats, DarkFlats und Bias-Dateien, was archivieren?
Mahlzeit Markus!
Tja, bei 75 Megabyte pro einem Bild, somit 15 Bias a la 1,2 Gigabyte und das bei jedem Objekt, da spreche ich halt nicht von einige hundert Mb sondern von einigen hundert Gb.
LG,
Michael S.
Tja, bei 75 Megabyte pro einem Bild, somit 15 Bias a la 1,2 Gigabyte und das bei jedem Objekt, da spreche ich halt nicht von einige hundert Mb sondern von einigen hundert Gb.
LG,
Michael S.
Zuletzt geändert von HHV am 07.09.2014, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.
- markusblauensteiner
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Re: Flats, DarkFlats und Bias-Dateien, was archivieren?
Hallo Michael,
tja, dafür gibts ja Terrabyte-Festplatten. Was wohl die chart32-Leute machen - 36x36mm Mono CCD + 320 klare Nächte im Jahr?
Aus meiner Sicht die Möglichkeiten:
1. alle Kalibrierbilder bis auf die Master löschen und damit leben, dass andere Programme mit den Master (Flats, Bias und Darks) vielleicht nichts anfangen können. In so einem Fall bleibt "nur" die Neubearbeitung der Summenbilder, falls a) einen das überhaupt noch mal interessiert und b) man das in einem zukünftigen Programm machen möchte.
Zuvor eventuell noch aus allen Kalibrierbildern ein Master in PI bilden, das ist dann eine gute Basis.
2. Alles behalten und Speicherplatz kaufen müssen, Daten eventuell zippen.
3. Alles behalten und online in irgendeiner Cloud speichern, was eventuell auch Geld kostet und wo vielleicht irgendwer Zugriff auf die Daten hat (was zu Hause auch nicht ausgeschlossen ist
).
Bias muss man ja nicht jedes Mal neu machen, was aber in Summe das Kraut auch nicht mehr fett macht.
LG, Markus
tja, dafür gibts ja Terrabyte-Festplatten. Was wohl die chart32-Leute machen - 36x36mm Mono CCD + 320 klare Nächte im Jahr?
Aus meiner Sicht die Möglichkeiten:
1. alle Kalibrierbilder bis auf die Master löschen und damit leben, dass andere Programme mit den Master (Flats, Bias und Darks) vielleicht nichts anfangen können. In so einem Fall bleibt "nur" die Neubearbeitung der Summenbilder, falls a) einen das überhaupt noch mal interessiert und b) man das in einem zukünftigen Programm machen möchte.
Zuvor eventuell noch aus allen Kalibrierbildern ein Master in PI bilden, das ist dann eine gute Basis.
2. Alles behalten und Speicherplatz kaufen müssen, Daten eventuell zippen.
3. Alles behalten und online in irgendeiner Cloud speichern, was eventuell auch Geld kostet und wo vielleicht irgendwer Zugriff auf die Daten hat (was zu Hause auch nicht ausgeschlossen ist
Bias muss man ja nicht jedes Mal neu machen, was aber in Summe das Kraut auch nicht mehr fett macht.
LG, Markus
Re: Flats, DarkFlats und Bias-Dateien, was archivieren?
Guten Abend Markus!
Also ich tendiere aktuell mal dazu - Masterbias's und Masterflats in PI erstellen, diese dann zu speichern. Die DarkFlats sind ja dann eh auch obsolet. Muss ich nur noch rauskriegen WIE man in PI Masterbias und Masterflat erstellt.
LG,
Michael S.
Also ich tendiere aktuell mal dazu - Masterbias's und Masterflats in PI erstellen, diese dann zu speichern. Die DarkFlats sind ja dann eh auch obsolet. Muss ich nur noch rauskriegen WIE man in PI Masterbias und Masterflat erstellt.
LG,
Michael S.