Ich habe die Bildgröße mehrmals geändert, aber hier im Forum erscheint das Bild größer.
Es ist die "reine" Hubble-Palette, d.h. ohne RGB-Aufnahmen für die Sternfarben. Es ist nicht unbedingt das First Light meiner neuen Kamera, doch die erste Aufnahme, die so halbwegs herzeigbar ist.
Datum
22. und 23.1.2016
Ort
Klagenfurt
Aufnahme
Hα (7 nm): 17 x 600 s = 170 min
O[III] (8,5 nm): 15 x 600 s = 150 min
S[II] (8 nm): 19 x 600 s = 190 min
Gesamt: 8,5 h
Teleskop
Newton 200/1000 (Skywatcher)
Kamera
Moravian G2 8300 mit externem Filterrad bei -30 °C
Montierung
EQ6
Guiding
Alccd5 II auf 9 x 50 Sucher und PHD2
Aufnahmesoftware
APT
Bildbearbeitungssoftware
PixInsight
Bildbearbeitungsschritte
Kalibrierung mit Preprocessing Script (jeweils Masterdateien - 10 Subs für Dark, 15 Subs für Flats und 20 Subs für Bias)
Staralignment mit Lanczos-5-Interpolation
Integration mit Noise Evaluation
Dynamic Crop zum Zuschneiden der Summenbilder
ATWT mit inverierten STF-Masken (STF auf Histogramm des Clone-Bildes ziehen, dieses als Maske für das Ursprungsbild verwenden)
MMT für den O[III]- und Hα-Kanal
HistogrammTransfer: Maximum des Histogramms auf ca. 1/8 gestellt. Schwarzwert an den Histogrammpunkt geführt
Masked Stretch unter Zuhilfenahme der von Maximalwerten des Hintergrundes pro Kanal ermittelt aus jeweiligen "sternlosen" Previews mit dem Statistics-Prozess
MMT mit invertierter STF-Maske
Morphological Transfer für S[II], damit die Sterne kleiner werden (weniger rosa)
Channel combination
HistogrammTransfer: die Hügel aller Farben werden zur Deckung gebracht (abgedunkelt)
LocalHistorgrammEqualization zur lokalen Kontrastverstärkung mit STF-Maske
ACDNR mit Maske
Anmerkung
M42 und M43 wurden in der klassischen Hubble-Palette mit Baader-Schmalbandfiltern aufgenommen. Hα wurde Grün zugeordnet, O[III] Blau und S[II] Rot.
kann bei Vollmond Schmalbandaufnahmen machen. Trotzdem leidet die Qualität der Aufnahmen, wie man sich mit jeweiligen Subs bei Voll- und Neumond selbst überzeugen kann.
Nicht eingearbeitet habe ich je fünf Aufnahmen zu je 60 s. Wien man sieht, ist das Trapez trotzdem zu erkennen. Nur der Nebel herum ist hoffnungslos überbelichtet.
S[II] scheint der klassische "Problemkanal" zu sein. Dieser rauscht wie ein Wasserfall und ist durch das schwache Nutzsignal nur schwer beherrschbar.
Als heikel stellen sich in der Nachbearbeitung die Sterne und das Schärfen heraus. Wie man sieht, hat das Bild in dieser Hinsicht noch Schwächen.
Über M42 gibt es genug im Netz. Beachtlich fand ich, dass man erst kürzlich im Trapez ein neues Doppelsternsystem nachgewiesen hat. So gibt es auch bei der Prominenz des Abendhimmels noch etwas zu entdecken.
Erich
