IC 334 ist eine ziemlich ungewöhnliche Galaxie in der Giraffe. Sie gehört zu den irregulären Galaxien. Man kann ein einzelnes,
gebogenes Staubband vom Kern weg verfolgen und der Galaxienkörper scheint aus einigen Schalen zusammengesetzt.
Wie oft im Bereich des Sternbildes Giraffe muss das Licht der Objekte durch eine Menge Staub hindurch. Das schwächt die Galaxie ab und rötet sie. Der Fortsatz am Südende von IC 334 könnte ein Gezeitenschweif sein, oder ebenfalls galaktischer Staub, der nur zufällig aussieht, als gehöre er zu IC 334. Ich habe in der Literatur dazu nichts gefunden.
Günter Kerschhuber und ich haben für das Bild zusammen geholfen. Günter hat am Gahberg gut 19 h belichtet - Luminanz mit seinem ASA N10, RGB parallel mit seinem 8" Eigenbau-Newton. Ich habe 21 h aus Frankreich beigesteuert.

Die Neumondphase im Januar war dann fast durchgehend klar, aber in drei Nächten mit mäßigem Seeing "gesegnet". In diesen Nächten habe ich recht viel Zeit in das Pärchen M 35 / NGC 2158 investiert. Die beiden wollte ich schon lange fotografieren, aber es wollte nie sein. Gleichzeitig ist es das erste (ausgearbeitete) Bild mit einer QHY 163m am TAK Epsilon, als Nachfolgerin für die G2-8300 Moravian. Ob die CMOS-Kamera und ich noch Freunde werden, muss sich erst noch zeigen...
NGC 2158 ist etwa 6x so weit entfernt wie M 35, viel älter (älter als 1 Milliarde Jahre) und so kompakt, dass er fast aussieht wie ein Kugelsternhaufen.

LG, Markus
