Orionnebel - mein zweiter Versuch

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Peter Hüller
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Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von Peter Hüller »

Schönen Abend zusammen.
Ich bin neu in der Sternenfotografie und das ist mein zweiter Versuch.

Orion Nebel aufgenommen am 12.12.15
Nikon D7100 200 mm Brennweite
ISO 650 F/5,6 29-mal je 25 Sekunden belichtet.
Mit Nachführgerät, dass ich mit den Kompass ausgerichtet hatte da mir die Sicht zum Polarstern durch einen Berg im Weg war.

Die Farben bekomme ich noch immer nicht so richtig hin.
Aber ich habe so gut es ging eure gut gemeinten Tipps umzusetzen.
Liebe Grüße
Peter

Bild
Nikon D810 Voll-Spektrum modifiziert, UV IR Cut Filter
Objektiv: Sigma 50mm F1,4 DG HSM Art, Sigma 150 mm Makro, AF-S NIKKOR 300 mm 1:4E PF ED VR
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prokyon
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von prokyon »

Hallo Peter,

das sieht gar nicht so schlecht aus für die kurze Belichtungszeit. Man erkennt allerdings, dass die Nachführung nicht passt. Ich kenne das Problem, wenn man Polaris nicht zur Verfügung hat. Da hilft nur Scheinern. Kostet zwar etwas Zeit, lohnt sich aber auf jeden Fall! Dann kannst du auch länger belichten und das verbessert das Ergebnis gleich deutlich. Dann kann man sich auch genauer mit den Farben beschäftigen.

http://www.baader-planetarium.de/montie ... lassic.pdf

LG

Werner
Ich liebe die Sterne zu sehr um die Nacht zu fürchten.

http://www.starrymetalnights.at
klausbaerbel
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von klausbaerbel »

Hallo Peter,

Warum hast Du denn jetzt neue Aufnahmen gemacht?
Dazu noch weniger Einzelbilder mit jeweils kürzerer Einzelbelichtungszeit?

Deine letzte Bearbeitung des ersten Versuches war besser, als der 2. Versuch.
Nun ist wieder der Hintergrund zu dunkel.
Auch hat Deine Ausrichtung weniger gut gepasst, als beim ersten Versuch.

Die Farben kannst Du in DSS mit den Schiebereglern bei RGB angleichen.

Liebe Grüße
Heiko
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Peter Hüller
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von Peter Hüller »

klausbaerbel hat geschrieben:Hallo Peter,

Warum hast Du denn jetzt neue Aufnahmen gemacht?
Dazu noch weniger Einzelbilder mit jeweils kürzerer Einzelbelichtungszeit?

Deine letzte Bearbeitung des ersten Versuches war besser, als der 2. Versuch.
Nun ist wieder der Hintergrund zu dunkel.
Auch hat Deine Ausrichtung weniger gut gepasst, als beim ersten Versuch.

Die Farben kannst Du in DSS mit den Schiebereglern bei RGB angleichen.

Liebe Grüße
Heiko
Hallo Heiko
Ich wollte mehr Aufnahmen machen, aber dann sind leider die Wolken gekommen.
Ich bin sicher das ganze Problem liegt nur in der Fotoausarbeitung.

Was sagst du zu diesem Foto.
Ich finde jetzt zuviel rot im Foto, oder?

Bild
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klausbaerbel
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von klausbaerbel »

Hallo Peter,

Ja, das hat nun etwas zu viel rot.
Bzw zu wenig grün, weil blau neben rot auch mehr als grün vorhanden ist.

Du mußt in DSS mit den Reglern für R, G und B die Histogrambuckel übereinander schieben.
Sättigung nicht mehr als 23%.

Wenn Du die 50 Bilder vom ersten Versuch und die 29 Bilder vom 2. mit DSS stackst, wie schaut das dann aus?

Liebe Grüße
Heiko
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Peter Hüller
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von Peter Hüller »

klausbaerbel hat geschrieben:Hallo Peter,

Ja, das hat nun etwas zu viel rot.
Bzw zu wenig grün, weil blau neben rot auch mehr als grün vorhanden ist.

Du mußt in DSS mit den Reglern für R, G und B die Histogrambuckel übereinander schieben.
Sättigung nicht mehr als 23%.

Wenn Du die 50 Bilder vom ersten Versuch und die 29 Bilder vom 2. mit DSS stackst, wie schaut das dann aus?

Liebe Grüße
Heiko
Ja Heiko, ich habe auch schon daran gedacht, aber die liegen schon wieder alle im Mülheimer.
Aber ich denke ich bin auf den richtigen Weg, ich weiß jetzt so halbwegs wie ich die Farben anpassen kann.
Nur erstaunlich, am PC sehen die Fotos wieder anders aus als im Forum.
Beim nächsten Foto werde ich von 200mm auf 150 mm zurück gehen, ich denke dann erkennt man nicht sie so die fehlende optimale Ausrichtung zum Polarstern.
Danke für deine Hilfe, ich wünsche einen schönen Wochenstart.
Liebe Grüße aus dem Salzkammergut
Peter
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klausbaerbel
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von klausbaerbel »

Hallo Peter,

So etwas wirft man doch nicht weg.

Immerhin sind es ja auch Erinnerungen, die man sich später gerne mal wieder ansieht.
Ich speichere alle Bilder auf externen Platten, damit ich sie bei Bedarf wiederholen kann.

Wenn Du Dich bei der Farbkalibration an das Histogram hältst, sollte Dir nur selten ein Farbstich unterkommen.
Ich hatte anfänglich auch immer den Eindruck, daß hier im Forum, das Bild heller und etwas verfärbter ist als auf dem PC.

Liebe Grüße
Heiko
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Peter Hüller
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von Peter Hüller »

Schönen guten Morgen.

So ich habe nun meinen dritten Versuch gestartet und ich denke, dass ich ein kleines Stückchen weiter gekommen bin.
Ich wollte nur mal testen ob ich mit der Belichtung und Ausarbeitung zurechtkomme und ob jetzt der Hintergrund schon etwas der Realität näher kommt und nicht mehr zu dunkel ist.

Leider hat mir nach 12 Fotos der Nebel schon wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Der dunkle Rand unten stammt von einem Gebäude.

Nikon D7100 Brennweite 200 mm
12 Fotos zu je 30 Sekunden F/5,6 ISO 1600

Liebe Grüße aus dem Salzkammergut
Peter

Orion Nebel

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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von klausbaerbel »

Hallo Peter,

Dein 3. Versuch sieht schon wesentlich besser aus.
Sehr gut so.

Ungünstig ist, wenn etwas ins Bild kommt, weil es DSS ggf beim Stacken durcheinander bringt.
Das führt manchmal zu ungeahnten Bildergebnissen.

Nun ist etwas zu viel rot im Bild. Bzw etwas zu wenig blau, weil grün auch noch mit dominiert.
Da ist das Histogram hilfreich um die richtige Farbbalance zu finden.
Alle 3 Buckel sollten ungefair übereinander liegen.
Wobei beim M42 die rotkurve etwas flacher sein müßte, weil in der Gesamtumgebung recht viel rotes Ha ist.

Weiter so. Du bist auf dem richtigen Weg.

Liebe Grüße
Heiko
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Peter Hüller
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von Peter Hüller »

klausbaerbel hat geschrieben:Hallo Peter,

Dein 3. Versuch sieht schon wesentlich besser aus.
Sehr gut so.

Ungünstig ist, wenn etwas ins Bild kommt, weil es DSS ggf beim Stacken durcheinander bringt.
Das führt manchmal zu ungeahnten Bildergebnissen.

Nun ist etwas zu viel rot im Bild. Bzw etwas zu wenig blau, weil grün auch noch mit dominiert.
Da ist das Histogram hilfreich um die richtige Farbbalance zu finden.
Alle 3 Buckel sollten ungefair übereinander liegen.
Wobei beim M42 die rotkurve etwas flacher sein müßte, weil in der Gesamtumgebung recht viel rotes Ha ist.

Weiter so. Du bist auf dem richtigen Weg.

Liebe Grüße
Heiko
Danke Heiko

Jetzt brauche ich mal eine lange schöne Nacht, so das ich mal 50 Foto oder mehr machen kann.

"Alle 3 Buckel sollten ungefair übereinander liegen."

Ist gespeichert und versuche es umzusetzen.

Es ist doch ein sehr interessantes Hobby wo es für mich noch vieles zu lernen und zu entdecken gibt.
Danke für deine hilfreichen Tipps.

Liebe Grüße
Peter
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von Peter Hüller »

Servus aus Altmünster
Ich habe jetzt länger belichtet und bei der Fotoausarbeitung mehr auch den Hintergrund beachtet.
Ich finde es ist schon etwas besser geworden.
Wenn ich mehr Fotos mache würde dann würden auch die Farben kräftiger, oder?
Aber ich befinde mich mit der Sternenfotografie total im Neuland.
Über Verbesserungsvorschläge würde ich dankbar sein.

Nikon D7100
15 Foto je 90 Sekunden belichtet.
ISO 1250 Brennweite 240 mm F/5,6

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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von klausbaerbel »

Hallo Peter,

Jetzt bist Du wieder einen Schritt zurück gegangen.
Der Hintergrund ist viel zu dunkel.
So wie im Vorherigen Bild war es schon ganz prima.

Guck Dir mal andere M42 Bilder an, die hell der Hintergrund da ist. Auch von der Farbverteilung her kannst Du Dich daran orientieren.
Deine neue Aufnahme ist nun wieder zu blau.

Jaja, so ist das mit der Astrobildbearbeitung. Ein ewiges Auf und Ab.
Nur nicht den Mut verlieren.

Ich würde vorschlagen, daß Du Deine letzte Aufnahmeserie nochmal neu bearbeitest, damit Du ein bisschen das Gefühl bekommst, in welche Richtung Du mußt und worauf man achten muß.

Liebe Grüße
Heiko
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Peter Hüller
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von Peter Hüller »

Danke Heiko für deine Geduld.

OK ich denke ich bin am richtigen Weg, ich hatte auch das Gefühl das es zu Dunkel und zu blau ist.
Und ich habe mir schon einige Fotos zum Vergleich auf den Rechner gelegt.

Wen heute Nacht der Himmel frei ist, werde ich mal um 70 Foto machen.
Mal sehen was da heraus kommt, und ich werde es so bearbeiten wie das vorletzte Foto.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
Peter
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von klausbaerbel »

Hallo Peter,

Geduld ist irgendwie ein Muß bei der Astrofotografie. Eigentlich bei jeder Art der Fotografie.
Wer stellt sich schon 1,5 Std auf eine Waldlichtung und wartet, daß eine Nachtigall vor die Linse hopst.

Nun muß ich aber doch mal fragen warum Du immer neue Bilder machst um die dann jeweils zu bearbeiten?

Normalerweise wäre es sinnvoller, wenn Du Folgeaufnahmen mit den Vorherigen zusammen stackst und dann neu bearbeitest.
Dazu ist es natürlich nötig, daß das Objekt möglichst exakt auf allen Aufnahmen an der selben Stelle dümpelt.
Um das zu erreichen lasse ich immer das von mir ausgewählte Referenzbild in der Kamera (Schreibgeschützt) und richte in der nächsten Nacht die Kamera danach aus.
Braucht vielleicht 4-10 Bilder, bis der Ausschnitt wieder sitzt.

So bekommst Du mehr Belichtungszeit und die EBV wird einfacher. DSS kommt mit leichten Verdrehungen und Verschiebungen gut zurecht.
Also wähle ein Bild der letzten Serie aus, kopiere es auf die Speicherkarte und richte danach aus.
Beim Stacken in DSS klickst Du in der Lightliste dieses Bild rechts an und wählst "Als Referenz verwenden".
So werden alle Bilder nach diesem bestimmten Bild ausgerichtet und Du hast immer den selben Bildausschnitt in den gestackten Bildern.
Das lässt sich dann besser vergleichen.

Liebe Grüße
Heiko
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Peter Hüller
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Re: Orionnebel - mein zweiter Versuch

Beitrag von Peter Hüller »

Danke Heiko für diesen Tipp, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht muss ich ehrlich sagen.
Ich werde es mal versuchen, wie ich damit zurechtkomme.

Lg. Peter
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