Hallo Tommy,
Ja, der Nebel ist schwierig. Inzwischen denke ich, es gibt keine leichten Objekte. Bei hellen Objekten wie M31 habe ich auch erfahren, daß es für Anfänger zu schwierig ist.
Ich habe keine Ahnung welche Objekte einfach sind und welche nicht. Bisher habe ich wohl nur schwierige Objekte erwischt. M52 war ja auch nicht einfach, wie man am fehlenden Bubblenebel sieht.
Mir ging es in erster Linie darum den Grünstich zu beheben, der sich beim Stacken und Verwendung der Flats ergibt. Wenn ich die Flats nicht mitstacke ist auch kein Grünstich im Bild.
Für das NGC7380 Bild habe ich insgesamt 2 Nächte 6 Stunden belichtet. Das Bild hier ist nur das aus der ersten Nacht, weil das stacken der 60 Bilder aus beiden Nächten 2 Stunden dauert.
In der ersten Nacht hat die Hardware einwandfrei funktioniert. In der Zweiten hat mir die Hardware einen Streich gepielt und auf einigen Bildern, wie Du weißt, die Sterne verzogen und alle Bilder in einer Richtung verschoben. Beim stacken beider Nächte bleibt deswegen nur ein kleiner Cropausschnitt übrig.
Der Grünstich hängt definitiv an den Flats. Ich kann die Stärke des Grünstiches durch Änderung der Flats beeinflussen.
DBE bringt den Grünstich auch nicht weg. Er wird etwas milder und die Ränder der ehemaligen Vignette gleichen sich dem Gesamthintergrund an.
Colour Calibration mildert nochmals ein wenig den Grünstich, der dann zusätzlich einen Rotanteil abbekommt. Und das ist dann nur in der Bildmitte. In Bereichen der ehemaligen Vignette ist der Hintergrund eher bläulich.
SCNR bringt dann nochmal ein ganzes Stück mehr grün weg. Macht den inneren Bildbereich dann mehr rotfleckig.
Ich bin da wirklich am Haare raufen. Ich habe die Bilder inzwischen bestimmt 10 Mal komplett von vorne durch die Magel gedreht. Das Ergebnis bleibt fast immer das Gleiche. Eben so wie das Bild oben.
Wenn ich die Flats weglasse entfällt das Problem. Dazu bin ich inzwischen fast geneigt.
Bei der Aufnahme hatte ich keinen Filter verwendet.
Leider!
Denn in der 2. Nacht hatte ich den IDAS Filter verwendet und da ist der Grünstich fast nicht vorhanden. Dafür sind in den Lights die Farbkanäle beisammen, während ohne Filter die Farbkanäle über einen großen Bereich verteilt sind. Wobei in den Lights ohne IDAS rot extrem dominiert.
Mit IDAS Filter sieht man den Nebel in den Lights schon sehr deutlich. Ohne IDAS ist der Nebel fast nicht sichtbar.
Das mit dem Bier hatte ich Gestern Abend dann doch wenigstens intuitiv richtig gemacht. Scheint ein angeborener Urinstinkt zu sein.
Und bevor mir dann doch mal der MGEN aufgeht und die ungarischen Maschinisten Händewedelnd durch den Garten flitzen werden alle Befestigungen der Monti nochmals geprüft. Sowie bei verzogenen Sternen sofort das Polaralignment neu gemacht.
Hallo Reinhard,
Ich hatte ja M52 genau so, wie Du vorgeschlagen hast, mit Deinen Angaben in 2 Nächten aufgenommen. Insgesamt 5 Stunden Belichtungszeit ohne Filter.
http://www.astronomieforum.at/viewtopic.php?f=4&t=5219
Bias, Flats und Darks sind bei M52 und NGC7380 sauber gemacht.
Und genau bei M52 ist der Grünstich zum ersten Mal ins Auge gestochen.
Du hattest mir damals geschrieben, ich solle die Aufnahmen so machen, wie Du es sagst, dann sehen wir weiter.
Das habe ich gemacht. Das Bild ist da und ich mit meinem bescheidenen EBV Latein am Ende.
Die Ratschläge, die mir in dem Thema gegeben wurden hatte ich bereits bei der Bearbeitung gemacht, weil ich das Bild nach dem Vincent Peris Tutorial bearbeitet hatte und diese Schritte darin enthalten waren.
Mehr Hilfe habe ich nicht erhalten und versuche nun mich irgendwie durchzufragen, bzw mit Durcharbeiten diverser PI-Tutorials Rat zu bekommen.
Zum PS hatte ich vor längerer Zeit mal eine Frage gestellt:
http://www.astronomieforum.at/viewtopic.php?f=30&t=4368
Dort wurde mir folgendes von erfahrenen Astrofotografen geraten:
Die Einarbeitung in PS und PI ist gleich schwer. Beide Programme sind sehr unterschielich in der Handhabung von daher lieber gleich auf PI setzen, weil es für die Astrobildbearbeitung extra geschaffen wurde.
Hallo Ewald,
Probleme mit der Hardware habe ich eigentlich nicht mehr, bis auf die ganz normalen Unfälle, die jeder hier mal hat.
Fokus passt, EQ6 Einnordung haut hin, MGEN haut hin.
Problem ist derzeit die richtige Belichtungszeit der Einzelbilder und die EBV.
Oder was genau meinst Du damit, daß es bei mir an der Hardware hapert?
Wo liegt der Unterschied, ob ich mir das Leben der EBV mit PS oder PI schwer mache? PI soll besser für die Astrobildbearbeitung geeignet sein als PS. In einen sauren Apfel muß ich ja irgendwann beissen. Das möchte ich nach Möglichkeit nur einmal machen und nicht nochmal, wenn ich von PS auf PI umsteige. Zumal ich es nicht einsehe 800Euro für PS auszugeben. Das ist für das Programm einfach zu viel Geld, um nicht zu sagen unverschämt.
Warum noch ein Programm zum nachführen und dithern? Das macht doch eigentlich der MGEN. Nun bin ich doch etwas verwirrt.
Gruß
Heiko