hallo Michael,
nein, an deiner Farbkalibration!
Es genügt nicht, keine Schritte zu setzen die Farben unterdrücken,
sondern du musst Schritte setzen die Farben richtig hinzubekommen.
Man kalibriert den Hintergrund auf neutral, und die Objekte möglichst Richtung "Echtfarben".
Unter Anführungszeichen, weil es keine wirklichen Echtfarben gibt.
Dein Chip hat eine farbabhängige Empfindlichkeit, und deine Bayermatrix verändert das wieder.
Hier hast du einen allgemeinen Farbstich Richtung Orange/Rot, und es fehlen die blauen Objekte ganz.
Guck mal dein Histogramm an, da siehst du wie das Bild quasi durch eine Sonnenbrille gesehen wird.
Rot hat den größten Buckel, und die Daten enden bei ca 2/3 des max Punktes.
Grün hat einen etwas kleineren Buckel, und die Daten enden noch früher.
Blau hat den kleinsten Buckek, der endet bei der Hälfte des Histo Bereiches, und darüber nur ein paar dünne Daten.
Nimm die Weißregler in den RGB Kanälen und zieh sie Richtung Buckel, bis die ersten Daten erreicht sind oder schon etwas geclippt werden.
Bei Grün mehr ziehen als bei Rot, und bei Blau noch mehr. Das Bild wird viel strahlender, und die Farben sehen plötzlich ausgewogener aus.
Das mache ich bei jedem Bild am Ende der Bearbeitung, das zu kontrollieren. Ich dachte du kennst das von der Tageslichtfotografie.
So bearbeite ich auch meine Urlaubsfotos, um die Dynamik ganz auszuschöpfen und Farbstiche zu korrigieren.
Wenn es zu viel strahlt, stell die Ebene im PS auf Farbe und mach die Luminanzeinstellung separat.
Kann nur raten: Mache es dir auch zur Gewohnheit.
Wenn dir der Rotstich besser gefällt, warum nicht, ist auch künstlerische Freiheit und Geschmackssache.
Das Bild ist ja gut.
Nur schreib ich dann dazu: "Wo sind die blauen Sterne?"
lg Tommy