Rev.Antun hat geschrieben:Danke schon mal!
Hab gestern mit dem Bild des Tages Schöpfer geplaudert - der hat mit ISO 6400 gearbeitet - aber bei weit weniger "Lichtverschmutzung"
Die Frage ist halt, ob Dir das jetzt weiterhilft....
Du hast einen bestimmten Himmel und mit dem musst Du vorlieb nehmen. Bei Belichtungen im Sekunden Bereich wirst Du gerade mal die wirklich hellen Teile des Orion Nebel drauf haben, der Rest ist einfach (bis auf die Sterne) nicht da, weil er im Hintergrund untergeht.
Natürlich kannst Du ISO heute relativ gnadenlos hinaufdrehen, aber die Objekte verschwinden dann halt mehr und mehr im Rauschen und du musst wegen des hellen Hintergrunds der Lichtverschmutzung dann wieder die Belichtungszeit zurücknehmen.
Irgendwann hilft es auch nicht 60 oder mehr ultrakurzbelichtete Bilder zu stacken, wo nichts oder so gut wie nichts ist, ist halt nichts. Noch dazu gerade am Anfang der Bildbearbeitung erschwert ein schlechtes Ausgangsmaterial so extrem, dass man nie auf einen grünen Zweig kommt.
Nimmst du einen Filter, dann sieht das zwar wohl besser aus, was Hintergrund betrifft, aber wenn man dann mal kritischer ist, was Farben betrifft bekommt man ein Problem mit dem "Weißabgleich". Denn da fehlen einfach einige Spektrale Bereiche.
Ich nehme mal an, du willst sowas herausbekommen: (ist auch mit dem Normalobjektiv ohne modifizierte Kamera)
http://astrob.in/279191/0/
Dann wird dir wohl oder übel nichts übrigbleiben als es außerhalb der starken Lichtverschmutzung mit Nachführung zu versuchen. Bei Lichtstarken Objektiv solltest du dann schon mal auf 1-2 Minuten Belichtungszeit pro Bild kommen. Das ist dann die Ausgangsbasis.
Wie Du wohl schon mitbekommen hast, ist es alles sehr komplex. Man kann herum tüfteln, die technischen Unzulänglichkeiten mit technischen Mitteln erschlagen zu wollen, aber ob man da am Weg dahin auch nur ein brauchbares Bild bekommt würde ich mal bezweifeln.
Und meiner Meinung nach braucht man zumindest etwas, wo man sieht, dass es weiter nach oben geht und was ist dazu besser geeignet, als zu sehen, wie sich seine Astrofotos verbessern.
Von daher einfach mein Rat: Mal die Basic's angehen: Einnorden, Scharfstellen, Nachführung hinbekommen und Bilder machen.
Da gibt es genügend Probleme zu lösen und Erfahrungen zu sammeln, bis alles funktioniert, aber mit den ersten richtig belichteten Bildern (Scharf, runde Sterne und der Hintergrund bei ca 20-30% vom schwarzen Bereiche weg) kann man sich mit der EBV beschäftigen.
Man sagt zwar gerne: "Der Weg ist das Ziel" Ist aber Blödsinn: Denn das Ziel ist das Ziel! ...und in diesem Fall: einigermaßen herzeigbare Bilder zu bekommen.
Heißt aber nicht, dass man die kleinen Erfolge am Weg nicht genießen sollte, denn die treiben einem vorwärts...
Soviel aus meiner Sicht nach 2,5 Jahren Astrofotografie.
Siegfried