Gestern hatte ich endlich wieder mal Gelegenheit Deep-Sky zu machen: es war zwar eher dunstig und das SQM-Meter ist über 19,5 nicht hinaus gekommen, aber was solls, es hat ja eine neue Kamera (ZWO ASI071-cooled) Einzug gehalten und der riesige Riccardi-Reducer soll ja auch Photonen in seine großen Linsen sehen.
Noch dazu habe ich meine eigene Software zur Ansteuerung der SONY-Kameras dahingehend erweitert, dass ich nun mit Hilfe von APT und PHD2 zwei SONYs und die ASI gleichzeitg sogar mit Dithern betreiben kann. Das hat ja alles gut funktioniert.
Also auf den Rosetten-Nebel gehalten und ein wenig mit den Einstellungen (Gain und Offset) der ASI gespielt. Nach 2,5 Stunden ist aber der Dunst und das Streulicht von Wien so stark geworden, dass die Bilder mit dem Lacerta-72 APO bei ISO800 an der SONY A7 fast als Flats verwendet werden hätte können.
Das schaut dann so aus:
Ok, wenn man die Daten quält, ergibt es dann doch ein recht ansehnliches Bild:
Nur kann man recht deutlich eine Aufhellung an der linken Seite erkennen, die auch bei den (stark gestrechten) Darks sichtbar ist:
Es ist kein Lichteinfall, das habe ich getestet. Da hat der Sensor eine Macke...
Dann die Bilder mit der neuen ASI in PI bearbeitet und schon kommt der nächste Schock: ein fürchterlicher Reflex, obwohl ja nicht wirklich helle Sterne im Bildfeld sind! Was wird da erst bei den Plejaden oder beim Pferdekofnebel an Reflexen entstehen?
Ich glaube, jetzt habe ich vorerst wieder einmal genug von Deep-Sky...