Neues Spielzeug an M27 und M42 ausprobiert

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Überläufer
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Neues Spielzeug an M27 und M42 ausprobiert

Beitrag von Überläufer »

Ich habe mit PI ein neues Spielzeug entdeckt. Die ersten Ergebnisse, die ich mich herzuzeigen getraue, sind hier zu finden:
M27, eine Aufnahme aus dem Sommer. Zuerst die erste Version mit DSS, Fitswork und PS. Dann die zweite nur mit PI
Bild

Bild
Die Sterne waren nicht zu bändigen, aber sie sind nun man da, deshalb sollte man sie auch herzeigen. Trotz Sommerzeit (Rauschen) und DSLR sind erste Ansätze des Halos mit viel gutem Willen zu erkennen.


Es gibt eigentlich relativ wenige HST-Bilder von M42. Außer vom Hubble selbst findet man (relativ) wenig. Deshalb mein erstes (halbwegs gelungenes) HST Bild:
Bild

Man kann's ja nie bunt genug treiben:
Bild
Hier habe ich die Local Histogram Equalization mal ausprobiert. Ein mächtiges Tool, um Kontraste zu verstärken. Mir ging es hier um die unterschiedlich starken Nebelschleier. RGBs für die Sternfarben habe ich keine gemacht. Da muss ich mich erst schlau machen, wie man die einbaut, ohne dass die Nebelfarben darunter leiden (mit PI).

Ausrüstung: 8" 200/1000 Newton auf EQ6, M27 mit EOS700d(a), M42 mit G2-8300m mit 7fach-Filterrad.

Weiterführende Kommentare wären hilfreich
(Vielleicht wird ja die Kommentarzahl von meinem letzten Bild getoppt.)

-Erich
Sternfreund
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Re: Neues Spielzeug an M27 und M42 ausprobiert

Beitrag von Sternfreund »

Hallo Erich,
bei dem M42 passen (meiner Meinung nach) ein paar Dinge nicht.

1) Die Ausrichtung:
Ich würde ihn 90 Grad im Uhrzeigersinn drehen.
2) Gradient:
Du hast da irgendeinen Gradient (Flats oder Bearbeitung?!) drin. Links ist massiv dunkler/kontrastreicher als rechts.
3) Die HST Version ist farblich stimmig. Die "Farb"version nicht.
Links grün und rechts rot stimmt nicht. Wenn dann lass einfach übers HST Bild 100% SCNR Grün drüberlaufen. Das reicht schon :)
4) Geschmackssache: Für mich kannst du die Sättigung massiv höher drehen. Und von der Schärfe her geht noch was wenn man will.


Sonst schauts gut aus. Und man kann noch viel aus den Daten herausholen.
In der Astrobin Beschreibung gibts du übrigens die 700D an als Aufnahmekamera.

Liebe Grüsse
Arno
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Überläufer
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Re: Neues Spielzeug an M27 und M42 ausprobiert

Beitrag von Überläufer »

Zu 1) Ich halte vom "Norden-ist-Oben-Dogma" nicht viel. Wir sind keine Geografen.
Zu 2) Im SII-Bild gab es einen Gradienten. Aber ich weiß nicht, wie man ihn wegbekommt, ohne die feinen Nebelanteile auch rauszubügeln. DBG in PI ging ja nicht bei diesem Bild.
Zu 3) Die bunte Version ist experimentell. Vielleicht hängt der Farbverlauf auch mit dem Gradienten zusammen. Wäre schlüssig (es war Vollmond - doch eigentlich hätte er andersrum sein müssen).
Zu 4) An der Sättigung kann ich noch drehen. Wenn ich bei der Schärfe drehe, gibt es bei mir Artefakte im hellen Zentrum. Da muss ich mir erst eine Maske basteln.

Es ist mein erstes Bild mit einer Monokamera. Was man da noch rausholen kann, muss ich erst lernen.
Das auf Astrobin ist ein Fehler und ist inzwischen korrigiert.

Vielen Dank für Deine Mühe.
Sternfreund
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Re: Neues Spielzeug an M27 und M42 ausprobiert

Beitrag von Sternfreund »

Ich halte auch nichts von Dogmen aber gerade M42 ist ein gutes Beispiel für eine schöne Ausrichtung. Jeder wie er meint.
Ich empfinde deine Ausrichtung als so ungewohnt dass ichs irgendwie garnicht anschauen will (war jetzt nicht bös gemeint sondern nur meine Empfindung).

Weiß ja nicht wie du die Farbe da rein gebracht hast aber im HST ist da nicht wirklich ein Farbgradient drinnen. Warum dann im "Farb"Bild?

Ich beschränke mich nicht auf ein Programm und beim Schärfen mit PS bekomme ich da keine Artefakte rein.

Liebe Grüsse
Arno
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Überläufer
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Re: Neues Spielzeug an M27 und M42 ausprobiert

Beitrag von Überläufer »

Da hatte man's bei Hardcopy-Fotos leichter. Die dreht man einfach, wie einem es gefällt.
Das ist das Interessante, weshalb ich mit verschiedenen Farben experimentiert habe (hier verlassen wir komplett die Astronomie): Es scheint so zu sein, dass Gelb und Grün als ähnlicher empfunden wird. Es gibt einen Verlauf von blauem Grün in gelbliches Grün. Vielleicht schaffe ich es, dass anschaulicher am Bild zu zeigen.

Das mit der Beschränkung auf ein Programm ist natürlich klar. Ich wollte sehen, wie weit ich mit PI komme. Das ist jetzt so ein Punkt, an dem man sich fragt: Gibt das Programm nicht mehr her oder weiß ich noch zu wenig darüber? Bei mir nehme ich Zweiteres an.
Der Vorteil bei der Bearbeitung in einem einzigen Programm ist die leichtere Nachvollziehbarkeit der Bearbeitungsschritte, die man gewählt hat. Ich habe früher zwar immer im Namen kodiert, welche Schritte ich gemacht habe. Die genauen Parameter sind daraus aber nicht mehr ersichtlich (z.B. wenn man von Fitswork aus eine Tiff-Datei speichert). Bei PS kann man sich mit dem PSD-Format helfen und mit Einstellungsebenen. Hat man aber zu viele davon, dann schaltet PS irgendwann in der Bildschirmdarstellung auf eine geringere Farbauflösung und man kann das Bild nicht mehr beurteilen.

Hab mir mal Deine Verbesserungswünsche vorgenommen. Die spezielle "Sternfreundversion" würde dann so aussehen:
Bild
Was habe ich gemacht? Die Sättigung erhöht (mehr Sättigung bedeutet mehr Rot/Lila um die Sterne - hätte da mit einer Sternmaske arbeiten müssen), dann Scharfzeichnungsfilter, der wieder das Rauschen erhöht, HLVG (das nur funktioniert, wenn man die Ebenen "einstampft") und das Bild um 90° gedreht.
Mit HLVG geht halt der Halpha-Anteil zurück, der hier von Natur aus sehr stark ist.
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