hallo,
drüben im schwarzen Forum hat man mich mit einigen Fragen zu einer längeren Antwort verleitet,
das möchte ich euch nicht vorenthalten
hallo,
danke für eure empathische Anteilnahme!
Das Bild ist auch als Geschenk für die Astrel Jungs gedacht, damit sie in Übersee was zum Herzeigen haben, also hab ich mich bei der Farbtube nicht sonderlich zurückgehalten. Aber tatsächlich doch sogar schon etwas zurückgerudert. Man gewöhnt sich ja von Bild zu Bild und da ist euer kritisches Feedback mir sehr wichtig und willkommen. Die Orangen schau ich mir nochmal an.
Das Bildfeld ist nicht opti, das kam weil ich am Anfang einfach die helleren Sterne in die Mitte brachte und dann meine ersten Versuche und Belichtungen mit der Kamera probierte. Später war das Wetter dann übel, und ich habe mit diesem Framing weitergemacht um nicht Daten kübeln zu müssen. Ein richtiger Anfängerfehler also, ich kanns auch noch, juhu
Schärfen und kleiner rechnen: Ich hatte in der Lumi deutlich grössere Sterne als bei den RGB, ich habe daher die Lumi Sterne verkleinert und die RGB Sterne etwas vergrössert, damit das gut zusammenpasst. Woher das kam, muss ich noch gucken, Seeing oder Filter oder Scope. Wollte es dann mit dem Nachschärfen nicht übertreiben, wiewohl da schon einige kontrastverstärkende Maßnahmen in den H-Alpha Filamenten durchgeführt wurden. Deine Aufnahme Rolf, die kenn ich und die kann man nur bewundern!
Wie wurden die Sterne eingefügt und das H-Alpha zugemischt? In einem Prozess. Zuerst wird die H-Alpha Aufnahme komplett von den Sternen befreit. Das vermeidet Artefakte beim Mischen "wo hört Stern auf und wo fängt Hintergrund an". Mit Sternmasken hatte ich nie wirklich zufriedenstellende Resultate. Das im Programm Straton entsternte Bild sieht dann so aus, ohne viel Entrauschen und Kontrastieren:
Dieses Bild wird dann mit einer Maximumfunktion dem LRGB zugemischt, und zwar rein den R Kanal (H-Alpha = 656nm). Im PI könnte man sich des Blend Scripts von Gerald Wechselberger bedienen, im PS legt man es in eine Ebene übers LRGB und stellt auf "Aufhellen". Damit wird eine Farbton-Ebene verknüpft, die sagt: Färben, Farbton Null (= Rot), und Helligkeit einstellen. Eine zweite vernüpfte Ebene Curves regelt welche Helligkeiten eingeblendet werden. Ich verstärke fast nur die schwachen H-Alpha Anteile, so bleibt dem Bild der natürliche Eindruck erhalten. Eigentlich die Cannistra Methode. Die Sterne aus dem LRGB sind immer heller als das entsternte H-Alpha Bild und erscheinen automatisch und ohne Artefakte.
Die blauen Sterne erhalte ich ebenfalls automatisch nach dem PixInsight Durchgang, der bei mir immer zuerst kommt und das Bild wunderbar für die Feinarbeit aufbereitet.
Für Einsteiger die den Ösi Dialekt verdauen können, hier Videos vom viertägigeb September Workshop in Wien, wo ich in Teil 1 und 2 die workflow Einzelheiten durchgehe. Gerald macht dann den fortgeschrittenen Teil:
http://dsig.at/html/tutorial%20PI.html
lg Tommy