erster M13

DeepSky Fotografie - Präsentation eigener Astrofotos
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BernhardH
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erster M13

Beitrag von BernhardH »

Hallo an alle,

habe gestern mein ganzes klumpad mal in die pampa mitgenommen und nach einigem visuellem milchstraßenschaun dann die kamera ausgepackt. Da ich ja noch kaum erfahrung habe würde ich mich über etwaige Tipps zur bearbeitung oder zur belichtung freuen. Ich habe mit meinem 6" f/5 newton mit komakorrektor und PHD alccd5 guiding (am 80/400er) auf der HEQ-5 gearbeitet, eos 500d (unmodifiziert). Ich bin mit meinem ersten Bild eigentlich sehr zurfrieden aber verbesstern kann man ja immer was :)

Habe zuerst mal mit 400iso 60s getestet aber dann beschlossen die empfindlichkeit runterzudrehen wegen farbkasteln. Guiding sah auch ganz passabel aus daher 200iso 120s. (Hatte nach test mit 0.25 facher guiding speed an der monti wieder auf 0.5 gestellt weil ich das gefühl hatte dass es besser funktioniert). Da die Sternbelichtung ca gleich aussah aber das hintergrundrauschen bedeutend besser war hab ich dann 6 fotos gemacht eines wegen sternschnuppe weggeworfen.
Das ganze dann in DSS mit 2 darks und 2 flats (die flats hab ich allerdings daheim gemacht hab mit weitgehend gleichem fokus und kamera einsteckwinkel, wegen vergessen dort) zusammengebaut und der hat dann aus 4/5 bildern eins zusammengestopft (das eine hatte irgendwie schlechteres SNR und auch größere sterne). (dabei ist mir die farbe extrem abgegangen, hab daher die sättigung auf +21 gestellt). Habe die automatische RGB hintergrundkalibrierung eingeschaltet. Hab ich hier was falsch gemacht dass die farbe so fast S/W bei dem gestackten bild ist? (auf der kamera selbst kams mir schon genug färbig vor, wobei am PC sieht ein einzelbild auch bissl grau aus am KS selbst)
Habe in PS dann eigentlich fast nichts mehr geändert weils eh schon gut aussah, nur bissl nachgeschärft. Das ist dabei rausgekommen (ca 50% ausschnitt wegen bildgröße)

http://www.fotos-hochladen.net/m13final ... ayt16r.jpg

Hätte ich noch vielmehr Bilder machen sollen? Länger belichten? Beim fokus einstellen war ich mir auch nicht ganz sicher weil wenn ich den OAZ noch gedreht hätte dass die punkte kleiner werden bekommen sie so ein kleines Halo? Soll man das trotzdem machen? FWHM hat DDS meist bei allen bildern so 4.7 angezeigt, ist das ok? Justierung kam mir ok vor, hab das vorher noch gecheckt. Mein OAZ abschattungsproblem ist scheinbar weg.

Über Tipps und Verbesserungsvorschläge würde ich mich freuen.

Danke und liebe Grüße, Bernhard

ps. ein paar fotos von M8 hab ich auch allerdings war dort die schmutzglocke doch recht lästig.
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BernhardH
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Beitrag von BernhardH »

hier noch der M8 der natürlich auch zur Diskussion steht
waren 5 bilder 120s bei iso 400, die andern 5 bilder zu 60s da war kaum was zu erkennen.

http://www.fotos-hochladen.net/m8finalcrop0p9vyib3.jpg

hier hab ich den fokuspunkt ein bisschen anders gewählt (per 10x lupe im liveview der kamera) und man sieht eh was passiert (irgendwie komische sternformen, die jetzt nicht unbedingt hässlich sind aber naja und halt diese halos)

liebe Grüße
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starhopper62
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Beitrag von starhopper62 »

Hallo Bernhard,

BRAVO zu deinen ersten Bildern! :wink:

Aller Anfang ist schwer, also sei stolz auf deine Werke!

Man sollte zumindest genau so viele Darks und Flats wie Lights haben und bei den Flats ist folgendes zu berücksichtigen: Nach dem Aufnehmen der Lights im selben Fokus sofort die Flatgs machen und nichts verdrehen, sonst sind deine Staubpartikel und sonstige Verschmutzung nicht mehr an der selben Stelle wie bei den Lights und können daher dann auch nicht mehr abgerechnet werden.

Wenn es geht so viele Aufnahmen wie möglich zu machen, denn umso weniger Bildrauschen wirst du haben.
Bei den sommerlichen Temperaturen wäre es auch empfehlenswert zwischen den Aufnahmen eine Pause von ein bis zwei Minuten zu machen, da sich der Chip bei Langzeitbelichtungen mit der Canon um bis zu 35° Grad mehr erwärmt!

Den Feinschliff erreichst du dann mit Photoshop und da ist viel, viel mehr aus den Bildern rauszuholen als man Anfangs denkt 8)
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tommy_nawratil
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Beitrag von tommy_nawratil »

hallo Bernhard,

Lesefutter!

http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/

Aller Anfang ist gar nicht schwer, du bist fröhlich in das Thema hineingehüpft, und nun kommt das dicke Ende: Ratschläge dass man sich kaum ducken kann :-)

Sommers ist es dem DSLR Chip ja warm, er rauscht thermisch viel mehr als winters, um so wichtiger sind möglichst lange Gesamtbelichtungszeiten. Die Einzelaufnahme sollte so lange belichtet werden bis das Histogramm am Kameradisplay den peak auf etwa der ersten senkrechten Unterteilung von links anzeigt.

Sehr hilf- und lehrreich ist es im Netz nach Vergleichsaufnahmen mit ähnlichem Setup zu suchen, und dann zu grübeln wie die Kerle das bloss so hinkriegen ;-)

Dieter, hast du nen Link zu dieser Temperaturgeschichte, bis dato hoffte ich dass der Chip nicht warm wird vom reinen Belichten, und mit dem Ausschalten des Kameradisplays hätt ich die gröbste Wärmequelle beseitigt...

lg Tommy
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