Ja, das Bild ist gedrizzelt. Ich wollte mal das volle Preprocessing Programm ausprobieren, wie es hier beschrieben ist:
http://www.lightvortexastronomy.com/tut ... sight.html.
Auf die Details in der Galaxie habe ich mich auch bei der Ausarbeitung konzentriert. Schön, dass das bemerkt wird. Die äußeren Armteile gehen bei mir noch im Rauschen unter, obwohl ich insgesamt 9 Stunden über mehrere Nächte gesammelt habe. Ich kann erst ca. ab 30° vor dem Meridiandurchgang aufnehmen und max. ein bis zwei Stunden nach Mitternacht kommt in Klagenfurt der Nebel, solang noch kein Eis am Wörthersee liegt (was seit ca. 10 Jahren nicht mehr richtig der Fall war). Eine weitere Beschränkung ist, dass es hauptsächlich ein "Wochenendteleskop" ist, mit dem ich die Aufnahme gemacht habe.
Ich schätze, ich bräuchte noch mehr L-Aufnahmen.
Ein Krampf waren die Sterne. Die sind hier mehr gemalt als fotografiert. Beim Workflow habe ich diesmal auf MaskedStretch verzichtet und nur mit HistogramTransformation gearbeitet. MLT hat aber trotz Sternmaske Artefakte in den Sternzentren erzeugt. Ich habe dann die Bügeleisenmethode verwendet: Sternmaske, MMT und den Bias im R-Bereich erhöht, bis alles ein schöner Matsch war. Aber so wirkt es wenigstens optisch so halbwegs. Die Maskenerstellung ist wahrscheinlich eines der Hauptprobleme bei der Nachbearbeitung. Obwohl PI da schon sehr gut ist und gute Mittel vorhanden sind, so muss man sich dafür erst einen "Maskenführerschein" erarbeiten.
@Tomy: Die Flats sind bei mir nicht optimal. Ich wollte das eh in einem anderen Thread nachfragen, aber vielleicht geht es auch hier:
Flats mit einem Newton bei Tag ohne Astrohütte sind verdammt schwer aufzunehmen, oder? Derzeit verwende ich meine selbstgebastelte Bahtinov-Maske, die dafür eine Kartoneinlage bekommen hat und eine Wollmütze und stülpe das das ganze über die Rückseite des Newtons. Man wird es kaum glauben, aber selbst beim Octo gibt es irgendwo ein kleines Lichtloch, deshalb habe ich auch da ein Tuch herumgewickelt. So kann ich am Morgen nach der Aufnahmenacht die Flats mit der Flatfieldbox machen, ohne dass ich aufbleiben muss, bis der Nebel gekommen ist oder das Objekt hinter dem Horizont verschwunden ist.
Wenn man genau hinsieht, sieht man beim Hintergrund in der Mitte einen helleren Kreis. Das dürfte bei einem Teil der Flats von Fremdlicht kommen. Da ist es bei der Bearbeitung schwer zu entscheiden, was Hintergrund und was Artefakt ist.
Wenn Du Dich trotz dieser Beschränkungen mit meinen Daten quälen willst, kann ich sie wo hinlegen.
Ich habe in diesem Jahr auch ein gemeinsames Projekt gemacht. Das Problem waren damals unterschiedliche Kameras (DSLR vs. CCD) und die unterschiedliche Ausrichtung der Spikes. Wenn Dich das nicht schreckt, dann gerne.
-Erich
O.T.: Im Standard war ja gerade vom rundesten Objekt im Weltall die Rede. Bei meinem Seeing ist sogar Jupiter kugelrund ...