Sonntag und Montag wars endlich wieder schön. Eigentlich wollte ich am Sonntag den Konusnebel und am Montag den Hexenkopf machen, aber wegen diverser Widrigkeiten sind letztendlich für beide Abende nur 9x10 min. Konus herausgekommen . Aber hauptsache endlich wieder mal Sterne bis 6m5, eine prächtige Wintermilchstraße und am Montag ein schöner Mars. Foto gibts hier: http://www.heiligkreuz.at/astro/galerie ... =230&pos=1 .
do legst di nida, der 6,5mag Himmel zahlt sich aus! Den besten Himmel den ich jemals in meinem Leben gesehen hab war 6mag, kann mir sowas garnet vorstellen.
ein sehr schönes Ergebnis! Saubere Bearbeitung, Farben gefallen mir sehr gut. f/4 bringt da schon was.
Nur schade, dass die Sterne in den Ecken nicht mehr ganz rund sind.
(damit ich irgendwas kritisieren kann )
Warum verwendest du bei so einem tollen Himmel den Filter?
cs
Werner
Ich liebe die Sterne zu sehr um die Nacht zu fürchten.
Die Sternfarben sind gut umgesetzt und die Strukturen im Nebel sehr gut herausgearbeitet.
Auf Grund des grossen Chip bei der DSLR musst du dich nochmals mit dem Abstand des Flatteners spielen.
Na ja, der Himmel auf der Ebenwaldhöhe ist deutlich dunkler als
auf der Hohen Wand! (dazu reicht schon ein Blick auf den Atlas
und vor allenm auf eine Lichtverschmutzungskarte).
Für einen Land-Himmel, wie auf der Ebenwaldhöhe, gebe ich ein "Befriedigend", für den auf der Hohen Wand ein "Genügend" (nur wenn dort eine Nebeldecke die beträchtlichen Lichtquellen im Tal abdeckt, ist es dort gut).
Am Hochbärneck ist ein "Gut" gerechtfertigt (ein "Sehr gut" kann man in Österreich nicht vergeben, irgendwo Richtung Horizont ist der Himmel immer etwas aufgehellt).
Zudem sind diese gesichteten mag.-Grenzgrößen von unterschiedlichen Beobachtern ziemlich wertlos, unter dem selben Himmel am gleichen Ort und zur selben Zeit sieht einer evtl. 5,5 mag., ein anderer Beobachter aber 6,5 mag., u.s.w.
Das erste take war perfekt fokussiert, das zweite ein bisschen daneben, und dann fangts leider am Rand gleich mal an zu ziehen, da ist der Paracorr sehr empfindlich. Beim Stacken ging das leider nicht ganz weg. Ich muss auch den Abstand noch vergrößern, die 2mm mehr sind noch ein bisschen zu wenig. Den LPSII nehme ich eigentlich immer, da er einen sehr neutralen Himmelshintergrund produziert und auch bei einem 6m5-Himmel immer irgendwo Licht vom Tal da ist (der Konus steht doch eher im Süden). Wenn ich 10min ohne Filter mache, rückt das Histogramm sicher um 20% nach rechts.
@Reinhard: Hast Du da vergleichende ERfahrungen bezüglich Belichtungszeitverlängerung? Ich hab bisjetzt nur den NGC7023 ohne Filter gemacht, und der wurde dann scheußlich grünbraun. Ich hab eher den Eindruck gewonnen, dass der LPS auf jeden Fall längere Belichtungszeiten ermöglicht, aber bei den häufigen Schönwetterperioden verbringe ich die Zeit weniger gern mit Testen, wenn man schon mal rausfahren kann (da reichts schon wenn ich plötzlich stromlos am Acker stehe ).
Kommt an deine nicht ran. Aber ich hab ohne Filter aufgenommen. Allerdings viel weniger belichtet und bei f/6.6
Aber ich hab sogar schon 15min Frames gemacht, ohne Filter bei sehr guten Bedingungen kein Problem. http://www.prokyon.startime.at/Soul_Nebula.htm
cs
werner
Ich liebe die Sterne zu sehr um die Nacht zu fürchten.
also zuerst mal sei Martin herzlichst zu dem wirklich guten Ergebnis gratuliert. Mal abgesehen davon, daß ich seit 16 Wochen keine Sterne mehr gesehen habe, möchte ich doch etwas zum IDAS sagen.
Ich verwende ihn immer, und zwar aus zwei Gründen.
1. Mir bleibt gar nichts anderes übrig wenn ich länger als 3min. belicheten will. Unser Himmel hier ist weiträumig kotzegelb, und gelb mag ich nicht! Ok, ist mehr so eine graugelbbraunrote Matsche, aber wenn es dunkel ist sieht man es kaum...jedenfalls renn ich bei einem 6.5er mein Teleskop um..garantiert!
2. Der gelbe Farbstich, der bei der EOS in Bildern ohne Filter unabdingbar ist, ist sehr sehr schwierig zu entfernen ohne Bilddaten zu zerstören. Gelb wird mittels Interpolation aus den drei Grundfarben des Bayer-Patterns berechnet. Und genau diese Berechnung überlagert feine Nebelstrukturen.
Entfernt man also Gelb, entfernt man auch eine Menge der vor allem roten Daten aus den feinen Details. Zudem wird danach gerade der Rotkanal rauschiger...zumindest ist das meine Erfahrung.
Arbeite ich aber mit dem IDAS, sind 15 und 20min-Belichtungen kein Problem. Zwar tritt dann der Gelbstich auch wieder auf, aber er ist geringer und zudem ist das Signal stärker.
Also ich arbeite hier bei uns ausschließlich mit dem IDAS, ohne kannste knicken in D.
So long und CS
Ulrich
Kein Stern ist so rund, daß ich ihn nicht eirig kriege!
Schöne Aufnahmen auf deiner HP!! Am Samstag fahren wir, so der Wettergott der Astronomen will, nach Obergumma in Südtirol. Das planen wir schon seit November 2008, aber es war seitdem kein einziger!!! Neumondsamstag schön. Ich werd dann mal IC 417 20x8min ohne Filter probieren, mal schauen. Während dann der MGEN hoffentlich makellos seinen Dienst verrichtet, werde ich nebenher mit dem 80cm Lomo-Cassegrain von der Sternwarte beobachten, bis der Rauch von der Netzhaut aufgeht. Die Prognose ist sehr gut (das war sie im Jänner auch, aber dann kam die Front statt am Sonntag in der Früh leider schon am Samstag um 20 Uhr). Hoffe, es gibt dann einen fetten Beobachtungsbericht und einige Fotos, haltet uns bloss die Daumen wegen dem Wetter!