Drei, nicht zufriedenstellende Versuche später (Versuch 1: zu Hell! Versuch 2+3: die ISS ist sehr schwach zu erkennen.) entschloss ich mich auf den nächsten Versuch um 23:00 Uhr zu warten. In der Zwischenzeit studierte ich nochmal die Betriebsanleitung und das Buch 'Himmelsfotografie mit der DSLR' von Stefan Seip, welches ich damals von der CEDIC mit nach Hause brachte. Ungefähr an den Werten in dem Buch angelehnt (ISO hab ich von 400 auf 800 erhöht, Belichtungszeit ist kürzer) hatte ich mich somit zehn vor 23:00 wieder aufs Feld begeben. Die Montierung hab ich zwischenzeitlich stehengelassen.
Folgendes ist um 23:00 anders gelaufen: Die Rauschreduzierung hatte ich in der Zwischenzeit aktiviert. Allerdings hab ich mich nebenher zuvor nochmal mit der Videoaufnahmefunktion abgegeben (die ist ja Recht gut bei dem Gerät; bis 1920x1080 pxl - Full-HD) und zwecks dieser, hab ich manuell fokussiert ,der Fokus war somit also die ganze Zeit über auf den Wert eingestellt, den ich für den Videoclip verwendet hatte - Ups! XD. Der Bildstabilisator war aktiviert; meines Wissens sollte der am Stativ deaktiviert sein - Ups!
Da ich zu dem Zeitpunkt über diese Dinge noch unwissend war, fotografierte ich mal munter los, als die ISS über mich drüber zog. Nach Versuch 2.1 konnte ich am Kameradisplay deutlich den Streifen vernehmen, welchen die ISS durch die Langzeitbelichtung zog. Die Freude war natürlich groß. Versuch 2.2 ist allerdings nochmal um einiges besser geworden, wegen dem Helligkeitsabfall, der wohl dadurch entstehen dürfte wenn die ISS in den Erdschatten fliegt. Einen Versuch 2.3 gabs dadurch nimmer. Und jetzt zum Foto; trotz allem ist das Ergebnis meiner Meinung nach erstaunlich gut ausgefallen. Das Foto ist nicht nachbearbeitet, also original von der Speicherkarte, nur verkleinert und gerahmt.
Ich hab dann nochmal versucht die Sterne automatisch zu fokussieren - funktioniert nicht und gezielt manuell zu fokussieren, auch nicht wirklich. Für Tips und Tricks bin ich jederzeit offen.
lg. Christoph
