NGC-Trio

DeepSky Fotografie - Präsentation eigener Astrofotos
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martl
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NGC-Trio

Beitrag von martl »

Hallo Leute!

Reine Katastrophe, das Wetter seit November. Montag wars ausnahmsweise mal auch abends klar, also gings verschärft zur Sache: Mit dem 10" auf der großen Montierung Mond geschaut und mit der einen 600Da gefilmt, auf der EQ6AZ gleichzeitig mit dem 8" endlich der anderen 600Da auf den Chip gefühlt (nämlich ob dieser diesmal plan eingebaut ist). Sah schon fast wie aufm Teleskoptreffen aus im Garten :mrgreen:

DAs Filmen mit Okularprojektion ist so eine Sache: Das 9mm Nagler schaffts nicht wirklich, ein randscharfes und farbfehlerfreies Bild zu projizieren (naja, vielleicht auch etwas viel verlangt), und außerdem: wie wandelt man diese verdammten MOV-Dateien in was lesbares und das dann auch noch verlustfrei????

Der Chip der neuen Kamera scheint recht plan zu sein. Wegen des Mondes kommen nur offene Sternhaufen in Frage, und der erste Richtung Norden, der mir im Sky ins Aug fiel, war NGC663, welcher mit den beiden Begleithaufen grad so ins Gesichtsfeld passt und ein nettes Trio bildet. Furchtbare Gradienten im Bild, da ich mich im Schatten des Hauses in Sicherheit wähnte, aber nicht den weiter wandernden Mond in die Rechnung einbezogen hab :? . 18x6min ISO200 sinds geworden, die EQ6AZ hat wieder brav alle 18 punktförmig nachgeführt. Aufnahme auf der Galerie: http://www.heiligkreuz.at/astro/galerie ... =298&pos=0 (nix besonderes) und nun hoffen wir mal auf eine herausragende Galaxiensaison zum Ausgleich.

LG
Martin
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markusblauensteiner
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Re: NGC-Trio

Beitrag von markusblauensteiner »

Hallo Martin,

mich als Sternhaufenfreund freuen solche Bilder ganz besonders! Gefällt mir sehr gut, trotz Mond lassen sich Sternhaufen doch recht gut abbilden. Auch deine Sternfarben finde ich schön!

Wie misst du denn, ob der Sensor plan eingebaut ist? Anhand der Abbildungsleistung - indem du andere Verkippungsquellen ausschließt? Wir hatten uns nämlich auch schon mal Gedanken gemacht, wie man das messen kann, mittels Laser von oben z.B.

LG, Markus
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nindascht
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Re: NGC-Trio

Beitrag von nindascht »

Servus Martin!
mir gefällt der sternhaufen auch sehr gut! die sterne sehr fein und dezent in szene gesetzt, wirkt serh natürlich und ansprechend! bez. verkippung meine ich, bei den sternhöfen etwas zu bemerken, ist aber sehr gering ausgeprägt, höfe neigen li oben im Bild nach li oben schaut man nach rechts ändert sich das kaum, wäre es bildfeldwölbung, dann wären Höfe radialsymmetrisch.

LG Norbert
LZOS TMB Apo 130/1200, Apogee Alta U16M, Losmandy G11, Lodestar off-axis-guiding
Astrodon LRGB, narrowband HaOIIISII, photometric Johnson/Cousins band BVRcIc
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prokyon
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Re: NGC-Trio

Beitrag von prokyon »

Hallo Martin,

schöne Objektwahl. Mir gefällt es immer, wenn mehrere Sternhaufen im Bildfeld sind. Gut umgesetzt, gibt es nix zu meckern.

cs

Werner
Ich liebe die Sterne zu sehr um die Nacht zu fürchten.

http://www.starrymetalnights.at
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martinhelm
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Re: NGC-Trio

Beitrag von martinhelm »

Hallo Martin
Besser ein Sternhaufen-Trio als gar nix, :D
Trotz Mondlicht ein schönes Bild!
LG
Martin
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martl
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Re: NGC-Trio

Beitrag von martl »

Hallo Leute!

Vielen DAnk! Sternhaufen werden zu Unrecht etwas stiefmütterlich behandelt. Sie sind leicht zu bearbeiten und kommen mit wenig Belichtungszeit aus.

@ Markus: Mit der ersten EOS600 hatt ich ein ziemliches Gscher: Unmodifiziert hatte alles gepasst. Nach dem Modifizieren musste ich sie gleich wieder einschicken, weil sie plötzlich bei der Tagfotografie streikte, und dann kam ich drauf, dass ich auf einer Seite bei den Sternen Doppelspikes hatte, die mir bei der ersten Testaufnahme übersehen hatte. . Schlimmer noch, ich hatte den Eindruck, dass der Sensor nicht nur schief, sondern an einer Seite sogar noch gebogen war, so unsymmetrisch waren die Randabbildungen. Wenn man die Kamera um 180° gedreht hat, ist der Fehler mirgewandert. Das richtig gemeine daran: bei f5 war fast nichts zu sehen, bei f4 wars wirklich grauslig am Rand. Ich hab dann Leukoplast an den Stellen untergeklebt, um die Schieflage auszugleichen. Nach einigen Versuchen waren 3 Ecken punktförmig und die 4., die ich im Verdacht habe zusätzlich gekrümmt zu sein, noch ein bischen verzogen. Ich hab dann vom DSLR Astro Tec ein neues Exemplar zum testen bekommen und darf mir das bessere behalten. Bekommen hab ich sie Anfang Jänner......Die schaut wesentlich besser aus, ich muss allerdings nochmal den Abstand vom Paracorr anpassen, damit ich wieder Punkte am Rand krieg. Hinsichtlich messen fällt mir nix ein außer halt mit einem entsprechend gut korrigierten und schnellem Gerät Testaufnahmen zu machen. Mir ist ohnehin nicht ganz klar, wie Canon das werksseitig schafft, wir reden da von wenigen 100stel mm, die der Sensor in den Ecken von der Orthogonalität abweichen darf, und das ist ja bezogen auf den Bajonettanschluss, der auf das Kunststoffgehäuse aufgeschraubt wird (also wieder eine Fehlerquelle).

LG
Martin
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markusblauensteiner
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Re: NGC-Trio

Beitrag von markusblauensteiner »

Hallo Martin,

ich glaub fast dass Canon das recht egal ist. Innerhalb ihrer Fertigungstoleranzen wirds stimmig sein und man wird es bei der Tageslichtfotografie nicht sehen, denke ich. Und daher glaub ich auch, dass einige der immer wieder auftretenden "Verkippungsprobleme" in Wahrheit am Sensor liegen.
Messen kann man das schon - z.B mittels Lasermessung von oben - auf die Sensorecken und auf eine Referenzfläche darunter. Aus der Differenz könnte man erkennen, ob und wie stark der Chip schief montiert ist. Nur was mach ich mit der Info? Ich kann ja den Chip nicht justieren. Dann kann man die Kamera zurückschicken, aber auch die Neue wird dann wieder einen schiefen Chip haben, innerhalb der Toleranzen.
Es gibt ja CCDs mit justierbaren Chips - so was bräuchte man auch bei den DSLRs. :D

LG, Markus
martl
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Re: NGC-Trio

Beitrag von martl »

Hallo Markus!

Das Problem trat erst nach der Modifikation bei DSLR Astro Tec auf, die originale hatte den Sensor korrekt justiert. Laut verschiedenen Infos haben die Kameras ab der 350er eine andere Sensorbefestigung, welche etwas heikler bei der Montage ist. Deswegen glaub ich auch, dass eine Modifikation nicht grad trivial ist (abgesehen von dem ganzen Kleinstzeugs beim Zerlegen und Zusammenbauen).

LG
Martin
martl
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Re: NGC-Trio

Beitrag von martl »

Hallo Reinhard!

Danke für den Link! In was konvertierst Du eigentlich, wenn Du zb mit Registax weiter bearbeiten willst? Ich hab da noch kein Format gefunden, was sich bei auch nur einigermaßen gleicher Qualität verarbeiten lässt.

LG
MArtin
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Re: NGC-Trio

Beitrag von martl »

Hallo Reinhard!

Ich habs jetzt doch mit der Canon-Software konvertiert, wenn man nichts anhakt, gibt die das sogar in Originalauflösung weiter :oops: .

LG
MArtin
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